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Münchner Olympia-Gegner kündigen neuen Widerstand an

06.03.2013, 14:56 Uhr | dpa

Münchner Olympia-Gegner kündigen neuen Widerstand an. Die Olympiagegner haben im Falle einer erneuten Bewerbung Münchens Widerstand angekündigt.

Die Olympiagegner haben im Falle einer erneuten Bewerbung Münchens Widerstand angekündigt. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Für den Fall einer erneuten Münchner Olympia-Bewerbung haben die Gegner des Großprojekts entschiedenen Widerstand angekündigt.

"Wir werden dann jeden Gegenwind machen, den man machen kann. Wir werden alles dafür tun, dass dieser Zuschlag nicht kommen wird", sagte "NOlympia"-Sprecher Axel Doering am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Nach dem Aus für eine mögliche Bewerbung der Schweiz für die Winterspiele 2022 rechnen sich die Befürworter eines erneuten deutschen Olympia-Vorstoßes nun gute Chancen aus. Vor knapp zwei Jahren war München mit seiner Bewerbung um die Winterspiele 2018 gescheitert.

Am vergangenen Sonntag waren die Olympia-Pläne des Schweizer Kantons Graubünden, der als harter Rivale Münchens hätte auftreten können, bei einem Bürgerbegehren abgelehnt worden. "Die Entwicklung könnte für München nicht vergnüglicher sein", hatte daraufhin Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) erklärt und betont: "Wir sind in höchstem Maße interessiert, wir sind bereit." Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), befand, die Konkurrenzsituation habe sich nun "erheblich entspannt".

Diese Gedankenspiele wies Doering zurück. "Keiner will es, und deshalb haben wir eine große Chance. Das wäre wirklich eine peinliche Bewerbung", hielt der "NOlympia"-Sprecher den Befürwortern entgegen. "Es ist völlig unverständlich, dass niemand nachdenklich wird, wenn anscheinend niemand Olympia will." Bislang liegt keine offizielle Bewerbung für die Winterspiele in neun Jahren vor.

Grundsätzlich sei der Alpenraum ungeeignet für Großereignisse wie Olympia. "Winterspiele sind für die Alpen zu groß und damit undurchführbar", erklärte Doering. "Sie hinterlassen zerstörte Orte, massive Verschuldung, zu große Anlagen und Bauten, die nicht nachhaltig genutzt werden können und erhöhte Lebenshaltungskosten für die ansässige Bevölkerung."

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