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Bundesliga: Schalke kriegt doch die Kurve

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Schalker Jubel und ein Wermutstropfen

09.03.2013, 19:08 Uhr

Bundesliga: Schalke kriegt doch die Kurve. Benedikt Höwedes: "Heute haben wir viele Schalker Herzen glücklich gemacht." (Quelle: Reuters)

Benedikt Höwedes: "Heute haben wir viele Schalker Herzen glücklich gemacht." (Quelle: Reuters)

Dass es ein wunderschöner Tag für die königsblaue Seele werden würde, ahnten die Fans von Schalke 04 erstmals kurz vor Anpfiff des 142. Revierderbys. Stolz verkündete der Verein seinen Getreuen auf den Arena-Rängen die vorzeitige Vertragsverlängerung von Urgestein Benedikt Höwedes bis 2017.

Gut neunzig Minuten später hatten Anhänger, Spieler und Offizielle der Knappen dann Gewissheit: Durch den hochverdienten 2:1-Sieg über Borussia Dortmund steht der zuletzt sehr schwankende FC Schalke plötzlich wieder glänzend da.

Am Dienstag winkt ein noch größeres Highlight

"Wir haben heute viele Schalker Herzen glücklich gemacht und bewiesen, dass viel Qualität ins uns steckt", sagte Verteidiger Höwedes stolz. Zumindest für eine Nacht hat sein Team den vierten Tabellenplatz erobert, der in der kommenden Saison für die Qualifikation zur Champions League berechtigen würde. Am Dienstag kann der Klub in der aktuellen Königsklasse noch einen drauflegen.

Kaum zu glauben, dass vor wenigen Wochen noch alles hinterfragt wurde auf Schalke: der Trainer, die Mannschaft, die Zukunft des Klubs. Ein oder zwei Niederlagen mehr in der Rückrunde, und womöglich hätte Sportdirektor Horst Heldt den zweiten Trainer in der laufenden Saison suchen müssen, nachdem er schon kurz vor Weihnachten Huub Stevens vom Hof geschickt hatte.

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Feuertaufe für Trainer Keller

Doch dessen Nachfolger Jens Keller hat sich nach einem Holperstart nun offenbar etabliert und sein Team mit einer Mini-Serie von drei Siegen in Folge zur drittbesten Rückrunden-Mannschaft gecoacht. "So wie ich vorher bei Niederlagen nicht in Depressionen verfallen bin, mache ich jetzt keine Luftsprünge", sagte der oft kritisierte Keller trotz des wichtigen Erfolgs cool.

Wohl wissend vermutlich, dass ihm der jüngste Erfolg im Prestigeduell gegen Meister Dortmund auch im Verhältnis zu den kritischen Fans helfen wird, denn ein Derbysieg gilt im Revier nun einmal als Feuertaufe. Ausgerechnet gegen den großen Rivalen schwangen sich die Schalker zu ihrer möglicherweise besten Saisonleistung auf.

Überragende erste Hälfte gegen den Meister

Im ersten Durchgang dominierten sie das Derby dermaßen, dass es für die Schwarz-Gelben peinlich zu werden drohte. Denn die Gäste wurden ihrer Favoritenrolle ganz und gar nicht gerecht und waren mit dem 0:2-Rückstand zur Pause nach Toren durch Julian Draxler (11.) und Klaas-Jan Huntelaar (35.) noch sehr gut bedient. "Wir haben in der ersten Halbzeit ein überragendes Spiel abgeliefert", sagte Keller glücklich und völlig zu Recht. Am Ende brachte sein Team den Vorsprung mit etwas Glück, aber hochverdient über die Zeit.

Die Schalker Jungs geben Hoffnung

Wichtiger als die drei Punkte dürfte sogar noch sein, dass sich die Mannschaft wieder gefunden und stabilisiert hat, nachdem schon der Saisonstart viel versprechend war, dann aber unerklärlicherweise Sand ins Getriebe geriet. Personell hat Sportdirektor Heldt zudem Nägel mit Köpfen gemacht und die Identifikationsfigur Höwedes lange an den Klub gebunden, bevor irgendein Großklub auf die Idee kommt, den Nationalspieler abzuwerben.

Außerdem kommt Youngster Julian Draxler immer besser in Fahrt, der nächste große Hoffnungsträger. Mit nur 19 Jahren und 170 Tagen absolvierte er gerade als jüngster Bundesligaspieler sein 100. Pflichtspiel und erfüllte sich einen persönlichen Wunsch: "Es war ein Traum für mich als Schalker Junge, ein Tor im Derby gegen den BVB zu schießen." In Sead Kolasinac etabliert sich zudem auf der linken Abwehrseite gerade das nächste 19-jährige Talent in der ersten Elf.

Vier Derbysiege - das wäre möglich

Ein dicker Wermutstropfen war allerdings die Knie-Verletzung des holländischen Angreifers Klaas-Jan Huntelaar. "Innenband-Teilriss: OP nicht notwendig, allerdings wird unser Stürmer einige Spiele fehlen", twitterte der Klub noch am Spieltag. Für Huntelaar wird die Zeit bis zum nächsten Saisonhighlight also zu knapp.

Bedauerlich für Königsblau, denn gegen Galatasaray Istanbul geht es um noch größere Ziele. Nach dem 1:1 im Hinspiel in der Türkei, das als Wendepunkt in der Schalke Krise gesehen werden kann, hat der Klub große Chancen, ins Viertelfinale der Champions League einzuziehen. Das würde Schalke nicht nur einige Millionen Euro reicher machen, sondern auch viel Renommee einbringen.

Im Übrigen muss in der Runde der letzten Acht ja auch nicht Schluss sein. Ein möglicher Gegner wäre Borussia Dortmund, und die Aussicht auf vier Derbysiege in einer einzigen Saison würde bestimmt alle Schalke-Fans elektrisieren.

25. Spieltag

FC Augsburg

-

1. FC Nürnberg

1:2

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FC Bayern München

-

Fortuna Düsseldorf

3:2

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FC Schalke 04

-

Borussia Dortmund

2:1

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SC Freiburg

-

VfL Wolfsburg

2:5

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1. FSV Mainz 05

-

Bayer Leverkusen

1:0

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SpVgg Greuther Fürth

-

TSG 1899 Hoffenheim

0:3

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Borussia Mönchengladbach

-

SV Werder Bremen

1:1

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Hannover 96

-

Eintracht Frankfurt

0:0

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VfB Stuttgart

-

Hamburger SV

0:1

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