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Formel 1: McLaren ohne Lewis Hamilton in der Krise

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McLaren hat schon jetzt den Anschluss verloren

19.03.2013, 11:50 Uhr | dpa, t-online.de

Formel 1: McLaren ohne Lewis Hamilton in der Krise. Ratloser Blick bei Jenson Button (Quelle: imago/LAT Photographic)

Ratloser Blick bei Jenson Button (Quelle: LAT Photographic/imago)

Was ist bloß mit McLaren ohne Lewis Hamilton los? Nach dem plötzlichen Abschied des Briten zu Mercedes ist der Rennstall tief in die Krise gerutscht. Der Abtrünnige zeigt auch wenig Mitgefühl. "Ich schaue nicht zurück. Sie werden es schon wieder hinbekommen", sagte er. Die Lage beim britischen Traditionsteam ist aber verfahren.

Das Auto hat sich schon als Fehlkonstruktion erwiesen, im bisherigen Technik-Chef Paddy Lowe verlässt eine weitere Zentralfigur das Team bald Richtung Mercedes. Und der Titelsponsor macht sich demnächst auch aus dem Staub.

Verzweiflung über ein rätselhaftes Auto

"Es ist ziemlich hart im Moment, aber wir sind ein starkes Team und müssen den Ausweg finden", erklärte Teamchef Martin Whitmarsh. Noch im Herbst hatten sich viele Experten mächtig gewundert, als Hamilton das Siegerteam McLaren gegen den strauchelnden Werksrennstall aus Stuttgart eintauschte. McLaren hatte am Ende des Vorjahres das wohl beste Auto der Formel 1. Da sich die Regeln zur neuen Saison kaum änderten, wirkte das wie eine perfekte Basis für den Angriff auf den ersten Titel seit Hamiltons Triumph 2008.

Doch ziemlich überraschend entschied sich McLaren, das Auto ganz neu zu konzipieren. Das Ergebnis: In Australien fuhren Jenson Button und Neuzugang Sergio Perez mit Mühe auf die Plätze neun und elf. Der Rückstand zur Spitze ist gewaltig. "Uns fehlt der Abtrieb, uns fehlt die Stabilität. Es ist nicht nur ein Problem", bekannte Perez. Der Beobachter der Londoner "Times" sah in den Gesichtern der McLaren-Crew bereits "Verzweiflung" über ein "rätselhaftes Auto".

Button resigniert schon fast

Button, der Weltmeister von 2009, stellt sich vor dem zweiten Saisonrennen in Malaysia am Sonntag schon auf bittere Monate ein. "Das ist nichts, was wir über Nacht ändern können", betonte der 33-Jährige. Die Schwächephase zur Mitte der Vorsaison sei mit der aktuellen Notlage nicht vergleichbar. "Es muss noch viel mehr passieren als im vergangenen Jahr, damit wir wieder zur Spitze aufschließen können", urteilte Button.

Da kommt die beschlossene Trennung von Top-Ingenieur Lowe zur Unzeit. Der 50-Jährige wurde wegen seines wohl sicheren Wechsels zu Mercedes bei McLaren für diese Saison kalt gestellt, damit er nicht zu viele frische Interna mitnehmen kann. Seine Expertise dürfte sein alter Arbeitgeber aber bei der Aufholjagd vermissen.

Ein Bezahlfahrer war vor kurzem noch undenkbar

Und auch finanziell muss der zweitälteste Rennstall der Formel 1 um den Anschluss bangen. Nach sechs Jahren stellt der Telekommunikations-Riese Vodafone zum Saisonende seine Zahlungen ein. Zudem muss McLaren wegen der Scheidung vom langjährigen Partner Mercedes inzwischen Millionen für seine Motoren bezahlen. So wurde in Perez ein Fahrer verpflichtet, der frische Sponsoren aus Mexiko mitbringt, aber längst nicht das Kaliber seines Vorgängers Hamilton hat. So etwas wie ein Bezahlfahrer beim stolzen McLaren-Team - vor kurzem war das noch undenkbar.

Und so dürften sie beim britischen Traditionsteam in stillen Stunden noch ihrem verlorenen Sohn Hamilton nachtrauern. Der aber hat mit der Vergangenheit abgeschlossen. "Lewis hat mir gesagt, er hätte sich eher ein Jahr Auszeit genommen, als weiter für McLaren zu fahren", verriet Formel-1-Chef Bernie Ecclestone. Hamiltons Gefühl hat ihn offenbar nicht getäuscht.

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