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Jacques Villeneuve schießt gegen Sebastian Vettel und die Formel 1

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Villeneuve lästert über Vettel

21.03.2013, 09:15 Uhr | sid

Jacques Villeneuve schießt gegen Sebastian Vettel und die Formel 1. Starke Worte: Jacques Villeneuve lässt sich über die Formel 1 aus. (Quelle: imago/PanoramiC)

Starke Worte: Jacques Villeneuve lässt sich über die Formel 1 aus. (Quelle: imago/PanoramiC)

Jacques Villeneuve meldet sich mal wieder zu Wort - und wie. Der 41 Jahre alte Ex-Weltmeister hat einmal mehr zum großen Rundumschlag gegen Sebastian Vettel und die Formel 1 ausgeholt. "Er ist superschnell, aber unter Druck macht er Fehler. Wenn er führt, ist alles okay, aber wenn es mal nicht so läuft, hat er seine Nerven meistens nicht im Griff", sagt der Kanadier über den dreimaligen Champion im Interview mit der "Sport Bild" und "Auto Bild Motorsport".

"Der Unterschied zu Fernando Alonso und Lewis Hamilton ist, dass die immer kämpfen. Egal, auf welchem Platz sie gerade liegen. Egal, wie gut das Auto gerade ist. Die fahren sich immer gleich die Eier aus der Hose. Diesen Eindruck vermittelt mir Vettel nicht", lästerte Villeneuve.

Der Favorit heißt dennoch Red Bull

Der 41-Jährige, der in dieser Saison für zwei TV-Sender als Experte im Einsatz ist, hatte bereits im vergangenen Jahr abfällig über Vettel geäußert: "Er verhält sich wie ein Kind." Trotzdem räumt der Weltmeister von 1997 dem Deutschen und Red Bull auch in dieser Saison wieder gute Chancen ein.

"Red Bull ist wieder das Team, das es zu schlagen gilt. Ihre größte Stärke heißt Adrian Newey. Er kann immer den Unterschied machen, der über den Titel entscheidet", sagte Villeneuve.

"Keine Chance" für Rosberg

Beim neuaufgestellten Mercedes-Team glaubt Villeneuve, dass "die Firmenstruktur mit Niki Lauda und Toto Wolff nicht zur Besserung beitragen wird". Mercedes solle eher handeln wie ein großer Sponsor: Bezahlen, den Motor geben und den Rest den Spezialisten überlassen. Zudem habe Nico Rosberg, "wenn er so fährt wie 2012", gegen seinen neuen Teamkollegen Hamilton "keine Chance".

Gar nichts anfangen kann Villeneuve mit der neuen Generation von Fahrern in der Königsklasse. "Sie kommen zur Strecke, werden von Managern und PR-Strategen ferngesteuert, im Prinzip muss man ihnen noch die Windeln wechseln", sagte der Kanadier: "Mir geht es auch gegen den Strich, dass es mittlerweile so viele Bezahlfahrer gibt - Piloten, denen Sponsoren oder Mami oder Daddy den Spaß bezahlen."

Nur für Schumacher warme Worte

Neben Vettel und Rosberg bekamen auch Nico Hülkenberg (Sauber) und Adrian Sutil (Force-India) ihr Fett weg. "Von beiden erwarte ich nicht viel Herausragendes", sagte Villeneuve.

Immerhin für einen deutschen Formel-1-Star hat der Kanadier warme Worte übrig - seinen alten Erzrivalen Michael Schumacher. "Ich hätte nicht gedacht, dass er mir mal fehlt. Ich hatte ja meine Probleme mit ihm, aber bei ihm wusste man immer, woran man war." Schumachers erfolgloses Comeback bei Mercedes sieht Villeneuve nicht negativ: "Einen siebenfachen Weltmeister kann man nicht demontieren. Diese Titel sind nicht auszulöschen."

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