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Matthias Steiner: Gewichtheben-Olympiasieger beendet Karriere

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Matthias Steiner beendet seine Karriere

23.03.2013, 10:10 Uhr | dpa

Matthias Steiner: Gewichtheben-Olympiasieger beendet Karriere. Matthias Steiner bei den Olympischen Spielen 2012 in London. (Quelle: imago\GEPA pictures)

Matthias Steiner bei den Olympischen Spielen 2012 in London. (Quelle: GEPA pictures/imago)

Sein Olympiasieg in Peking 2008 rührte Millionen, diesmal musste er selbst schlucken: Matthias Steiner verlässt für immer die Heberbühne. "Die Zeit ist reif dafür", sagte der 30-Jährige. Gut einen Monat nach der Geburt seines zweiten Kindes entschied sich Steiner für die Familie. Noch einmal auf den Höhepunkt Olympische Spiele hinzuarbeiten, wollte er sich nicht antun. "Die Familie steht im Vordergrund", fügte seine Frau Inge hinzu.

Foto-Show: Matthias Steiner - Karriere in Bildern

Steiners letzter Auftritt auf der großen Bühne bleibt damit der Schock- und Schreckmoment im vergangenen Sommer. Bei den Spielen in London war ihm eine 196-Kilo-Hantel in den Nacken gekracht. Bis in den Januar verspürte er Schmerzen. Dennoch nahm er wieder das Training auf, ohne zu wissen: Wohin geht die Reise? Nach der Geburt seines zweiten Sohnes kam er aber ins Grübeln. "Wie soll es weitergehen?", fragte sich der 150-Kilo-Koloss. Nachts schlafe man nur Stunden, hinzu kämen reichlich Termine, berichtete Steiner, der jüngst eine Vermarktungsagentur mit seiner Frau gegründet hatte.

Herz hängt weiterhin am Gewichtheben

"Wenn meine Söhne 20 sind, brauchen sie mich nicht mehr. Sie brauchen mich jetzt! Ich möchte kein Vater sein, der nur weg ist", begründete Steiner seine Entscheidung - gegen den Sport, für die Familie. Eigentlich hatten ihn die Weltmeisterschaften im Oktober gereizt. Doch es kam anders.

Er gab allerdings zu, dass sein Herz weiterhin am Gewichtheben hänge. Wenn er nach der Entscheidung noch trainieren gehe, sei Wehmut dabei, bekannte er. "Als ich sie dann für mich ausgesprochen habe, musste ich schon schlucken", sagte Steiner.

"Er ist ein ganz toller Mensch"

Einen Kloß im Hals hatte auch Christian Baumgartner, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber. "Er ist einer der größten Gewichtheber, die wir in Deutschland hatten. Er hat für eine Sternstunde des Sports gesorgt. Matthias hat von allen unseren Athleten die größte Wahrnehmung in der Öffentlichkeit erreicht", lobte Baumgartner den Olympiasieger und Vize-Europameister des vergangenen Jahres. "Und er ist ein ganz toller Mensch."

2008 hatte Steiner für einen der emotionalsten und ergreifendsten Momente in Peking gesorgt. Bei der Siegerehrung hielt er ein Foto seiner im Jahr zuvor bei einem Unfall ums Leben gekommenen ersten Frau hoch. Für sie habe er das Gold gewonnen, sagte der gebürtige Österreicher. Für sie war er nach Deutschland gezogen und hatte die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt. Erst wenige Monate vor seinem Gold-Triumph von China hatte er den Pass bekommen.

Zu Monatsbeginn noch unschlüssig

Die Entscheidung aufzuhören habe er nicht hinauszuzögern versucht, bekräftigte Steiner. Zu Monatsbeginn hatte sich der WM-Zweite von 2010 noch unschlüssig gezeigt. "Ich möchte mich noch nicht festlegen", hatte er gesagt.

Verbandschef Baumgartner ist sich sicher: "Auch in seiner beruflichen Karriere wird er Erfolg haben." In der Öffentlichkeit will er weiterhin präsent sein. Beispielsweise in der TV-Spielshow "Steiner gegen alle". Irgendwie ist auch das wie Gewichtheben. Nur stemmt der Superschwergewichtler nicht mehr Hanteln, dann zieht er Pferdewagen oder Autos.

 
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