Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Nico Rosberg ist nach Mercedes-Stallorder mächtig gefrustet

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Stallorder sorgt für Frust bei Rosberg

25.03.2013, 10:06 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Nico Rosberg ist nach Mercedes-Stallorder mächtig gefrustet. Nico Rosberg (hinten) rückt Lewis Hamilton auf die Pelle. (Quelle: xpb)

Nico Rosberg (hinten) rückt Lewis Hamilton auf die Pelle. (Quelle: xpb)

Mercedes war beim Großen Preis von Malaysia das zweitbeste Team und scheint sich endlich wieder in der Weltspitze zu etablieren. Dennoch gibt es dunkle Wolken am Sternenhimmel. Denn der dritte Platz von Lewis Hamilton hätte eigentlich Nico Rosberg gehört. Stattdessen musste der Deutsche sich mit Rang vier begnügen.

Rosberg war zum Ende des Rennens viel schneller als Hamilton. Um Sprit zu sparen, musste der Brite langsamer fahren. Das Team hatte Rosberg jedoch untersagt, seinen Teamkollegen zu überholen.

Formel 1 - Video 
Angefressener Rosberg spricht über Stallorder

Die Enttäuschung beim Mercedes-Piloten ist groß. Video

Rosberg schluckt den Frust herunter

Anders als Sieger Sebastian Vettel hatte der Wahl-Monegasse sich widerwillig dem Befehl aus der Box gefügt. Während Vettel seinem Red-Bull-Rivalen Mark Webber nach einem hartem Manöver die Führung abjagte, zeigte sich Rosberg als echter Sportsmann und steckte zurück. Im Parc ferme angekommen, funkte er seinem Team aber genervt: "Ich werde euch noch daran erinnern."

Ansonsten schluckte Rosberg seinen Frust über die Teamanweisung runter. "Es war ein Hammer-Gefühl da draußen, nach den zuletzt schwierigen Jahren sind wir in Schlagdistanz zur Spitze", sagte er. "Für uns als Team war es ein wichtiger Meilenstein. Es war wichtig, Stabilität reinzubringen. Wenn es für uns konstant besser läuft, sind auch Team-Fights drin."

Rosberg: "Akzeptiert, aber nicht eingesehen"

Hamilton war das schlechte Gewissen deutlich anzusehen. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, ging er auf Rosberg zu und umarmte ihn. Rosberg sah zwar nicht glücklich aus, aber er schüttelte seinem neuen Teamkollegen die Hand. "Ich habe es akzeptiert, aber nicht eingesehen", gab er später zu Protokoll.

Auf dem Siegerpodest war ein ebenso ungewohntes wie bizarres Bild zu sehen: Neben den beiden finster drein schauenden Red-Bull-Stars, bei denen der Haussegen ebenfalls schief hängt, konnte auch Hamilton nicht lächeln. Er wusste ganz genau, dass Rosberg der Schnellere war. "Es ist nicht das beste Gefühl, hier oben zu sein", gab er offen zu. "Ich muss mich auch bei Nico bedanken. Er fuhr das Rennen cleverer und kontrollierter als ich und hätte meinen Platz auf dem Podium heute verdient gehabt", bekannte der Brite. "Natürlich sollte auch Nico auf dem Podest stehen, denn er war heute etwas schneller."

Lauda vs. Brawn

Aufsichtsratschef Niki Lauda gefiel das Überholverbot, dass Teamchef Ross Brawn ausgeprochen hatte, überhaupt nicht. "Aus sportlicher Sicht war das falsch. Sie hätten sie fahren lassen sollen. Dann wäre Nico Dritter geworden", polterte Lauda am RTL-Mikrofon. Brawn verteidigte die Entscheidung: "Natürlich war das hart für Nico und ich verstehe seine Enttäuschung, aber wir haben jetzt ein Auto, mit dem wir vorne mitkämpfen können, und es werden sich in dieser Saison noch viele Möglichkeiten ergeben, um gute Resultate zu erzielen."

Formel 1 - Video 
"Vettel bricht den Nicht-Angriffs-Pakt"

Analyse: Danner und Wasser über einen verrückten Grand-Prix. Video

Doch damit ist das letzte Wort offenbar noch längst nicht gesprochen. "Wir müssen mit Ross reden, ob diese Strategie jetzt immer so angewandt wird", kündigte Lauda an. Langfristig will sich Rosberg nämlich nicht in die Rolle der Nummer zwei fügen.

Wolff: "Nächstes Mal fährt der Nico vor dem Lewis"

Der neue Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff mühte sich im Fahrerlager um vermittelnde Worte. "Aus sportlicher Sicht ist das nicht, was wir sehen wollen", räumte der Österreicher ein. Bei beiden Piloten sei jedoch das Benzin knapp geworden, deshalb habe man weitere Duelle im Kampf um den Podiumsplatz verhindern wollen.

Diese Aussage wiederum irritierte Rosberg merklich. "Ich musste nicht Sprit sparen, es war alles im grünen Bereich", sagte der 27-Jährige. Gemeinsam mit Brawn müsse man "überdenken, ob das wirklich die richtige Entscheidung war." Der neue Aufräumer Wolff versprach für die nächsten Rennen präzisere Verabredungen für den Wiederholungsfall. "Dann fährt der Nico vor dem Lewis", verfügte Wolff.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
UMFRAGE
Wer wird Formel-1-Weltmeister 2013?
Anzeige
Video des Tages
Rutschpartie des Jahres 
Selbst der Schneepflug scheitert an diesem Hügel

Das Video begeistert schon mehr als 22 Millionen Menschen im Internet. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

Shopping
Macht den Kaffeemoment zur besten Zeit des Tages

Siemens Kaffeevollautomat der EQ Serie: Erfahren Sie vollendeten Kaffeegenuss. von OTTO

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal