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Olympia-Kandidat Istanbul will Verkehrsinfarkt verhindern

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Olympia-Kandidat Istanbul will Verkehrsinfarkt verhindern

26.03.2013, 16:13 Uhr | dpa

Olympia-Kandidat Istanbul will Verkehrsinfarkt verhindern. Istanbul will die Chancen für eine Olympia-Ausrichtung mit Versprchen vergrößern.

Istanbul will die Chancen für eine Olympia-Ausrichtung mit Versprchen vergrößern. (Quelle: dpa)

Istanbul (dpa) - Mit einem deutlichen Ausbau des Schienenverkehrs will Istanbul bei einem Zuschlag für die Olympischen Spiele 2020 Staus und Verkehrschaos verhindern.

"Wir investieren deutlich, um den Privatverkehr von Autos auf den öffentlichen Nahverkehr umzulagern", sagte Muzaffer Hacimustafaoglu, im Bewerberteam für die Organisation der Verkehrsinfrastruktur zuständig, in Istanbul. Der Anteil von U- und S-Bahnen am Nahverkehr solle von jetzt 19 Prozent auf 50 Prozent im Jahr 2020 steigen.

Die Türkei erklärte der Evaluierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), wie ein Verkehrsinfarkt in der Stadt verhindert werden kann. Pläne gebe es auch für ein 105 Kilometer langes System aus "Olympiastraßen", für die es Zugangsbeschränkungen geben werde, erklärte das Bewerberteam. Verbindungen zwischen Asien und Europa über den Bosporus sollten bei einem Zuschlag für die Spiele verdoppelt werden. "Istanbul ist bereit für 2020", sagte Hacimustafaoglu. Der Ausbau der Infrastruktur decke sich mit den Zielen der Stadtentwicklung.

Bei einem Zuschlag für die Ausrichtung der Olympischen Spiele hat die Türkei auch mehr als 100 000 Zimmer für Athleten, Betreuer und Zuschauer in Istanbul versprochen. Davon sollen mehr als zwei Drittel in einem Umkreis von zehn Kilometern zum europäischen Zentrum der Stadt liegen, sagte Feza Solaklar, die bei einem Ja-Wort der IOC-Mitglieder für Unterkünfte verantwortlich sein soll. Mehr als 72 Prozent der Zimmer seien in Hotels in der Stadt, die bereits jetzt neun Millionen Besucher im Jahr habe.

Tourismusminister Ömer Celik sagte vor Journalisten, die türkische Regierung wolle sicherstellen, dass es keine Preisexplosion in den Hotels oder versteckte Steuererhöhungen vor den Spielen geben werde. Er warb wie schon andere Minister in den Tagen zuvor für die Kandidatenstadt Istanbul. Die Türkei sei ein islamisches Land und zugleich eine stabile Demokratie. Istanbul selbst liege an einem Schnittpunkt der Kulturen.

Die IOC-Prüfer untersuchen seit dem vergangenen Wochenende die türkischen Pläne für eine Austragung der Spiele in Istanbul. Die IOC-Kommission hat bereits Istanbuls Konkurrenten Tokio und Madrid besucht. Die Entscheidung über den Austragungsort der Olympischen Spiele 2020 fällt auf der IOC-Vollversammlung am 7. September in Buenos Aires.

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