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Formel 1: Red Bull schafft Stalloder ab

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Stallorder bei Red Bull ade: Freie Fahrt für Vettel

10.04.2013, 12:09 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Formel 1: Red Bull schafft Stalloder ab. Vettel (vorne) und Webber dürfen sich ab sofort auf Lust und Laune attackieren. (Quelle: imago/HochZwei)

Vettel (vorne) und Webber dürfen sich ab sofort auf Lust und Laune attackieren. (Quelle: HochZwei/imago)

Der Formel-1-Rennstall Red Bull sagt wieder "Nein" zur Teamorder. Das kündigte Motorsportchef Helmut Marko vor dem Großen Preis von China am Sonntag an. "Stallorder wird es bei uns keine mehr geben", sagte der Österreicher der "Sport Bild". Das Team zog damit die Lehren aus dem Sieg-Zoff in Malaysia.

Dort hatte der dreimalige Weltmeister Sebastian Vettel entgegen der Anordnung durch den Kommandostand seinen in Führung liegenden Rivalen Mark Webber überholt und ihm so den Sieg weggeschnappt.

Stimmung explosiver denn je

Mit der Abschaffung der Stallregie kehrt Red Bull vor dem dritten Saisonrennen auch wieder zum alten Motto zurück: Freie Fahrt für beide Piloten. Das hatte in der Vergangenheit zwar des Öfteren für Zündstoff gesorgt, so einen Zoff wie nach dem Sieg in Sepang hatte es aber nicht gegeben. Nach dem umstrittenen Sieg hatte sich Vettel bei Webber und dem gesamten Team entschuldigt. Red-Bull-Besitzers Dietrich Mateschitz sei laut Marko "sehr angefressen" gewesen.

Beide Fahrer haben sich seitdem nicht mehr zu den Vorfällen geäußert, ihr erstes öffentliches Aufeinandertreffen in Shanghai wird deshalb mit Spannung erwartet - jede Geste und jedes Wort werden sicher auf dir Goldwaage gelegt. Die Stimmung ist explosiver denn je, der Streit droht zu eskalieren.

Horner stärkt Vettel

Teamchef Christian Horner hat bereits seinen Standpunkt der neuen alten Teamphilosophie angepasst. "Sebastian hätte nie so viel gewonnen, wenn er eine unterwürfige Person wäre. Wenn Fernando Alonso oder Lewis Hamilton in dieser Position gewesen wären, hätten sie dasselbe gemacht", sagte er und stellte klar: "Auch Webber hat sich vorher schon mehrmals nicht an Weisungen des Teams gehalten."

Der Verbleib Webbers bei Red Bull über die Saison hinaus ist weiter offen. Marko bestätigte noch einmal, dass sich das Weltmeister-Team nach Alternativen umschaue. "Kimi Räikkönen ist jemand, der bei uns auf der Liste für das nächste Jahr steht", so Marko. Der ehemalige Weltmeister und Gewinner des Auftakt-Grand-Prix in Australien gilt als guter Kumpel von Vettel.

Villeneuve setzt auf Alonso

Experten wie die beiden Ex-Champions Jacques Villeneuve und Sir Jackie Stewart glauben unterdessen, dass Vettel nach dem ganzen Zoff nicht mehr der uneingeschränkte Favorit auf den WM-Titel ist. "Ich würde all mein Geld jetzt auf Fernando Alonso und Kimi Räikkönen wetten", sagte Villeneuve, da Vettel nicht mehr mit der Unterstützung Webbers rechnen könne: "Dieses Jahr könnte Ferraris Jahr werden."

Bei der Scuderia gebe es mit Alonso eine klare Nummer 1 und einen treuen Vasallen namens Felipe Massa. Laut Stewart wird Vettel in dieser Saison aber auch noch von einem bisher unterschätzten Konkurrenten gejagt. "Mercedes ist in der Lage, Rennen zu gewinnen, und Lewis (Hamilton, d. Red.) wird aus jedem Auto überragende Leistungen herausholen", sagte der Schotte: "Sie können um den Titel kämpfen."

Vettel lässt der Streit kalt

Vettel selbst bleibt bei der ganzen Aufregung gelassen. Da er nun freie Fahrt hat und im Rennen meist die stärkere Performance zeigt, wird er wohl gestärkt aus der Affäre hervorgehen. Der Weltmeister hat Durchsetzungsfähigkeit bewiesen - die DNA eines Champions. Und der Dauerzoff mit Webber lässt ihn seit jeher kalt. Ihre Beziehung umschreibt er so: "Jeder der uns kennt weiß, dass Mark und ich nicht die besten Freunde sind."

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