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Dallas-Desaster für Nowitzki: NBA-Playoffs verpasst

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Dallas-Desaster für Nowitzki: NBA-Playoffs verpasst

11.04.2013, 13:14 Uhr | dpa

Dallas-Desaster für Nowitzki: NBA-Playoffs verpasst. Dirk Nowitzki hat mit seinen Mavericks die Playoffs endgültig verpasst.

Dirk Nowitzki hat mit seinen Mavericks die Playoffs endgültig verpasst. (Quelle: dpa)

Dallas (dpa) - Schluss, aus, vorbei! Das Dallas-Desaster ist eingetroffen. Erstmals seit 13 Jahren finden die Playoffs in der NBA ohne die Mavericks und Dirk Nowitzki statt.

Nur zwei Jahre nach der umjubelten Meisterschaft sind die Texaner am Tiefpunkt angelangt - und stehen vor einem ebenso langen wie richtungsweisenden Sommer.

Nachdem es Clubboss Mark Cuban bislang nicht gelungen ist, ein neuerliches Topteam zusammenzustellen, ist der Milliardär in den kommenden Monaten mehr denn je gefordert. Nur wenn er es schafft, Nowitzki endlich weitere Spitzenspieler an die Seite zu stellen, wird der diesjährige Frühjahrs-K.o. eine Ausnahme bleiben. Sonst droht in Texas wieder Mittelmaß wie in der Vor-Nowitzki-Ära.

Mit einem Handtuch über dem Kopf und versteinerter Miene verfolgte Nowitzki auf der Bank die letzten Sekunden der 91:102-Niederlage gegen die Phoenix Suns. Da kurz danach die Los Angeles Lakers bei den Portland Trail Blazers dank einer 47-Punkte-Gala von Kobe Bryant mit 113:106 gewannen, haben die Mavs bei vier ausstehenden Spielen keine Chance mehr auf die Playoffs. "Das war einfach eine schreckliche, schreckliche, enttäuschende Niederlage", sagte der 34-Jährige. Zwölfmal nacheinander hatte er Dallas in die Playoffs geführt, nur die San Antonio Spurs haben aktuell eine längere Serie mit 16 Teilnahmen.

Trotz Knöchelproblemen spielte Nowitzki von Beginn an und war mit 21 Punkten hinter Shawn Marion (22) zweitbester Werfer. Doch wie so häufig in dieser verkorksten Spielzeit agierte das Team von Trainer Rick Carlisle zu schwankend und kassierte gegen die chronisch erfolglosen Suns eine verdiente Niederlage. "Wir alle haben heute die Leistung nicht gebracht, ich stehe ganz oben auf der Liste", sagte Carlisle zerknirscht.

Nowitzki nahm das endgültige Playoff-Aus dagegen fast schon gleichgültig zur Kenntnis. "Wir hatten eh keine große Chance mehr", meinte der niedergeschlagene Superstar. "Es ist ja nicht so, dass unsere Hoffnungen heute zerschmettert wurden. Es sah ja schon seit zwei, drei Wochen nicht gut aus." Wochenlang hatten sich die Texaner dennoch an den dünnen Strohhalm geklammert. Doch über die gesamte Spielzeit gesehen hatte es der Champion von 2011 auch nicht verdient, zu den besten acht Teams in der Western Conference zu gehören.

Der Leitwolf durchlebte selbst die schwerste Saison seit seinem Wechsel in die USA. Erst musste er im Sommer mit ansehen, wie ein Superstar nach dem anderen einen Wechsel nach Dallas ablehnte. Dann setzte ihn eine Knieverletzung die ersten 27 Spiele aus dem Gefecht, wodurch sein Team frühzeitig ins Hintertreffen geriet. Der Rest war ein ständiges Auf und Ab mit deutlich mehr Tiefschlägen als Hoffnungsschimmern.

Es kann also nur besser werden für Nowitzki, der jetzt erst einmal viel, viel Zeit mit seiner schwangeren Frau Jessica verbringen kann. Doch zunächst will er die Saison zumindest noch anständig zu Ende spielen. "Ich werde wie jeder andere auch bei den letzten vier Partien dabei sein und versuchen, die Saison zumindest mit einer positiven Bilanz zu beenden", sagte der Blondschopf, dessen sprießender Bart nach der Niederlage weiter wachsen wird.

Danach hofft er auf positive Nachrichten vom Transfermarkt, der am 1. Juli öffnet. Dabei will Nowitzki auch selbst helfen, wenn Cuban ihn fragt. "Wenn er mich dafür braucht, würde ich das gerne machen", meinte der Würzburger. "Wir brauchen ein paar Jungs, die uns wieder auf das höchste Level bringen können. Wir wollen im Westen zu den vier besten Teams gehören."

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