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Red Bull: Sebastian Vettel gießt im Zoff mit Mark Webber Öl ins Feuer

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Vettel: "Mark hatte den Sieg nicht verdient"

11.04.2013, 15:32 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Red Bull: Sebastian Vettel gießt im Zoff mit Mark Webber Öl ins Feuer. Racer durch und durch: Sebastian Vettel (Quelle: imago/Crash Media Group)

Racer durch und durch: Sebastian Vettel (Quelle: Crash Media Group/imago)

Kurz vor dem Start des Großen Preises von China in Shanghai droht der Zoff zwischen den Red-Bull-Rivalen Sebastian Vettel und Mark Webber zu eskalieren. Der dreimalige Weltmeister kritisierte den Australier mit scharfen Worten. "Ich habe den Funkspruch nicht verstanden. Hätte ich ihn verstanden, hätte ich darüber nachgedacht, die Positionen zu halten. Aber ich hätte wohl wieder so gehandelt", sagte Vettel.

"In Anbetracht der Ereignisse in den letzten Jahren, glaube ich, dass der Mark es nicht verdient gehabt hätte, dass ich den zweiten Platz halte und ihm den Sieg überlasse", legte Vettel nach und ergänzte: "Es gab mehr als eine Situation in der Vergangenheit, als er dem Team hätte helfen können, er es aber nicht tat", sagte Vettel. "Um ganz ehrlich zu sein, gab es nie Unterstützung von seiner Seite."

Prominente Unterstützung

Zuvor hatte der Heppenheimer bereits klargestellt: "Ich liebe das Racing und entschuldige mich nicht fürs Gewinnen. Dafür bin ich an erster Stelle geholt worden und darum bin ich hier."

Unterstützung erhält er von Marc Surer. "Es ist leider so, dass nette Fahrer nicht Weltmeister werden. Die einzige Ausnahme ist Jenson Button. Ansonsten haben alle ein ausgeprägtes Ego und verfolgen ihre Ziele ohne Rücksicht auf andere", sagte der Ex-Rennfahrer. Vettel habe den "Rückhalt des Teams, ist dreimal Weltmeister geworden. Da kann man sich auch mal über eine Teamorder hinwegsetzen."

Stallorder gibt's nicht mehr

Diese wird es bei Red Bull nicht mehr geben. Nach dem umstrittenen Überholmanöver von Vettel in Malaysia - wodurch er Webber den Sieg klaute - hat der Rennstall die Stallorder wieder aufgehoben. "Stallorder wird es bei uns keine mehr geben", sagte Motorsportchef Helmut Marko der "Sport Bild".

Eisige Stimmung seit Türkei-Rennen 2010

Mit anderen Worten: Beide Fahrer dürfen sich ab sofort nach Lust und Laune attackieren - was extrem gefährlich sein kann. Die Stimmung ist explosiver denn je, der nächste Crash fast schon vorprogrammiert. Zu Erinnerung: Beim Rennen in Istanbul 2010 schossen sich Vettel und Webber ab, seitdem können sich beide - trotz einiger Vermittlungsversuche der Teamverantwortlichen - nicht mehr leiden.

Bisher haben es Vettel und Webber zumindest nach außen geschafft, den Burgfrieden mit Mühe zu wahren. Trotzdem glaubt Marko nach dem Zoff in Malaysia, dass eine Stallorder auf Dauer nichts bringt und rechtfertigt die Neuausrichtung so: "Wenn zwei Alphatiere Rad an Rad fahren, hören sie auf keinen Funkspruch und gar nichts."

955.000 Euro durch die Lappen gegangen

Im Konflikt zwischen Vettel und Webber geht es nicht nur um Siege, sondern auch um viel Geld. Wie "Bild.de" nachgerechnet hat, ging Webber durch den geklauten Sieg von Malaysia eine Gewinnprämie von rund 955.000 Euro flöten. Auch in China könnte wieder beim Weltmeister statt beim Australier die Kasse klingeln. Vettel gilt als Asien-König, kein Fahrer hat dort mehr Rennen gewonnen als der Triple-Champion. 17 Erfolge stehen zehn Siege außerhalb des Kontinents gegenüber.

Frustrierend dürfte für Webber zudem die Tatsache sein, dass er bei Red Bull gefühlt als Nummer zwei gilt. Nach dem Malaysia-Zoff steht der 36-Jährige sogar als doppelter Verlierer da. Seitdem halten sich hartnäckig Gerüchte, dass er am Ende der Saison durch Landsmann Daniel Ricciardo vom Schwester-Team Toro Rosso abgelöst werden soll. Auch Ex-Weltmeister und Vettel-Kumpel Kimi Räikkönen ist im Gespräch.

Webber bleibt gelassen

Trotz allem bleibt Webber ganz cool und spielt den Zoff nun sogar herunter. "Dass die Emotionen hochschlagen, ist normal. Das ist Teil des Jobs", sagte er. "Wir können das nicht mit uns rumschleppen." Vettel hingegen sieht das anders. "Ich würde, um ehrlich zu sein, nicht von Vertrauen sprechen, wir haben ein professionelles Verhältnis."

Ans Aufgeben denkt Webber nach wie vor nicht. "Ich habe noch nie zu diesem Zeitpunkt der Saison eine Entscheidung über die Zukunft meiner Karriere getroffen", betonte er und kann sich eine Vertragsverlängerung vorstellen. "Ich plane stets von Jahr zu Jahr."

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