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Für Mark Webber kommt es in China knüppeldick

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Webber ironisch: "Das komplettiert ein tolles Wochenende für mich"

14.04.2013, 15:57 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Für Mark Webber kommt es in China knüppeldick. Mark Webber ist nach dem China-Grand-Prix bedient. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Mark Webber ist nach dem China-Grand-Prix bedient. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Mark Webber hat wohl von allen Formel-1-Fahrern das frustrierendste Wochenende erlebt. Nachdem ihm Red-Bull-Kollege Sebastian Vettel vor drei Wochen in Malaysia den Sieg vor der Nase weggeschnappt hatte und damit einen giftigen Hauskrach auslöste, erlebte der Australier in China einen Horror-Grand-Prix. Als der Tiefpunkt nach dem verpatzten Qualifying und dem bitteren Aus im Rennen erreicht schien, kam es hinterher noch dicker für den 36-Jährigen. Die Rennkommissare gaben ihm die Schuld an einer Kollision mit dem Toro Rosso von Jean-Eric Vergne. In Bahrain muss Webber nun drei Plätze weiter hinten starten.

"Ich kam aus der Distanz auf ihn zu, aber er wusste, dass ich da war", beschrieb Webber die knifflige Szene mit dem Franzosen Vergne. Sein Schlusskommentar war pure Ironie: "Das komplettiert ein tolles Wochenende für mich." Nach dem missglückten Überholmanöver und dem anschließenden Boxenstopp war Webbers Auto erst ganz langsam über die Strecke gerollt und dann hatte sich auch noch sein rechtes Hinterrad gelöst und damit das vorzeitige Aus in Shanghai besiegelt. Der Mechaniker hatte das Rad nicht richtig befestigt. Fast hätte der torkelnde Reifen sogar noch seinen Intimfeind Vettel erwischt. Man könnte es Webber nicht übel nehmen, wenn er bei dieser ungewöhnlichen Häufung von Tiefschlägen nicht an Zufall glauben würde.

Vettel verteilt Seitenhieb

Bemerkenswert ist, dass die Kollision mit einem Toro Rosso passierte. Das kleine Schwesterteam von Red Bull geht normalerweise nicht auf Kollisionskurs mit dem großen Bruder, sondern artig aus dem Weg, sobald Webber oder Vettel im Rückspiegel erscheinen.

Vor dem Rennen hatte Vettel seinen Kollegen verbal heftig attackiert. "In Anbetracht der Ereignisse in den letzten Jahren, glaube ich, dass der Mark es nicht verdient gehabt hätte, dass ich den zweiten Platz halte und ihm den Sieg überlasse", legte Vettel im teaminternen Streit nach. "Es gab mehr als eine Situation in der Vergangenheit, als er dem Team hätte helfen können, er es aber nicht tat", sagte Vettel. "Um ganz ehrlich zu sein, gab es nie Unterstützung von seiner Seite." Seit dem Vorfall in Malaysia herrscht Eiszeit zwischen den Teamkollegen, nicht nur verbal, sie würdigen sich keines Blickes.

Über Webber-Nachfolger wird offen spekuliert

Red Bull rügte Vettel daraufhin nicht etwa, sondern stärkte dem Weltmeister den Rücken: "Sebastian hat in seiner Karriere nicht deshalb Erfolg gehabt, weil er unterwürfig war", sagte Teamchef Christian Horner. Die nachträgliche Legitimierung der missachteten Teamorder muss ein herber Tiefschlag für Webber gewesen sein.

Unterdessen wird bereits über einen Nachfolger Webbers und neuen Teamkollegen für Vettel spekuliert. Jüngst machte der Name Kimi Räikkönen die Runde. Zwischen dem Weltmeisterteam und dem Finnen hat sich in den letzten Tagen ein heftiger Flirt entwickelt. "Kimi Räikkönen ist jemand, der bei uns auf der Liste für das nächste Jahr steht", sagte Helmut Marko, der mächtige Motorsportberater von Red Bull. Auch der Iceman hat sich bereits grinsend dazu geäußert. "Ich habe noch keinen neuen Vertrag für die nächste Saison. Mal sehen, ob ich ein Cockpit finde. Wir werden sehen, was passiert", sagte der Lotus-Pilot, der mit dem zweiten Platz in China erneut ein tolles Bewerbungsschreiben abgeliefert hat.

Hiobsbotschaften nehmen kein Ende

Dass Webber bei den Bullen nach dem offenen Ausbruch des Kleinkrieges im Team für die nächste Saison keinen neuen Vertrag mehr erhält, gilt als ausgemacht.

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Am Samstag wurde Webber wegen einer peinlichen Tankpanne strafversetzt. In seinem Boliden befand sich zu wenig Benzin, die Abfüllanlage soll nicht richtig funktioniert haben, hieß es. Webber schaffte es deshalb nicht wieder zurück an die Box. Als Strafe musste er beim Rennen von ganz hinten starten. Am Sonntag folgte nach einem Getriebewechsel die Verbannung in die Boxengasse, schließlich das Aus und die nächste Strafe. Viel mieser kann es kaum laufen.


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