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Turn-Youngster vor EM-Bewährung

17.04.2013, 11:05 Uhr | dpa

Turn-Youngster vor EM-Bewährung. Elisabeth Seitz fehlt in Moskau.

Elisabeth Seitz fehlt in Moskau. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Neue Namen, doch kein Neuanfang bei den Turn-Europameisterschaften. "Neuanfang würde heißen, dass wir am Boden liegen. Und das ist nun wahrlich nicht der Fall", meinte Cheftrainerin Ulla Koch vor dem ersten Start ihres Trios in Moskau.

Nicht eine der fünf Olympia-Turnerinnen von London ist im Sportkomplex Olimpiski am Start. Eine komplette Riege nimmt sich eine Auszeit. "Beim Turnfest im Mai werden wir alle an den Geräten wiedersehen", verkündete Ulla Koch: "Auch Oksana Chusovitina."

Dass die 37-jährige Powerfrau nach ihrem Wechsel in den usbekischen Verband in Mannheim nur als Gaststarterin dabei ist, verschweigt die Cheftrainerin. Bis auf die verletzte Janine Berger werden die Stützen der deutschen Olympia-Riege, Elisabeth Seitz, Nadine Jarosch und Kim Bui, bei den deutschen Meisterschaften wieder antreten und die Herausforderungen der jungen Generation annehmen müssen. "Es macht echt Spaß, mit so erwachsenen Frauen zu arbeiten", berichtete Ulla Koch und man sieht ihr die Genugtuung an, dass trotz aller Quälerei im Training und mancher Rückschläge keine Athletin nach Olympia aufgehört hat.

Seitz, Jarosch, Pia Tolle und Anja Rheinbay haben bis Anfang Mai Abiturprüfungen, die Stuttgarterin Kim Bui fehlt in Moskau wegen eines Praktikums im Rahmen ihres Studiums. Dafür stehen neben Lisa-Katharina Hill, die den Olympia-Zug nur knapp verpasst hatte, nun die Youngster Cagla Akyol und Sophie Scheder vor ihrer EM-Bewährung. Der 16-jährigen Scheder aus Chemnitz könnte am Stufenbarren sogar der Einzug ins Finale gelingen, wenn die Schmerzen, die sie seit November quälen, nicht zu störend sind. "Da hat sich Flüssigkeit im Knochen gebildet, ein Knochen-Ödem in der Hüfte", berichtete Ulla Koch. Deshalb darf die Junioren-Europameisterin nur eingeschränkt trainieren und in Moskau nur an ihrem Lieblingsgerät starten.

Team-Küken ist die erst 15 Jahre alte Cagla Akyol, deren Eltern aus dem türkischen Trabzon kommen. "Ich bin sehr aufgeregt vor dem ersten großen Wettkampf", gestand die aus Heidelberg stammende Cagla, die bereits seit zehn Jahren auf den Turnmatten steht. Von ihrer Nominierung erfuhr sie am 1. April, doch ein Aprilscherz war dies keineswegs. "Ich hatte sie schon lange auf meinem Zettel", verriet die Cheftrainerin.

Akyol, die ihr Können schon vor zwei Jahren als Dritte im Team-Wettbewerb der europäischen Jugendspiele gemeinsam mit Scheder und Berger unterstrichen hatte, ziert sich noch ein wenig, ihre Trainingsgefährtin Eli Seitz, die Olympia-Sechste, als Vorbild zu benennen. "Aber das, was Eli schon erreicht hat, würde ich auch gern schaffen."

Ulla Koch klärt auf: "Cagla hat noch lange nicht so viel Selbstvertrauen wie Eli Seitz. Sie zweifelt noch zu oft an sich selbst, aber ich baue auf sie mit Blick auf Rio 2016." Der Ausrichtung auf die kommenden Spiele gilt die ganze Konzentration der Chefin aus Bergisch Gladbach. "Wichtig ist die Olympia-Quali 2015. Alles andere ist doch Spielerei, jedenfalls wenn es nach dem DOSB geht. Aber trotzdem nehmen wir jeden Wettkampf ernst", meinte die 57-Jährige mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

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