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Formel 1: In Bahrain fliegen schon die Molotow-Cocktails

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In Bahrain fliegen schon die Molotow-Cocktails

18.04.2013, 10:38 Uhr | dpa, sid

Formel 1: In Bahrain fliegen schon die Molotow-Cocktails. "Vulkan des Zorns": Die Proteste gegen das Formel-1-Rennen drohen zu eskalieren. (Quelle: dpa)

"Vulkan des Zorns": Die Proteste gegen das Formel-1-Rennen drohen zu eskalieren. (Quelle: dpa)

Oppositionelle in Bahrain haben vor Beginn des Formel-1-Rennens in dem autoritären Golf-Staat zu den größten Protesten seit langem aufgerufen. "Wir sind nicht gegen den Grand Prix, aber wir wollen, dass die Welt unsere Forderungen hört - Demokratie, Achtung der Menschenrechte und eine gewählte Regierung", sagte Khalil al-Marzooq, einer der Führer der wichtigsten Oppositionspartei von Bahrain.

Unter dem Motto "Vulkan des Zorns" wolle man ab Freitag, dem Beginn des freien Trainings für das Rennen am Sonntag, gegen die "Unterdrückung der Menschen" in Bahrain demonstrieren. Al-Marzooq beschwor friedliche Proteste gegen das Regime, konnte eine Eskalation aber nicht ausschließen: "Gewalt erzeugt Gegengewalt."

Heftige Proteste in Manama

Derzeit kommet es in Manama immer wieder zu Demonstrationen. Auch heute wurden Autoreifen in Brand gesteckt, Molotow-Cocktails flogen und die Polizei setzte Tränengas ein. Die Protestanten trugen teilweise Plakate, auf den das Gesicht von Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone mit einem großen X versehen war.

Seit zwei Jahren kämpft die mehrheitlich schiitische Bevölkerung für mehr Rechte in Bahrain, das seit Jahrhunderten von der Herrscherfamilie Al-Khalifa regiert wird - einer sunnitischen Dynastie. 80 Menschen sind in dem autoritären Land seit dem Ausbruch des Arabischen Frühlings Anfang 2011 ums Leben gekommen. Allein in diesem Monat sollen bisher rund 100 Aktivisten eingesperrt und 30 verletzt worden sein. 2011 war das Rennen in Bahrain abgesagt worden, nachdem die aufkommenden Unruhen von Truppen aus dem benachbarten Saudi-Arabien blutig niedergeschlagen worden waren.

Ecclestone spricht plötzlich von "Schande"

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone versucht, noch schnell die Kurve zu kriegen und eine Eskalation zu verhindern. In einem Brief wandte sich der 82-Jährige an die Aktivisten und kritisierte indirekt das Regime in Bahrain für Menschenrechtsverletzungen. "Es ist eine große Schande, dass ich davon nicht schon vor September 2012 erfahren habe, als der Formel-1-Kalender erstellt wurde. Jetzt ist es zu spät, um noch Änderungen an dem Kalender vorzunehmen", zitiert die Tageszeitung "Die Welt" aus dem Schreiben.

Allerdings ist seit langem bekannt, dass die Herrscherfamilie Al-Khalifa in Bahrain teils mit großer Gewalt gegen Demonstranten vorgeht. Auch führende Menschenrechtsorganisationen hatten Ecclestone immer wieder auf die Menschenrechtsverletzungen in dem Königreich am Persischen Golf aufmerksam gemacht und eine Absage des Rennens gefordert.

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