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Verärgerter Nguyen zuversichtlich vor Barren-Finale

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Verärgerter Nguyen zuversichtlich vor Barren-Finale

18.04.2013, 11:44 Uhr | dpa

Verärgerter Nguyen zuversichtlich vor Barren-Finale. Marcel Nguyen ist für das Finale der Turn-EM in Moskau positiv gestimmt.

Marcel Nguyen ist für das Finale der Turn-EM in Moskau positiv gestimmt. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Bei den beiden deutschen Top-Turnern Nguyen und Hambüchen war mit Beginn des nacholympischen Jahres Unwillen über Änderungen im Regelwerk zu spüren. Der glänzende Auftakt bei der EM in Moskau hat den Ärger etwas verrauchen lassen.

So richtig möchte sich Marcel Nguyen noch immer nicht damit abfinden, dass seine silberne Olympia-Übung am Barren herabgestuft wurde. Im neuen Code d'Pointage des Turn-Weltverbandes FIG wird seine zweite Felge nicht mehr goutiert, was dem deutschen Olympia-Helden von London nicht einleuchten will. "Ich hatte eine Felge mit ganzer Drehung im Programm und eine mit halber Drehung. Das sind für mich zwei völlig verschiedene Elemente", schimpfte der sonst zurückhaltende Stuttgarter bei den Europameisterschaften in Moskau.

Nach dem erreichten Finaleinzug bei der EM hat sich sein Unmut etwas gelegt. Nguyen baute seine Übung um, fügte eine zusätzliche Verbindung ein, die das Punkte-Minus kompensiert. Die Schwierigkeit 6,8 ist in Moskau wiederum die höchste des Feldes. "Ich bin heilfroh, dass ich mit der neuen Übung so durchgekommen bin. Jetzt ist ein wenig Druck weg. In Finale ist mehr möglich", meinte er nach dem vierten Platz im Vorkampf erleichtert. Dieser öffnet dem 25 Jahre alten Sportsoldaten die Tür zum Titel-Hattrick. Schon 2011 in Berlin und 2012 in Montpellier war Nguyen der beste Barren-Turner des Kontinents.

Ähnlich benachteiligt fühlt sich Fabian Hambüchen durch das neue Regelwerk. "Für Kombinationen zwischen Drehungen und Flugelementen gibt es jetzt nur noch ein statt zwei Zehntel. Damit wurde meine Olympia-Übung von Ausgang 7,5 auf 7,2 zurückgestuft", bedauerte der Reck-Spezialist. Da im Gegensatz dazu die Kombination zweier Flieger nicht angetastet wurde, sieht Hambüchen seinen großen Rivalen, den Flug-Spezialisten Epke Zonderland im Vorteil. In London hatte der Niederländer mit seiner spektakulären Flugshow die Herzen der Turnfans erobert und zurecht Olympia-Gold gewonnen.

Der "fliegende Holländer" fehlt in Moskau, so dass sich für Hambüchen die Möglichkeit zum vierten Reck-Titel bei kontinentalen Titelkämpfen nach 2005, 2007 und 2008 eröffnet. Dafür darf er sich im Finale aber nicht solch einen Fehler leisten wie zum Auftakt in der Qualifikation, als er für einen misslungenen Adler mit ganzer Drehung vier Zehntel Abzug bekam und als Fünfter ins Finale rutschte. Am Sonntag muss der kleine Hesse als dritter Turner eine Topleistung vorlegen. Titelverteidiger Emin Garibow als überlegener Gewinner des Vorkampfes (15,30 Punkte) geht vor heimischer Kulisse unmittelbar nach ihm ins Rennen.

Doch Hambüchen hat noch höhere Schwierigkeiten in petto und kündigte an, notfalls auch das größere Risiko zu suchen, um auch beim seinem fünftem EM-Finale eine Medaille zu holen. "Im Finale werden die Karten neu gemischt", meinte er und war mit seinem ersten internationalen Wettkampf nach 165 Tagen Abstinenz wegen Studienverpflichtungen und seiner Fingerverletzung nicht unzufrieden.

Die gravierendsten Einschnitte bringt das nun bis zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gültige Punkte-Werk für die Sprungspezialisten mit sich. Alle Sprünge wurden um einen Zähler herabgestuft, um eine bessere Vergleichbarkeit mit den anderen fünf Geräten zu erzielen. "So lange das alle gleichermaßen betrifft, gibt es nichts zu meckern", meinte der beste deutsche Springer Matthias Fahrig. Der Hallenser zog in Moskau zum fünften Mal in eine EM-Finale beim Sprung ein. Aus Birmingham hatte er 2010 die Silbermedaille mitgebracht, in Mailand war er ein Jahr zuvor schon Dritter gewesen.

Nachdem er am Samstag auch im Bodenfinale von Moskau steht, hat sich der 27-jährige Sportsoldat auch für den Sonntag einiges vorgenommen. "Ich werde den Doppelbück-Salto anbieten", kündigte er an, den Schwierigkeitsgrad beim ersten seiner zwei Sprünge noch einmal zu steigern, um die Podestplätze angreifen zu können. Die deutschen Asse haben sich für den Kampf um die Medaillen viel vorgenommen.

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