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Fahrigs Wandlung: Vom Rebell zum gewieften Taktiker

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Fahrigs Wandlung: Vom Rebell zum gewieften Taktiker

19.04.2013, 10:58 Uhr | dpa

Fahrigs Wandlung: Vom Rebell zum gewieften Taktiker. Matthias Fahrig bei seiner Übung am Barren.

Matthias Fahrig bei seiner Übung am Barren. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Das Thema London ist längst abgehakt. "Das spielt in meinem Kopf überhaupt keine Rolle mehr", sagt Turner Matthias Fahrig, wenn er auf seine verpasste Teilnahme an den Olympischen Spielen angesprochen wird.

Er hat sich entschieden. Bis zu den Spielen in Rio will der Hallenser weiterturnen. Die EM in Moskau macht dem 27-Jährigen Mut. Gleich zweimal greift er am Wochenende in den Finals am Sprung und am Boden nach Edelmetall.

   DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam weigert sich dennoch, von einem gelungenen Comeback des Doppel-Europameisters von Birmingham 2010 zu sprechen. "Matthias war nie weg. Er hat nur die Qualifikation für Olympia verpasst. Wäre er im Vorjahr bei der Quali in Frankfurt nicht auf dem Hintern gelandet, wäre er dabei gewesen", meinte Willam.

Bei Fahrig hatte dieser Denkzettel eine längere Phase des Überlegens ausgelöst, ehe er sich im vorigen Herbst zur Fortsetzung seiner Laufbahn entschied. Dabei ließ er sich auch von gesundheitlichen Problemen nicht vom Kurs abbringen. Das passt zum "gewandelten" Fahrig, der einst als "Rebell" bezeichnet wurde, nachdem er bei der WM 2005 in Melbourne nachts um die Häuser zog und für die Heim-WM in Stuttgart 2007 wegen nächtlicher Vorkommnisse am Rande der deutschen Meisterschaften in Gießen sogar aus dem deutschen Team suspendiert wurde.

"Er ist gereift", sagt sein Trainer Uwe Ronneburg und meint sowohl den Privatmenschen Fahrig als auch den Top-Athleten. Unangepasst, das will der heißblütige Sohn eines Kubaners auch weiterhin sein. Doch in den vergangenen Monaten hat er als Sportsoldat bei der Bundeswehr seine innere Ruhe gefunden, handelt er nicht mehr nur aus dem Bauch heraus. Die Basis ist gelegt, um seine fast drei Jahre anhaltende Durststrecke zu beenden.

Cheftrainer Andreas Hirsch charakterisiert seinen alten und neuen Leistungsträger mit den Worten: "Er ist vom wilden Stürmer zum cleveren Taktiker gereift." So ließ der Hallenser Heißsporn in der Sprung-Qualifikation den schwierigeren Doppelbücksalto weg, ging auf Nummer sicher und turnte sich als Fünfter dennoch souverän in den Medaillenkampf. Dort wird er am Sonntag nun aber alles riskieren. "Da kommt der Doppelbück definitiv. Und dann geht es weiter, bis zur WM in Antwerpen werde ich noch einiges draufpacken."

Noch größer scheinen in Moskau am Samstag seine Medaillenchancen am Boden, an dem er nach der Qualifikation noch ein wenig mit nicht ganz perfekten Ständen haderte. "Da kann ich noch einige Zehntel gutmachen", kündigte er an. Eigentlich war er nach dem Verzicht der Stars Fabian Hambüchen und Marcel Nguyen sogar für den Einsatz im Mehrkampf vorgesehen, doch eine heftige Magen-Darm-Grippe brachte seine Planungen durcheinander. "Mit Blick auf die Einzelfinals war das die einzig richtige Entscheidung", meinte Fahrig.

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