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Deutsche Turner erstmals seit 9 Jahren ohne EM-Medaille

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Deutsche Turner erstmals seit 9 Jahren ohne EM-Medaille

21.04.2013, 15:11 Uhr | dpa

Deutsche Turner erstmals seit 9 Jahren ohne EM-Medaille. Matthias Fahrig ist in Moskau ohne Medaille geblieben.

Matthias Fahrig ist in Moskau ohne Medaille geblieben. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Fabian Hambüchen schüttelte immer wieder den Kopf und ließ sich von den Kameraden trösten, Marcel Nguyen hob entschuldigend beide Arme. Auch die beiden Vorturner konnten die Bilanz am Ende nicht schönen.

Das deutsche Team verpasste am Sonntag in Moskau zum ersten Mal seit neun Jahren eine Medaille bei Europameisterschaften. Wie schon im Vorkampf patzte Hambüchen beim Adler mit ganzer Drehung und musste diesmal sogar unfreiwillig vom Reck. Statt seinen siebten EM-Titel zu feiern, wurde der Superstar nur Sechster.

Nguyen wurde seiner Favoritenstellung ebenfalls nicht gerecht. Wegen eines Haltungsfehlers beim Angang vergab er als Vierter die Chance, mit der schwierigsten Übung des Finalfeldes seinen goldenen Hattrick am Barren nach 2011 und 2012 zu vollenden. Dominierendes Team in Moskau war Russland. Die Gastgeber holten sechs Titel und stellten in Alija Mustafina und David Beljawski auch die überragenden Mehrkampf-Könige.

Nguyen entschuldigte sich fast, nachdem sein Plan für seine insgesamt sechste EM-Medaille nicht aufgegangen war. "Es war ein neues Teil, da kann mal ein Fehler passieren", meinte er, hatte aber ein Schmunzeln auf den Lippen. "Sonst lief die Übung gut", fügte er nach dem bitteren vierten Platz mit 15,50 Punkten an. "Dieser Angang ist schwer, es ist das einzige Teil, dass ihn schon im Training etwas nervös gemacht hat", verriet Trainer Waleri Belenki, "der Fehler war da, und da müssen die Kampfrichter drei Zehntel abziehen." Die Medaillengewinner, allen voran der ukrainische Europameister Oleg Stepko (15,733), turnten weniger anspruchsvolle Übungen, punkteten aber mit höheren Haltungsnoten.

Matthias Fahrig landete dagegen gleich zweimal in den Finals auf dem Hinterteil, trug es aber mit Fassung. "Platz acht ist besser als Platz vier. Da hätte ich mich mehr geärgert", meinte der Hallenser nach dem verpatzten Sprung-Finale, in dem er mit dem Doppelbücksalto nach dem Motto "Alles oder Nichts" handelte. Cheftrainer Andreas Hirsch gab ihm Rückendeckung: "Mit der Soft-Variante hätte er am Ende vielleicht an der gleichen Stelle gestanden."

Größer waren die Chancen des Hallensers am Boden, doch auch an diesem Gerät stellte er sich seine Übung völlig anders vor. "Das ist unerklärlich. Da funktioniert im Vorfeld jeder Wettkampf. Und hier, wo es drauf ankommt, geht es schief", meinte er betrübt. Gleich bei seiner ersten Reihe landete er beim Doppelsalto vorwärts auf dem Hosenboden. Aus der Traum von seiner vierten EM-Medaille am Boden: Platz sieben.

 Für das beste Ergebnis der Frauen hatte die erst 16 Jahre alte Sophie Scheder gesorgt. Mit einer starken Leistung kam sie am Stufenbarren auf Platz vier. Ganze 0,034 Zähler trennten sie von Bronze, womit sie die jüngste deutsche EM-Medaillengewinnerin seit 26 Jahren hätte werden können. Bittere Tränen kullerten ihr übers Gesicht. "Natürlich bin ich traurig, aber meine Übung gibt mir Motivation für die WM", sagte sie. In Maria Paseka schnappte ihr ausgerechnet jene Russin die Medaille weg, die auch der Ulmerin Janine Berger bei Olympia den Weg aufs Podest versperrt hatte. "Ich kann den Namen nicht mehr hören", stöhnte daher Cheftrainerin Ulla Koch.

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