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Fünfkämpfer untersuchen Laserpointer

25.04.2013, 11:28 Uhr | dpa

Fünfkämpfer untersuchen Laserpointer. Bei den Olympischen Spielen in London ersetzten Laserpointer die herkömmlichen Luftpistolen.

Bei den Olympischen Spielen in London ersetzten Laserpointer die herkömmlichen Luftpistolen. (Quelle: dpa)

Hannover (dpa) - Innovationen halten die Modernen Fünfkämpfer seit Jahren im Olympia-Geschäft. Der Weltverband UIPM und sein umtriebiger Präsident Klaus Schormann aus Gundernhausen wurden 2012 bei den Spielen in London mit viel Lob bedacht, als erstmals ein Laserpointer die herkömmliche Luftdruckpistole beim Schießen ersetzte.

Als vielseitig nutzbar, kindersicher und umweltfreundlich wurde die neue Technik gefeiert. Doch ist sie das wirklich? Es gibt Bedenken, dass die Strahlung gesundheitsgefährdend sein könnte.

"Einige der benutzten Laser-Systeme sind gefährlich für die Augen", sagte Klaus Kremer. Der Kölner Hersteller hat in mehrjähriger Arbeit die Technik entwickelt, bei der der Lauf der Pistole durch einen durchsichtigen und hoch komplexen Elektronik-Container ersetzt wird. Rund 2,5 Millionen Euro flossen in das Projekt. Es hat den Vorteil, dass die Athleten weiterhin ihre eigene Waffe benutzen können sowie die Laser-Technik ihrer Wahl.

Anfangs arbeiteten Kremer und seine Firma Operate-IQ GmbH
(OIQ) gut mit der UIPM zusammen. Doch ein ursprünglich bis 2016 abgeschlossener Vertrag wurde im Vorjahr nach Angaben des Firmenchefs wegen "konstanter nicht Einhaltung der Vertragsbestimmungen und Unterstützung von Produkt-Piraterie" gekündigt. Es droht inzwischen ein Rechtsstreit mit der UIPM.

Andere Firmen aus Tschechien, Finnland und Frankreich sind auf den umkämpften Hersteller-Markt für Pointer und Zielscheiben gedrängt. "In den USA und Asien gibt es ebenfalls Interessenten", sagte UIPM-Chef Schormann. Er ist auch Präsident des nationalen Verbandes (DVMF), der sich zu der komplizierten Thematik in Schweigen hüllt.

Der Weltverband hat das Zentrum für Sensorsysteme (ZESS) an der Uni Siegen mit einer Untersuchung der verschiedenen Laserwaffen beauftragt. Die Ergebnisse hat ZESS-Geschäftsführer Klaus Hartmann am vorigen Montag in Frankfurt/Main den Herstellern vorgestellt, die UIPM hat sie noch nicht veröffentlicht und Stillschweigen vereinbart. "Die Untersuchung war vertraulich, das ist bei solchen Aufträgen nicht ungewöhnlich", erklärte Hartmann auf dpa-Anfrage.

Der Wissenschaftler bestätigte aber die grundsätzliche Gefahr, die von der Laser-Technik vor allem für die Augen ausgehen kann. "Pointer, die verkauft werden, müssen Normen entsprechen, in der Disco sind erweiterte Normen zu beachten. Wir unterscheiden zwischen vier Klassen. Nur die Laser-Klasse eins ist ungefährlich, bei den Klassen drei und vier sind auch Hauterkrankungen möglich", erläuterte Hartmann. "Mit Laser werden auch Stahlplatten zerschnitten."

Hersteller Kremer bezweifelt, dass alle Mitbewerber Laser-Systeme der Klasse eins benutzen. Er bemängelt zudem die fehlerhafte Erkennung von Laserschüssen bei den anderen Systemen. Wichtig bei den Pointern ist auch die Dauer, die der Laser strahlt. Derzeit sind es in der Regel 20 bis 30 Millisekunden. ZESS-Geschäftsführer Hartmann soll nach dpa-Informationen den Herstellern eine deutliche Reduzierung auf sechs Millisekunden empfohlen haben. Der Wissenschaftler wollte das nicht kommentieren. Er meinte aber: "Die Dauer ist wie Höhe oder Leistung nur einer von mehreren Parametern."

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