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Schwimm-Cheftrainer verteidigt WM-Normen und übt Kritik

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Schwimm-Cheftrainer verteidigt WM-Normen und übt Kritik

25.04.2013, 12:35 Uhr | dpa

Schwimm-Cheftrainer verteidigt WM-Normen und übt Kritik. Henning Lambertz will wieder den Spaß ins Training der deutschen Schwimmer bringen.

Henning Lambertz will wieder den Spaß ins Training der deutschen Schwimmer bringen. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Der neue Chef-Bundestrainer Henning Lambertz hat sein negatives Urteil über die mangelnde Athletik vieler deutscher Schwimmer bekräftigt.

"Wir glauben ja manchmal, uns seien schon 20 Liegestütze zu viel, um am nächsten Tag gut schwimmen zu können. Das ist Mist. Wir müssen härter zu uns selbst sein", sagte Lambertz in einem Interview von "welt.de". Viele Deutsche trainierten sicherlich nicht hart genug, fuhr er fort und übte dabei auch Selbstkritik. "Auch ich muss mir da an die eigene Nase fassen. Ich habe einen Thomas Rupprath früher härter trainiert, als ich das heute bei meinen Athleten mache."

Erneut verteidigte Lambertz die entschärfte WM-Qualifikation der deutschen Schwimmer. "Wir hatten zum Teil die härtesten Normen der Welt - und haben unsere Athleten damit ausgequetscht. Das war ja das Frustrierendste: Dass unsere Leute in London ständig langsamer als bei den deutschen Meisterschaften geschwommen sind", sagte Lambertz in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag). Der Fokus müsse auf der WM Ende Juli liegen und nicht unbedingt auf der derzeit in Berlin stattfindenden DM.

Zudem will der Essener verbesserte Athletik mit einem höheren Spaßfaktor kombinieren. "Ja, der Spaß fehlte hundertprozentig. Wir haben in den vergangenen Jahren wenig gelacht und nicht besonders viel Spaß gehabt." Lambertz schwebt dabei beispielsweise ein Bootcamp vor, "so dass die Schwimmer wirklich mal durch den Matsch robben und über Hochseilgärten klettern. Das Trainerteam muss das natürlich alles mittragen". Daher arbeite er auch an einem Sportpsychologie- Projekt "Coach the coach".

Notwendig sei es auch, an der Doppelbelastung Schule/Sport etwas zu ändern. "Ich möchte Deutschland in Europa wieder zu einer der führenden Schwimm-Nationen machen", sagte Lambertz, der dabei auch eine jahrelange Durststrecke einkalkuliert.

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