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Formel 1 will Punktesystem wie in Flensburg einführen

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Teams beschließen Sünderkartei

10.05.2013, 10:22 Uhr | t-online.de

Formel 1 will Punktesystem wie in Flensburg einführen. Romain Grosjean (li.) macht sich 2012 einen Namen als Crashkid. (Quelle: imago/Sven Simon)

Romain Grosjean (li.) macht sich 2012 einen Namen als Crashkid. (Quelle: imago/Sven Simon)

Reform im Strafsystem der Formel 1: Ab der kommenden Saison wollen die Teams eine Sünderkartei analog der Flensburger für den Straßenverkehr einführen. Dafür sprachen sich laut "auto, motor und sport" sieben der elf Teammanager in Barcelona aus.

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Winkt der Weltverband FIA den Vorschlag durch, sammeln die Piloten neben den Punkten für Top-Ten-Platzierungen auch noch Zähler für Regelverstöße. Bei zwölf Punkten wird der Fahrer für ein Rennen gesperrt.

Red Bull ist dagegen

Das neue System ist nicht als Ersatz für Durchfahrtsstrafen, Geldbußen bzw. Strafversetzungen gedacht. Diese würde es 2014 immer noch geben. Die Punkte wären eine Verschärfung der Regeln. Je nach Vergehen gäbe es einen, zwei, drei oder fünf Strafzähler. Nach einem Jahr sollen die Strafpunkte wieder verfallen. Bei einer Sperre würden die Punkte ebenfalls gelöscht.

Der Vorschlag stößt nicht auf die volle Unterstützung der Teams. Vier Rennställe stimmten dagegen. Nach Informationen von "Autosport" handelt es sich dabei um Toro Rosso, Williams, Lotus und Red Bull. Einer der Teammanager sagte: "Damit werden die Fahrer doppelt bestraft. Und was passiert, wenn Vettel vor dem GP Deutschland oder Alonso vor dem GP Spanien auf zwölf Punkte kommt. Wollen sie Vettel oder Alonso dann bei seinem Heimrennen nicht mitfahren lassen? Da wird sich der Veranstalter schön bedanken."

Massa befürwortet das System

Auch die Fahrer sind sich die neue Regelung betreffend nicht einig. "Es ist wie im richtigen Leben. Es muss immer einen Schuldigen geben", sagte Mark Webber. "Unfälle werden trotzdem auch weiterhin passieren. Als ein Vertreter der traditionellen Sichtweise bin ich der Meinung, dass man Punkte, die man angesammelt hat, auch behalten sollte. Wenn sich jemand daneben benimmt, dann sollte er gesperrt werden"

Felipe Massa dagegen begrüßt das System. "Anhand dessen, was ich bisher gehört habe, glaube ich, dass es funktionieren könnte. Die Fahrer, die Probleme verursachen, werden mehr darunter leiden als die anderen. Ich war im Verlauf meiner gesamten Karriere nie in so etwas verwickelt und finde es in Ordnung. Es ist eher in Richtung der jungen Fahrer gerichtet, die neu in die Formel 1 kommen", so der Brasilianer.

Grosjean ist der Stein des Anstoßes

Wie "Motorsport-Total.de" berichtet, sei Romain Grosjean der Stein des Anstoßes für die Neuregelung gewesen. Sein Verhalten beim Großen Preis von Belgien 2012 sollte eigentlich nicht zu einer Sperre führen, da aber WM-Kandidat Fernando Alonso durch den Unfall ausschied, wurde die Strafe dennoch in dieser Härte ausgesprochen.

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Segnet die FIA die Reform ab, gibt es 2014 für eine Durchfahrtsstrafe grundsätzlich zwei Punkte, für eine Zehn-Skunden-Stopp-and-Go-Starfe drei und für eine Verwarnung einen. Eine Strafversetzung um drei Plätze wird mit einem Punkt sanktioniert, eine um fünf oder zehn mit drei.

Außerdem gibt es für diese Regelverstöße Strafpunkte:

Vergehen

Punkte

Zu spät oder gar nicht zum Fahrerbriefing erschienen

1

Überschreiten des Tempolimits in der Box in der Qualifikation oder im Rennen bis zehn Kilometer pro Stunde

1

Überschreiten des Tempolimits in der Box in der Qualifikation oder im Rennen bis 20 Kilometer pro Stunde

2

Überschreiten des Tempolimits in der Box in der Qualifikation oder im Rennen über 20 Kilometer pro Stunde

3

Verursachen einer Kollision

2

Verursachen einer gefährlichen Kollision

3

Behinderung eines anderen Fahrers

1

Gefährliche Behinderung

2

Abdrängen eines anderen Fahrers neben die Strecke

1

Gefährliches Abdrängen eines anderen Fahrers neben die Strecke

2

Verlassen der Rennstrecke mit Zeitgewinn

1

Überfahren der weißen Linie am Boxenausgang

1

Zu schnelles Fahren bei gelber oder roter Flagge

2

Ignorieren der blauen Überholflagge

2

Ignorieren der schwarzen Flagge

3

Ignorieren des Rotlichts am Boxenausgang

1

Frühstart

2

Überholen des Safety Cars

2

Überholen eines anderen Autos in einer Safety-Car-Phase

1

Falscher Abstand hinter dem Safety Car

1

Überschreiten der Deltazeit zu Beginn einer Safety-Car-Phase

2

Gefährliches Abfahren nach Boxenstopp

2

Ignorieren der Wiegeprozedur in der Qualifikation

2

Rennsperre

5

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