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Donald Lutz: Deutscher Baseballprofi erarbeitet sich Respekt in MLB

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Baseballprofi Lutz - Deutscher Meilenstein für die MLB

10.05.2013, 11:28 Uhr | dpa

Donald Lutz: Deutscher Baseballprofi erarbeitet sich Respekt in MLB. Donald Lutz hat es ins Profiteam der Cincinnati Reds geschafft.

Donald Lutz hat es ins Profiteam der Cincinnati Reds geschafft. (Quelle: dpa)

Cincinnati (dpa) - Er singt im Mannschaftsbus die deutsche Nationalhymne, trägt gerne die Getränketasche der Cincinnati Reds und wird von Chefcoach Dusty Baker schlichtweg "Big 'Latz'" genannt: Donald Lutz ist endgültig in der Major League Baseball (MLB) angekommen und hat hier "richtig Spaß."

Am 28. April wurde der 24-Jährige ins Profiteam der Cincinnati Reds berufen, nachdem sich dort einige Stammspieler verletzt hatten. Einen Tag später debütierte Lutz als erster Deutscher in der MLB. "Früher war ich immer nur der Junge aus Deutschland. Aber in den letzten ein bis zwei Jahren habe ich mir mehr Respekt erarbeitet", sagte Lutz der Nachrichtenagentur dpa.

Mittlerweile hat es der Outfielder aus dem hessischen Friedberg auf sieben Einsätze gebracht - davon zwei von Beginn an. Er verzeichnete seinen ersten Run und sein Pulsschlag nähert sich wieder dem Normalbereich. "Ich habe so allmählich alles realisiert. Die Aufregung ist jetzt ein bisschen weg. Wenn ich spiele, bin ich nicht mehr so nervös."

Deutsche Nationalhymne im Mannschaftsbus

Am 5. Mai fing sein Herz jedoch plötzlich so stark an zu rasen wie bei seiner MLB-Premiere. Lutz hatte zuvor beim 7:4-Sieg gegen die Chicago Cubs seinen ersten Hit (Erreichen einer Base nach erfolgreichem Treffer) verzeichnet, als er auf seinem Twitter-Account folgende Nachricht las: "first hit in the big leagues? Stark mein junge. Congrats". Der Absender war @swish41 - Dirk Nowitzki. "Das war cool. Sowas hatte ich mir schon immer gewünscht. Hoffentlich kann ich ihn irgendwann mal persönlich treffen", sagte der Sohn eines amerikanischen Vaters und einer deutschen Mutter. Lutz wurde in Watertown/New York geboren und zog nach der Scheidung der Eltern als Einjähriger nach Deutschland.

Er hat sich an das Reisen im privaten Charterflieger ebenso gewöhnt wie an die Übernachtungen in Fünf-Sterne-Hotels bei Auswärtsspielen. Und auch an die typischen Rookie-Dienste, die jeder Neuling im Team leisten muss: beispielsweise die Getränketasche tragen, oder im Hotel die Treppen steigen, während die Mitspieler den Aufzug nehmen. Im Mannschaftsbus wurde Lutz sogar aufgefordert vor allen ein Lied singen - und stimmte dabei umgehend die Deutsche Nationalhymne an. Es habe anschließend reichlich Applaus gegeben, betont er stolz. "Ich wurde wirklich gut aufgenommen. Von den Mitspielern ist keiner arrogant."

Die Cinderalla-Story von Donald "Latz", wie ihn die Amerikaner aussprechen, fand nicht nur in den lokalen Medien von Cincinnati ihren Platz, sondern war landesweit durchaus ein Thema. Die Internetseite von ESPN beispielsweise zeigte ein Video über "The German Baseball Player". Fox Sports betitelte Lutzs' Debüt gar als "Meilenstein für die MLB", und fand heraus, dass 41 MLB-Profis deutsche Wurzeln haben. Aber entweder wanderten sie im späten 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts nach Amerika aus oder kamen nach dem Zweiten Weltkrieg als Söhne von US-Soldaten auf einer Militärbasis zur Welt und wuchsen letztlich in der Heimat ihrer Eltern auf.

Lutz hat viel Talent

Donald Lutz genießt derzeit die schönste Zeit seiner Baseball-Karriere - und zwar nicht allein. Bruder Sascha, der ihn einst in Friedberg zum Baseball brachte, sowie einige Kumpels sind in "Cincy" zu Besuch. Freundin Larissa ist bereits vergangene Woche aus Deutschland eingeflogen. Wie lange Lutz noch im Trikot der Reds auflaufen wird, weiß nicht einmal er selbst. Die verletzten Stammspieler wie Chris Heisey werden wohl nächste Woche wieder fit sein. "Was passiert, passiert", sagt Lutz lässig. Doch seine Stimme wirkt entschlossen. Er will nicht mehr zurück nach Pensacola/Florida. Dort war er bis vor zwei Wochen noch für die Blue Wahoos in der zweiten Nachwuchs-Liga aktiv.

Chefcoach Dusty Baker hat sich bislang noch nicht geäußert. Er war jedoch bereits im Februar und März, während der Saisonvorbereitung, vom 1,91 Meter großen und 112 Kilo schweren Deutschen beeindruckt. "Er hat viel Talent. Und es wird die Zeit kommen, wenn er mit seinen Leistungen so viel Druck auf die Organisation ausübt, dass wir uns entscheiden müssen, was wir mit ihm machen", so Baker. Dass dieser Moment bereits Mitte Mai kommen würde, hätte selbst der dreimalige Trainer des Jahres sicherlich nicht geglaubt.

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