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Außenseiter-Sieg im Derby: Tillmann vor Nagel

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Außenseiter-Sieg im Derby: Tillmann vor Nagel

12.05.2013, 18:42 Uhr | dpa

Außenseiter-Sieg im Derby: Tillmann vor Nagel. Gilbert Tillmann feierte beim 84.

Gilbert Tillmann feierte beim 84. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Wieder hat ein Außenseiter zugeschlagen: Gilbert Tillmann sicherte sich trotz eines Abwurfes im Stechen den Sieg im 84. Deutschen Spring-Derby.

Der 30 Jahre alte Springreiter aus Grevenbroich konnte es kaum fassen, dass er Vize-Europameister Carsten-Otto Nagel schlagen und so die traditionsreiche Prüfung gewinnen konnte. "Das kann man nicht beschreiben", sagte der fassungslose Tillmann: "Ich kann es gar nicht glauben."

Im Stechen setzte sich der Überraschungssieger im Sattel von Hello Max in 52,63 Sekunden trotz eines Abwurfes durch und verwies Nagel aus Norderstedt mit Lex Lugar (4 Strafpunkte/53,64) auf Rang zwei. Nagel verpasste seinen dritten Sieg bei der traditionsreichen Prüfung nach 1999 und 2010. "Der hat alles gegeben", lobte Sieger Tillmann seinen bereits 19 Jahre alten Wallach: "Ich habe gewonnen, weil es heute 200 Prozent waren." Beide Reiter hatten vor der entscheidenden Runde im Normalparcours ebenfalls vier Strafpunkte kassiert.

Platz drei ging in der mit 100 000 Euro dotierten Prüfung an Hilmar Meyer aus Morsum mit Coverlady, der ebenso acht Strafpunkte sammelte wie der Brite William Whitaker mit Brilliant. Keiner der 35 Starter hatte es geschafft, den 1230 Meter langen Derby-Parcours mit naturnahen Hindernissen ohne Fehler zu absolvieren.

Zu den Favoriten, die patzten, gehörte vor allem der Schweizer Pius Schwizer. Mit Ulysee war er in beiden Qualifikationen ohne Fehler geblieben, doch dann reichte es nur zu Rang sieben. "Sonntags sind andere Regeln, andere Sprünge", kommentierte Schwizer: "Das ist das Derby, das ist das Schwierige."

Vorjahressieger Nisse Lüneburg scheiterte ebenfalls. Der 24-Jährige aus Wedel sammelte mit Calle Cool 16 Strafpunkte und kam auf Rang 17. "Es lief nicht rund für mich", sagte Lüneburg. Noch schlimmer erwischte es Judith Emmers, die Vorjahres-Dritte. Die Reiterin aus Marl, von ihrem Chef Christian Ahlmann zur Sieganwärterin erklärt, kassierte mit Papillon 20 Strafpunkte und landete auf Platz 19.

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