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Historischer Ringkampf in New York

14.05.2013, 18:21 Uhr | dpa

Historischer Ringkampf in New York. Ringen soll seinen Olympia-Status verlieren.

Ringen soll seinen Olympia-Status verlieren. (Quelle: dpa)

Leipzig (dpa) - Im Kampf um ihre olympische Zukunft entwickeln die Ringer ungeahnte Wucht und verblüffende Solidarität.

Mit einer weltweiten Werbe-Kampagne und einer historischen Premiere am Mittwoch im New Yorker Bahnhof Grand Central Station will der jahrtausendealte Traditionssport seinen Platz im olympischen Programm verteidigen.

Vor dem außerordentlichen Kongress des Weltverbandes (FILA) am Samstag in Moskau, auf dem Interimspräsident Nenad Lalovic im Amt bestätigt und Modernisierungsmaßnahmen beschlossen werden sollen, trieben auch die deutschen Mattenkämpfer die intensiven Bemühungen voran. Die Verbandsspitze überreichte dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) 15 Aktenordner mit 108 466 Unterschriften.

Sogar bei den Vereinten Nationen warben Lalovic und Co. für ihre Interessen. "Moskau wird eines der wichtigsten Meetings in der Geschichte unserer Sportart sein. Wir sind stolz auf unsere Vergangenheit, aber wir blicken in unsere Zukunft und wir werden stark genug für eine Veränderung sein", sagte Lalovic.

Plötzlich heißt es: Miteinander gegeneinander. Die Verbände der USA, des Irans und Russlands schlossen sich zu einer sportpolitisch bemerkenswerten Allianz zusammen und wollen mit der Show-Veranstaltung in der Grand Central Station für Aufsehen sorgen.

"Wir wollen der Welt mit unseren iranischen Freunden zeigen, was das Ringen möglich macht", sagte US-Verbandschef Rich Bender. Schon im Februar hatte er mit seinem Nationalteam beim Weltcup in Teheran die Zusammenarbeit angekurbelt. Im Iran ist Ringen Volkssport. In New York kämpfen die Iraner jetzt in einem Länderkampf gegen die USA, die sich später noch mit den Russen messen. In Deutschland wird am Mittwoch der offizielle Kampagnen-Film "Ringen um Olympia" vorgestellt.

Nach der Empfehlung der Olympier, die traditionsreiche Sportart von 2020 an aus dem Programm streichen zu lassen, können sich die Ringer Ende Mai in St. Petersburg erneut der Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) präsentieren. Im September entscheidet die IOC-Vollversammlung in Buenos Aires dann endgültig über den Olympia-Status der Ringer. Entweder rückt einer der sieben olympischen Ersatzkandidaten (Baseball/Softball, Klettern, Karate, Rollschuhsport, Squash, Wakeboarden, Wushu) nach, oder Ringen bleibt olympisch.

"Der Deutsche Ringer-Bund ist überwältigt von dieser großartigen Unterstützung aus allen Bereichen. Nun müssen in Moskau und St. Petersburg die Weichen zum Verbleib der Sportart im olympischen Programm gestellt werden", sagte der deutsche Verbands-Präsident Manfred Werner. Die deutsche Ringer-Familie will mit ihren zahlreichen Projekten auch Druck auf IOC-Vize Thomas Bach ausüben, "damit er sich für eine Revision der IOC-Empfehlung einsetzt", erklärte Verbandsvertreter Benedict Rehbein.

Am 25. Mai sind deutschlandweit weitere 20 bis 25 Aktionen geplant. So wird der Olympiasieger von 1984 in Los Angeles, Pasquale Passarelli, in Bruchsal einen Schaukampf absolvieren, in Mainz gibt es beim deutschen Mannschaftsmeister ASV einen Tag der Offenen Tür.

DOSB-Generaldirektor Michael Vesper zeigte sich beeindruckt von den Anstrengungen der Ringerszene. "Auch der Ringer-Weltverband hat ganz offensichtlich die Signale verstanden und will am Wochenende auf seinem Weltkongress die notwendigen Schlüsse ziehen", sagte Vesper. Der DOSB wolle sich allerdings neutral verhalten, da alle acht Sportarten, die sich um den verbliebenen Platz bewerben, im DOSB organisiert sind.

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