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Bernie Ecclestone schließt Rücktritt als Formel-1-Boss aus

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Ecclestone schließt Rücktritt aus

16.05.2013, 16:20 Uhr | dpa

Bernie Ecclestone schließt Rücktritt als Formel-1-Boss aus. Bernie Ecclestone weist alle Anschuldigungen zurück. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Bernie Ecclestone weist alle Anschuldigungen zurück. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Bernie Ecclestone will die Formel 1 nicht aus seinen Händen geben. Einen Rücktritt als mächtiger Geschäftsführer der Königsklasse des Motorsports schloss der 82-Jährige in einem Interview der "Bild" vorerst aus. "Nein, ich denke nicht", sagte der Brite auf die entsprechende Frage. Ecclestone wies zudem erneut die Schmiergeldvorwürfe gegen ihn zurück, die ihn womöglich vor die deutsche Justiz bringen.

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Der milliardenschwere Herrscher der Formel 1 gab vor, von einer bereits erfolgten Anklageerhebung der Münchner Staatsanwaltschaft nichts zu wissen. "Ich habe gar nicht damit gerechnet, eine zu bekommen. Um ehrlich zu sein, ich weiß gar nicht wie der letzte Stand ist. Ich hatte länger keinen Kontakt zu den Anwälten", sagte er. Einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" über eine Anklage gegen Ecclestone wegen Bestechung eines Amtsträgers und Anstiftung zur Untreue in jeweils besonders schwerem Fall wollten Gericht, Staatsanwaltschaft und Ecclestones Anwälte nicht bestätigen.

Ecclestone kündigt Erscheinen bei Prozess an

Die Anklageschrift sei dem Landgericht Anfang dieser Woche zugeschickt worden, berichtete die Zeitung. Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch erklärte dazu: "Das Verfahren ist abgeschlossen. Wir können nichts weiter dazu sagen. Die zeitlichen Abläufe bestimmt das Gericht."

Sollte es aber zu einem aufsehenerregenden Prozess gegen Ecclestone kommen, will er auch selbst in München anwesend sein. "Wenn ich muss, komme ich natürlich", sagte er. Besonders besorgt schien er über eine mögliche Anklage nicht zu sein.

"Ich bin unschuldig"

Auch die Vorwürfe, er habe seinem ehemaligen Geschäftspartner Gerhard Gribkowsky rund 44 Millionen US-Dollar Schmiergeld bezahlt, damit der ehemalige Vorstand der BayernLB die Formel-1-Anteile der Bank verkaufe, wies Ecclestone erneut zurück: "Alles, was ich weiß, ist: Ich bin unschuldig! Am Ende wird die Wahrheit herauskommen." Die Anschuldigungen seien Blödsinn. "Das Geld, das ich ihm gezahlt habe, hat nichts mit dem Verkauf der Formel-1-Anteile zu tun", sagte der Formel-1-Boss.

Ecclestone bekräftigte zudem, dass seine berufliche Zukunft eine Entscheidung der Anteilseigner sei: "Wenn mein Vertrag mit der Firma ausläuft, können sie mich ersetzen, wenn sie es wollen." CVC hatte Ecclestone vor sieben Jahren nach dem Verkauf der Formel 1 an die Investmentgruppe als Geschäftsführer eingesetzt.

Ecclestone ist der mächtigste Mann der Königsklasse

Ecclestone hat die Formel 1 wie kein anderer geprägt, geformt und vor allem finanziell gesteuert. Der Aufstieg zum mächtigsten Mann der Königsklasse des Motorsports begann Ende der 1970er Jahre, als der ehemalige Gebrauchtwagen-Händler die TV- und Vermarktungsrechte erstand. Ecclestone machte aus der Formel 1 ein weltumspannendes milliardenschweres Ereignis. Ein geplanter Börsengang wurde im vergangenen Jahr allerdings verschoben. Die Nachrichten von einer Anklage ihres Geschäftsführers hätte die Aktie sicherlich erstmal vor die Wand fahren lassen.


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