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Zweiter IOC-Kronprinz: Ser Miang Ng erster Bach-Rivale

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Zweiter IOC-Kronprinz: Ser Miang Ng erster Bach-Rivale

16.05.2013, 14:32 Uhr | dpa

Zweiter IOC-Kronprinz: Ser Miang Ng erster Bach-Rivale. Ser Miang Ng (l) hat als zweiter Bewerber nach Thomas Bach seine IOC-Präsidentschafts-Kandidatur öffentlich gemacht.

Ser Miang Ng (l) hat als zweiter Bewerber nach Thomas Bach seine IOC-Präsidentschafts-Kandidatur öffentlich gemacht. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Der stille Diplomat Ser Miang Ng macht ernst. Eine Woche nach Thomas Bach wagte sich der Multimillionär aus Singapur als zweiter Bewerber aus der Deckung und gab seine Kandidatur für das höchste Amt im Weltsport bekannt.

"Die olympische Bewegung benötigt einen Anführer, der sie vereinen kann. Ich glaube dass ich die Erfahrung und Führungsqualitäten dafür habe. Wir können und müssen mehr tun für die olympische Bewegung", erklärte der IOC-Kronprinz in der Pariser Sorbonne Universität, in der das Internationale Olympische Komitee (IOC) 1894 gegründet wurde. Am Montag hatte der Bach-Rivale bereits IOC-Präsident Jacques Rogge über seine Ambitionen informiert.

Der 64 Jahre alte Unternehmer wäre der erste Spitzenfunktionär der aufstrebenden Sportmacht Asien auf dem IOC-Thron. Mit diesem Argument ging er überraschend zurückhaltend um. "Ich bin stolz, Asiate zu sein, und ich bin stolz Weltbürger zu sein", sagte Ser Miang Ng. Und er wird nicht der einzige Kandidat des bevölkerungsreichsten Kontinents bleiben. Demnächst will Wu Ching-Kuo, Präsident des Internationalen Amateur-Boxverbandes AIBA, seine präsidialen IOC-Pläne öffentlich machen. In der 119-Jährigen IOC-Geschichte hatte als einziger Nicht-Europäer nur der Amerikaner Avery Brundage von 1952 bis 1972 die Olympier angeführt.

Ser Miang Ng ist seit 1998 IOC-Mitglied und sitzt seit 2005 in der Exekutive. 2009 wurde er zum Vizepräsidenten der Ringe-Organisation gewählt. International hat er sich vor allem als Organisator der ersten Olympischen Jugendspiele einen Namen gemacht. Die Erziehung der Jugend präsentierte er dann auch immer wieder als einen zentralen Punkt seines Wahlkampfprogramms: "Wir müssen die Jugend ins Zentrum der Bewegung stellen."

Er stehe für Reformen des Olympia-Programms, Partnerschaften mit allen beteiligten Organisationen und Regierungen, die Autonomie des Sports und eine Reduzierung des Gigantismus, so Ser Miang Ng. "Die Zeiten ändern sich rapide und wir müssen mithalten, um relevant zu bleiben. Ich glaube an Reformen und Stabilität."

Der aus China stammende IOC-Vize hat sein Geld mit der Übernahme eines Busunternehmens gemacht, das er später an den Staat verkaufte. Zudem war er Singapurs Botschafter in Norwegen und saß für die Regierungspartei bis 2005 im Parlament. Derzeit ist er Vorsitzender der größten Supermarktkette in Singapur. "Ich habe Erfahrung in der Konsensbildung, Verständnis für die olympische Bewegung und tiefe Leidenschaft für den Olympismus", referierte er in der Sorbonne.

Anders als von Rogge gefordert will Asiens Ober-Olympier wie Bach "ein Freiwilliger" bleiben und auf eine Bezahlung als IOC-Präsident verzichten. Ein Umzug nach Lausanne sei im Erfolgsfall aber selbstverständlich. Er habe sich knapp ein Jahr ernsthafte Gedanken über seine Ambitionen gemacht. "Jetzt bin ich bereit für die Bewerbung", sagte der Geschäftsmann.

Bis zum 6. Juni, genau drei Monate vor Beginn der 125. IOC-Session in Buenos Aires, müssen sich alle potenziellen Bewerber erklärt haben. Am 10. September wird die IOC-Vollversammlung entscheiden, wer als neunter IOC-Präsident Nachfolger von Rogge wird.

In den kommenden Tagen wird auch mit dem Outing von Bachs vermeintlich härtestem Rivalen, Richard Carrion (Puerto Rico) gerechnet. Der 60 Jahre alte Banker ist Direktor der Finanz-Kommission im IOC, in der auch Ng tätig ist. Die beiden Geldbeschaffer gehören zu den wichtigsten Zuarbeitern Rogges. Konkurrenz mache alle Kandidaten besser, philosophierte Ser Miang Ng.

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