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Fabian Hambüchen nach Protest-Marathon geschlagen: Fahrig gewinnt

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Hambüchen hat mit seinem Protest keinen Erfolg

22.05.2013, 10:28 Uhr | dpa

Fabian Hambüchen nach Protest-Marathon geschlagen: Fahrig gewinnt. Fabian Hambüchen ist nach dem Wettkampf sauer. (Quelle: dpa)

Fabian Hambüchen ist nach dem Wettkampf sauer. (Quelle: dpa)

Wechselbad der Gefühle für Fabian Hambüchen und seinen Konkurrenten Matthias Fahrig. Erst nach Stunden stand endgültig fest, welcher der beiden Turner bei den deutschen Meisterschaften den Titel am Boden gewonnen hatte. Es war Fahrig.

Dieser hatte auch unmittelbar nach dem Wettkampf mit 15,15 Punkten hauchdünn vor Hambüchen (15,10) gelegen. Doch dann hatte das Kampfgericht einem Protest von Hambüchen stattgegeben und dessen Ausgangswert um einen Zehntelpunkt auf 6,3 erhöht.

Formfehler beim Protest

"Ich war sicher, dass meine Schwierigkeiten nicht richtig bewertet wurden. Deshalb habe ich Protest eingelegt und Recht bekommen", erklärte Hambüchen. Fahrig schüttelte unzufrieden den Kopf und wollte unmittelbar nach der unglücklichen Entscheidung gegen ihn nicht Stellung beziehen. Sein Heimtrainer Uwe Ronneburg war da nicht so zurückhaltend. "Ich verstehe gar nichts mehr", schimpfte er.

Doch dann die Rolle rückwärts: Da Hambüchen den Protest nicht regelgerecht nach seiner eigenen Übung, sondern erst nach der von Fahrig eingelegt hatte, nahm die Jury ihre erste Entscheidung wieder zurück. "Ich habe fast einen Nervenzusammenbruch bekommen, weil ich mir vorgestellt habe, dass ich Meister bin und man mir dann den Titel doch wieder wegnahm. Ich war da einen Moment sehr, sehr traurig, doch jetzt freue ich mich riesig", sagte Fahrig.

Kim Bui diesmal ganz oben

Bei den Frauen sicherte sich Kim Bui beim Sprung ihren insgesamt siebten Meistertitel. Im Mehrkampf hatte sie hinter Lokalmatadorin Elisabeth Seitz und Lisa-Katharina Hill Platz drei belegt.

Traurige Gewissheit gab es unterdessen für Olympia-Teilnehmerin Nadine Jarosch. Sie hat sich vier Tage zuvor im Training zu den deutschen Turn-Meisterschaften in Mannheim einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen und fällt für die Weltmeisterschaften im September in Antwerpen aus. "Es ist ein glatter Riss. Das ist sehr hart für Nadine", sagte ihr Trainer Michael Gruhl nach einer MRT-Untersuchung.

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