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Formel 1: Geheimer Reifentest von Mercedes sorgt für Wirbel

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Red Bull und Mercedes liegen im Clinch

26.05.2013, 15:12 Uhr | sid, dpa

Formel 1: Geheimer Reifentest von Mercedes sorgt für Wirbel. Mercedes' Geheimtest sorgt für mächtig Aufregung in der Formel 1. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Mercedes' Geheimtest sorgt für mächtig Aufregung in der Formel 1. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Ein geheimer Reifentest von Mercedes hat für Wirbel in der Formel 1 gesorgt. Wie jetzt bekannt wurde, testete Reifenhersteller Pirelli im Anschluss an das Rennen in Barcelona auf dem aktuellen Mercedes-Boliden mehrere Pneus. Unter anderem sollen dabei die für den nächsten Grand Prix in Kanada geplanten neuen Reifen im Einsatz gewesen sein. Gegen diese Vorgehensweise hat Red Bull mittlerweile Protest eingelegt.

Der dreimalige Weltmeister Niki Lauda, mittlerweile Vorsitzender des Aufsichtsrates im Formel-1-Team von Mercedes, räumt diesem Protest keine Chancen ein. "Ich wünsche ihnen viel Glück dabei", sagte der Österreicher im Gespräch mit "Sky". Es habe nach dem Rennen eine offizielle Anfrage von Pirelli an einige Teams gegeben. "Wir haben daraufhin die FIA und Charlie Whiting (FIA-Renndirektor, d. Red.) gefragt, ob wir das dürfen, das wurde uns bestätigt", sagte Lauda: "Andere haben es verschlafen und regen sich jetzt auf."

Pirelli und Mercedes verteidigen sich

Den Teams sind laut FIA-Reglement während der laufenden Saison nur eingeschränkte Geradeaus-Testfahrten oder Tests mit einem älteren Modell gestattet. Pirelli hatte den Rennstall nach Informationen von "Motorsport-Total.com" um die Tests gebeten, Motorsportdirektor Paul Hembery sieht darin keinen Regelbruch. "In allen FIA-Vereinbarungen steht, dass ein 1000-Kilometer-Reifentest gestattet ist", sagte Hembery: "Wir können jedes Team zu so einem Test einladen."

Die Entscheidung für Mercedes sei passend gewesen, "denn sie verschleißen die Reifen stark". Man habe in den drei Tagen unter anderem Dinge getestet, die möglicherweise auch beim nächsten Rennen am 9. Juni in Kanada relevant sein könnten. Allerdings habe man keinerlei Details an Mercedes rausgegeben: "Sie haben keine Ahnung, um was es eigentlich ging."

Die Verwirrung ist groß

Bei der Konkurrenz herrscht vor allem aufgrund des Vorgehens Verwunderung. "Grundsätzlich kann ich die Position von Pirelli verstehen", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner: "Sie haben derzeit einige gute Gründe, um Reifen zu testen. Was mich enttäuscht, ist die Tatsache, dass dies nicht auf eine transparente Art und Weise passiert. Wenn ein Rennstall drei Tage lang Reifen ausprobiert, dann ist das für mich Testen und damit ein klarer Verstoß gegen die Regeln."

Red Bull habe von den Tests erst "aus zweiter Hand" erfahren. "Derzeit herrscht Verwirrung darüber, was vertraglich erlaubt ist und was eben nicht. Wir haben uns nun über die üblichen Kanäle erkundigt, wie das zu handhaben ist", sagte Horner.

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