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1. FC Kaiserslautern: Mo Idrissou verspricht Großtat

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Rote Teufel wollen Hoffenheim einheizen

27.05.2013, 13:54 Uhr | dpa

1. FC Kaiserslautern: Mo Idrissou verspricht Großtat. Lauterns Mohamadou Idrissou im Zweikampf mit dem Hoffenheimer Stefan Thesker (Quelle: imago/Jan Huebner)

Lauterns Mohamadou Idrissou im Zweikampf mit dem Hoffenheimer Stefan Thesker (Quelle: Jan Huebner/imago)

Der Glaube soll Berge versetzen - und Mohamadou Idrissou die nötigen Tore schießen. Der 1. FC Kaiserslautern hat die Hoffnung auf den Aufstieg in die Bundesliga noch nicht aufgegeben. Die Roten Teufel wollen der TSG 1899 Hoffenheim auf dem Betzenberg die Hölle heiß machen und das Fußball-Wunder vollbringen.

"Ich werde diesen Verein in die erste Liga schießen", kündigte der Torjäger der vor dem Relegations-Rückspiel an diesem Montag (ab 20.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) vollmundig an. Der exzentrische Kameruner verhalf in seiner Karriere schon Eintracht Frankfurt, dem MSV Duisburg und dem SC Freiburg zum Aufstieg.

Idrissous Versprechen an die Fans

Deshalb ist für ihn die Antwort auf die Frage klar, warum es Lautern schafft? "Weil ich da bin", erklärte Idrissou vollmundig. "Das habe ich den Fans versprochen. Sie haben es verdient, in der 1. Liga zu sein. Wenn einer Tore schießen kann, dann ich. Ein Mann, ein Wort."

Dieser Optimismus ist ganz nach dem Geschmack von Trainer Franco Foda, der mit einem Augenzwinkern feststellte: "Mo Idrissou hält immer seine Versprechen. Sein Wort in Gottes Ohr."

Foda: "FCK gehört in die erste Liga"

Für den FCK-Coach steht fest, dass es seinem Team nicht an Einsatz und Kampfgeist mangeln wird. "Alle wollen in die erste Liga - die Fans, die Region, der Verein, die Spieler. Der FCK ist ein Gesamtkonstrukt, das einfach in die erste Liga gehört", sagte Foda.

Trotz der schweren 1:3-Hypothek aus dem Hinspiel hat er die Hoffnung nicht aufgegeben: "Jeder einzelne glaubt noch an den Aufstieg, alle sind heiß auf das Spiel. Es ist unser Finale, es ist Flutlicht, es ist Betze und da ist alles möglich."

Der Betze wird brennen

Deshalb wird in den Stunden vor dem Alles-oder-Nichts-Spiel in der Pfalz wieder einmal der Mythos Betzenberg beschworen. "Wenn der Betze mal brennt, ist alles möglich", sagte Abwehrspieler Florian Dick.

Und FCK-Boss Stefan Kuntz erklärte: "Ich freue mich darauf, wenn die Fan-Wand dasteht. Wir können das Spiel noch drehen." Bilder von großen Spielen der Vergangenheit wie 1973 beim 7:4 gegen Bayern München will Kuntz den Profis aber nicht zeigen: "Dann fragen die, ob das Zeitlupe ist. Damit können wir die nicht motivieren."

Hoffenheim bleibt gelassen

Den Gegner lässt die heiße Atmosphäre in Kaiserslautern, zumindest vor dem Anpfiff, ziemlich kalt. "Auf dem Betzenberg herrscht immer eine große Stimmung", räumte TSG-Trainer Markus Gisdol zwar ein. "Aber mehr als schreien können die Fans nicht. In Bremen und Dortmund haben die Jungs auch vor einem frenetischen Publikum bestanden."

Vor allem das 2:1 am letzten Bundesliga-Spieltag beim BVB hat das Selbstbewusstsein der Gisdol-Truppe gestärkt. "Wir haben in Dortmund alles erlebt, was es zu erleben gibt. Dann gibt es in Lautern auch nichts mehr zu erleben", sagte Mittelfeldspieler Eugen Polanski.

Champions-League-Finale als Ablenkung

Zur Ablenkung vor dem Showdown diente dem Trainer und den Spielern das Champions-League-Finale zwischen Bayern München und Dortmund. "Dadurch sind alle kurz aus dem Tunnel der vollkommenen Fokussierung auf unser Spiel herausgekommen", erklärte Gisdol. Das habe der Mannschaft in die Karten gespielt: "Wenn du immer nur im Tunnel bist, verlierst du am Ende an Aufmerksamkeit."

Und genau darauf wird es am Montagabend im mit 49.780 Fans ausverkauften Fritz-Walter-Stadion ankommen. "Das ist unser Champions-League-Endspiel, wenn man so will. Wir haben eine komfortable Ausgangsposition und wollen diese unbedingt nutzen", sagte Kapitän Andreas Beck.

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