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Sebastian Vettel: Team schimpft auf Mercedes GP - "Eine Farce"

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Vettel-Team schimpft auf Mercedes: "Das ist eine Farce"

27.05.2013, 09:37 Uhr | sid, t-online.de, dpa

Sebastian Vettel: Team schimpft auf Mercedes GP - "Eine Farce". Sebastian Vettels Red-Bull-Team fühlt sich benachteiligt. (Quelle: Reuters)

Sebastian Vettels Red-Bull-Team fühlt sich benachteiligt. (Quelle: Reuters)

Über dem glanzvollen Premierensieg von Nico Rosberg beim Formel-1-Klassiker in Monaco lagen dunkle Wolken. Der deutsche Werksrennstall Mercedes GP hat durch einen geheimen dreitägigen Reifentest die Fronten im Dauerzoff um die sensiblen Gummis verhärtet und sich selbst zur Zielscheibe gemacht. Die Stewards verfassten daraufhin einen Bericht an den Automobil-Weltverband in Paris, dieser könnte die Angelegenheit nun vor das höchste FIA-Gericht bringen.

"Kein Kommentar", sagte Renngewinner Rosberg - das einzige Mal, dass sich seine Miene zum Abschluss eines perfekten Wochenendes verfinsterte. "Das ist eine Farce", wütete Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko - bekannt für deutliche Worte.

Marko: "Wenn wir drei Tage testen, sind wir eine Sekunde schneller"

Das Weltmeister-Team legte Protest ein, nachdem die Silberpfeile zwischen den WM-Läufen in Spanien und Monaco 1000 Kilometer und damit rund drei Renndistanzen auf dem Grand-Prix-Kurs bei Barcelona absolviert hatten. Und das im aktuellen Rennwagen.

Formel 1 - Video 
Riesenspektakel bei Rosberg-Sieg

Christian Danner analysiert den Großen Preis von Monaco. Video

"Das ist gegen die Regeln", sagte Teamchef Christian Horner in Monte Carlo. "Wenn wir drei Tage testen gehen, sind wir eine Sekunde schneller", stieß Marko beim Fernsehsender Sky ins gleiche Horn.

Wolff: "Schade, dass man nicht anerkennt, was wir leisten"

Auch Ferrari reagierte. "Ein Protest ist die einzige Möglichkeit, die wir haben. Das ist nichts Persönliches gegen Mercedes", sagte Teamchef Stefano Domenicali. Unmittelbar nach dem Großen Preis von Monaco wurden Mercedes, Pirelli sowie die Ankläger Red Bull und Ferrari zu den Rennkommissaren bestellt.

Die Antwort aus dem Lager der Silbernen kam aber schon vorher. "Einige schreien jetzt laut. Es ist schade, dass man nicht anerkennt, was wir leisten", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Rosberg darf Sieg behalten, aber der Fall ist nicht vom Tisch

Nach dem Rosberg-Erfolg ärgerte er sich bei einer Presserunde im Motorhome vom Mercedes über das Gerede "um geheime Tests, die keine geheimen Tests waren", und dass der Rosberg-Sieg fast in den Hintergrund trete. "Ich weiß nicht, warum das immer in den Dreck gezogen wird", sagte Wolff, aber "nichts und niemand kann uns diesen Sieg nehmen".

Die Bestätigung dafür kam dann drei Stunden nach Rennende, als das Rennergebnis für Offiziell erklärt wurde. Allerdings leiteten die Rennkommissare die Angelegenheit an die FIA weiter, die sich nun mit dem Fall beschäftigen wird.

Getestete Reifen kommen in Kanada zum Einsatz

Pirellis seit Monaten leidgeprüfter Motorsportchef Paul Hembery und die Silberpfeil-Verantwortlichen erklärten einhellig, dass es sich zu 90 Prozent um Tests der Reifen für 2014 gehandelt habe. Die Initiative für den Test kam vom Reifenhersteller.

Dass in der restlichen Zeit die für das nächste Rennen in Kanada vorgesehenen, überarbeiteten Reifen zum Einsatz gekommen sind, soll Mercedes nicht gewusst haben. Gleichwohl liefern 1000 Kilometer, die Rosberg und Teamkollege Lewis Hamilton auf dem äußerst reifenanfälligen F1 W04 des deutschen Autobauers absolvierten, wichtige Daten.

Lauda holt Erlaubnis ein

Pirelli habe einen Vertrag, demzufolge man diese 1000 Kilometer pro Team und Jahr testen dürfe, teilte der Hersteller mit. Auch Ferrari soll angeblich davon Gebrauch gemacht haben, allerdings in einem älteren Modell. Denn neben den offiziellen und vor allem beschränkten Testfahrten mit den aktuellen Autos auf aktuellen Reifen sind derartige Runden eigentlich verboten. Red Bull soll daher dankend abgelehnt haben. Das bestritt Marko jedoch. "Es gab keine offizielle Anfrage", wird er bei "Motorsport-total.com" zitiert. "Ein Ingenieur wurde mal beiläufig gefragt, was er dazu meint. Das wars."

Mercedes hat sich nach Angaben von Teamaufsichtsratschef Niki Lauda nach der Pirelli-Anfrage bei Rennleiter Charlie Whiting rückversichert. "Wir haben daraufhin die FIA und Charlie Whiting gefragt, ob wir das dürfen, das wurde uns bestätigt", sagte Lauda. "Andere haben es verschlafen und regen sich jetzt auf."

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