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IOC-Wahlkampf beginnt - Coe kämpft für Bach

27.05.2013, 15:01 Uhr | dpa

IOC-Wahlkampf beginnt - Coe kämpft für Bach. Thomas Bach (l) möchte Nachfolger von IOC-Präsident Jacques Rogge werden.

Thomas Bach (l) möchte Nachfolger von IOC-Präsident Jacques Rogge werden. (Quelle: dpa)

St. Petersburg (dpa) - Nur nicht die Contenance verlieren, nur nicht negativ auffallen - IOC-Kronprinz Thomas Bach und seine Rivalen kennen die Spielregeln ganz genau. Im Rennen um das wichtigste Amt im Weltsport können sogar kleine Fehler große Wirkung haben.

Korrektheit und Fair Play sind gefragt, souveränes Auftreten, leise Töne, gegenseitiger Respekt und vor allem überzeugende Visionen von einem IOC der Zukunft. Dabei geht der Wahlkampf mit dem internationalen Sportkongress "SportAccord" diese Woche in St. Petersburg erst so richtig los. Alle fünf Kandidaten werden sich in der Zarenstadt zum ersten Mal seit Bekanntgabe ihrer präsidialen IOC-Pläne treffen.

Der ukrainische Stabhochsprung-Weltrekordler Sergej Bubka will seine Bewerbung noch in dieser Woche bekanntgeben und damit aus dem Kandidatenkreis ein illustres Sextett machen - so viele Anwärter gab es in der 119-jährigen Geschichte des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) noch nie.

Gelassen beobachtet IOC-Präsident Jacques Rogge das große Interesse an seinem Erbe. Anders als sein Vorgänger Juan Antonio Samaranch, der sich 2001 innerhalb der olympischen Familie für ihn eingesetzt hatte, will sich der Belgier im Wahlkampf komplett neutral verhalten. Knapp 14 Wochen vor dem entscheidenden Votum prophezeit Rogge bestenfalls eine mäßige Umwälzung im IOC. "Es gibt keine Anzeichen einer Revolution. Es gibt Signale einer notwendigen Evolution", sagte der 71-Jährige, "ich rechne nicht mit einer dramatischen Kurskorrektur nach der Zeit von Samaranch und mir, die glaube ich auch ganz erfolgreich war."

Am 10. September entscheidet die 125. IOC-Vollversammlung in Buenos Aires, wer als neunter IOC-Präsident Rogges Nachfolge antreten wird. Gesucht wird eine durchsetzungsfähige Autorität, ein Bewahrer und Reformer, im Idealfall ein vielsprachiger Sport-Fachmann, der die gesellschaftspolitische Kraft der Ringe-Organisation weiterentwickelt und das Zusammenspiel mit Spitzenvertretern aus Politik und Wirtschaft beherrscht.

Neben IOC-Vize Bach sehen IOC-Bankier Richard Carrion (Puerto Rico), Ng Ser Miang (Singapur), Denis Oswald (Schweiz) und Wu Ching-Kuo (Taiwan) dieses Anforderungsprofil für sich erfüllt. Bachs Konkurrenten präsentieren sich teilweise bereits seit vergangenem Wochenende in St. Petersburg. Deutschlands Ober-Olympier traf sich am Montag noch mit dem chinesischen Sportminister und wollte erst am Dienstag anreisen. In seiner Abwesenheit machte sich Londons Olympia-Chef Sebastian Coe, ein guter Freund aus Athletentagen, für ihn stark. Auch Klaus Schormann, Präsident des Internationalen Verbandes der Modernen Fünfkämpfer, sagte Bach öffentliche Unterstützung zu.

Etwa 35 IOC-Mitglieder werden in St. Petersburg erwartet. "Das Händeschütteln ist nichts für mich. Ich verkaufe mich nicht gern. Ich hoffe, dass meine Taten in der olympischen Bewegung überzeugender sind als Händeschütteln", sagte Oswald der Nachrichtenagentur dpa. Oswald ist ein Idealist, dem ein schmutziger Überzeugungskampf zuwider zu sein scheint. Sein detailliertes Wahlprogramm will der Präsident des Internationalen Ruderverbandes (FISA) erst kommenden Montag in Lausanne vorstellen.

Zumindest in dieser Hinsicht hat sich Carrion von allen Anwärtern bisher am konkretesten präsentiert und die Jagd auf Stimmen gleich mit einem unmoralischen Angebot eröffnet. Der Direktor der IOC-Finanzkommission will das Alterslimit von 70 abschaffen und einen weiteren Sonderfonds zur Geldverteilung neben dem Entwicklungshilfeprogramm Olympic Solidarity einrichten. Rogge hält sich mit öffentlichen Wertungen zurück. Alle Kandidaten hätten die Qualitäten, ein guter IOC-Präsident zu sein.

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