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Fußball gibt 5,8 Millionen Euro für Fanprojekte

07.06.2013, 16:00 Uhr | dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Die Fanprojekte im deutschen Fußball sind in der neuen Saison finanziell so gut wie noch nie ausgestattet.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach kündigte beim Festakt zum 20-jährigen Bestehen der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) am Freitag in Frankfurt/Main an, dass der Fußball seinen Anteil um 2,9 Millionen auf 5,8 Millionen Euro aufstocken werde. "Wir verdoppeln unser wirtschaftliches Engagement", sagte Niersbach. Da auch die Kommunen und Länder mitziehen würden, "haben wir die Situation, dass wir 13 Millionen investieren können". Zudem erhalte die KOS zusätzlich 250 000 Euro, um einen neuen Mitarbeiter einstellen zu können.

Bisher hatten den Jahresetat von knapp 10 Millionen Euro zu gleichen Teilen die Bundesländer, Kommunen und der Fußball - also der DFB und die Proficlubs vertreten durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) - gestemmt. In der Debatte um Ausschreitungen und das Ende vergangenen Jahres verabschiedete Sicherheitskonzept hatten Innenminister massiv gefordert, der Fußball möge sich mehr beteiligen an der Fanarbeit. DFL und DFB hatten dies vor Monaten bereits zugesichert, die Verhandlungen zogen sich allerdings länger hin.

Niersbach erinnerte im Frankfurter Römer an die schrecklichen Krawalle der 80er und 90er Jahre unter anderen mit 39 Toten im Brüsseler Heysel-Stadion und an die Tragödie bei der WM 1998 um den französischen Polizisten Daniel Nivel, der von deutschen Hooligans lebensgefährlich verletzt worden war. Seitdem habe sich viel verändert - auch dank der Fanprojekte. "In keinem Land wird eine so herausragende Präventivarbeit geleistet wie bei uns", sagte der DFB-Präsident.

Niersbach räumte ein, dass er vor der Heim-WM 2006 Ausschreitungen gefürchtet hatte: "Heute kann ich sagen: Wir hatten panische Angst." Der Schlüssel zu einem friedlichen "Sommermärchen" sei gewesen, "dass wir die Fans mit offenen Armen empfangen haben".

Die KOS darf sich mit auf die Fahne heften, dass es in den deutschen Stadien in der Regel überaus gesittet und stimmungsvoll zugeht. Die Koordinationsstelle entstand 1993 auf Grundlage des "Nationalen Konzepts für Sport und Sicherheit" und ist bei der Deutschen Sportjugend in Frankfurt/Main angesiedelt. Der präventive Ansatz der sozialpädagogischen Arbeit mit Fans hat laut Niersbach zunehmend mehr Anerkennung erfahren. Heute betreut die KOS mit fünf Hauptamtlichen um ihren Leiter Michael Gabriel 49 Fanprojekte zwischen Rostock, München, Aachen und Dresden mit 120 Mitarbeitern Die KOS sieht sich und die lokalen Fanprojekte als "Vermittlungseinrichtung", so Gabriel, deren Arbeit weit über die klassische Sozialarbeit hinausgehe und die sich regelmäßig mit "großen und mächtigen Interessengruppen" auseinandersetzen müsse. Zudem hat die KOS bereits achtmal die Betreuung jener Fans übernommen, die die Nationalmannschaft zu Welt- oder Europameisterschaften begleiten. Für Fanforscher Gunter A. Pilz (Hannover) waren die 20 Jahre der KOS "ein verdammt dornenreicher, aber von unglaublicher Pionierarbeit geprägter Weg".

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