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Drei EM-Medaillen für deutsche Slalom-Kanuten

08.06.2013, 17:59 Uhr | dpa

Drei EM-Medaillen für deutsche Slalom-Kanuten. Slalom-Kanute Jan Benzien (l) siegte knapp in Krakau vor Sideris Tasiadis.

Slalom-Kanute Jan Benzien (l) siegte knapp in Krakau vor Sideris Tasiadis. (Quelle: dpa)

Krakau (dpa) - Schon am ersten Tag der EM in Krakau haben die deutschen Slalom-Kanuten den vollen Medaillensatz bekommen.

Mit einem Doppelsieg sorgten die Canadier-Einer Jan Benzien und Sideris Tasiadis am Samstag für einen optimalen Start in die kontinentalen Meisterschaften, kurz darauf paddelte Sebastian Schubert auf dem polnischen Wildwasserkanal noch zu Platz drei bei den Kajak-Einern.

Mann des Tages war zweifelsohne der Leipziger Benzien. Mit einer starken Performance fuhr der 30-Jährige den größten Einzelerfolg seiner Laufbahn ein - bisher war das ein zweiter Platz bei den Weltmeisterschaften in Frankreich vor elf Jahren. "Ich habe das richtige Maß zwischen Sicherheit und Risiko gefunden", bilanzierte Benzien, der auch von einem Fehlerchen seines Teamkollegen Tasiadis profitierte: Der Olympia-Zweite berührte eine Torstange, kassierte zwei Strafsekunden und blieb dadurch hauchdünn hinter dem Sachsen.

"Ich ärgere mich über meinen Fehler, über die Podestplatzierung freue ich mich aber schon", äußerte der Augsburger. Immerhin reichte es für ihn noch zum zweiten Platz - unmittelbar vor dem Slowaken Matej Benus, der im Ziel nur drei Zehntelsekunden zurück lag.

Schubert profitierte nach einem mäßigen ersten Streckenabschnitt von einer Leistungssteigerung in der unteren Hälfte. "Ich hatte nicht den perfekten Einstieg in den Lauf, aber dann war es ein cooles Racing. Ich hatte großen Bock auf dieses Rennen", kommentierte er. Nach mehreren Tagen ohne reguläres Training, weil das Hochwasser der Weichsel auch die Slalom-Strecke überflutet hatte, zeigte sich der 24-Jährige vollauf zufrieden. "Die Vorbereitung war schließlich schwierig", befand Schubert. Geschlagen geben musste er sich nur dem Tschechen Jiri Prskavec und Michael Kurt aus der Schweiz.

Nicht in den Endlauf schaffte es der Olympia-Dritte Hannes Aigner, der in seinem Halbfinale zu langsam fuhr und obendrein zwei Strafsekunden einsackte. Auch der Olympiasieger Daniele Molmenti (Italien) hat nach Platz sieben im Hinblick auf den Saisonhöhepunkt - die WM in Prag im September, noch deutliches Steigerungspotenzial. Bei den Canadier-Einern der Frauen waren die deutschen Starterinnen ebenfalls deutlich von den Medaillenrängen entfernt.

Die EM in Polen hatte wegen der Folgen des Hochwassers mit einem Tag Verspätung beginnen können. Nach mehr als einer halben Woche ohne reguläres Wildwassertraining sank der Pegelstand der Weichsel erst am Donnerstag wieder deutlich, davor hatten die Slalom-Kanuten tagelang nur im Flachwasserbereich trainieren können.

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