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"Ordentliche" EM für Slalom-Kanuten - Ärger auf Jury

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"Ordentliche" EM für Slalom-Kanuten - Ärger auf Jury

09.06.2013, 16:11 Uhr | dpa

"Ordentliche" EM für Slalom-Kanuten - Ärger auf Jury. Die Franzosen Pierre Labarelle und Nicolas Peschier haben im c2 gewonnen.

Die Franzosen Pierre Labarelle und Nicolas Peschier haben im c2 gewonnen. (Quelle: dpa)

Krakau (dpa) - Nach drei deutschen Einzelmedaillen zum EM-Auftakt der Slalom-Kanuten hat die Jury ein weiteres Erfolgserlebnis in Krakau verhindert. Die Wettkampfrichter erkannten Cindy Pöschel am Sonntag nachträglich den dritten Platz bei den Kajak-Einern ab.

Die Hoffnungen auf eine vierte Medaille innerhalb der olympischen Disziplinen waren damit dahin. "Trotzdem ist unsere Ausbeute ordentlich, denn die WM im September in Prag ist ja erst unser Saisonhöhepunkt", befand Bundestrainer Michael Trummer.

Mit einem Doppelsieg sorgten die Canadier-Einer Jan Benzien und Sideris Tasiadis am Samstag für einen optimalen Start in die kontinentalen Meisterschaften, kurz darauf paddelte Sebastian Schubert auf dem polnischen Wildwasserkanal zu Platz drei bei den Kajak-Einern der Männer. In den Teamwettbewerben ergatterten die deutschen Männerteams am Samstag zweimal Platz zwei (Kajak-Einer, Canadier-Einer) und am Sonntag einmal Rang drei (Canadier-Zweier).

Auch bei den K1-Frauen hatte Cindy Pöschel das Podest fest im Blick - sogar, als sie bereits im Ziel war. Doch nach einem Protest mehrerer Kontrahenten und der Videostudie bekam die Leipzigerin 50 Strafsekunden aufgebrummt. Die Kampfrichter sahen es als erwiesen an, dass die Deutsche bei ihrer Fahrt ein Slalomtor falsch befahren hatte. Pöschel fiel auf Platz acht zurück. Bereits zuvor hatten die Juroren auch Teamkollegen Claudia Bär auf Rang fünf zurückgestuft.

Niedergeschlagen marschierten Pöschel und Bär zurück in die Mannschaftskabine, auch Bundestrainer Trummer war bedient. "Aber dafür gibt's halt den Videobeweis", sagte er. "Es waren knappe Fahrweisen, bei denen die direkten Entscheidungen der Kampfrichter zunächst positiver waren, als es das Video hinterher bestätigt hat."

Mann des Wochenendes aus deutscher Sicht war der Leipziger Canadier-Pilot Jan Benzien. Mit einer starken Performance fuhr der 30-Jährige den größten Einzelerfolg seiner Laufbahn ein - bisher war das ein zweiter Platz bei den Weltmeisterschaften in Frankreich vor elf Jahren. "Ich habe das richtige Maß zwischen Sicherheit und Risiko gefunden", bilanzierte Benzien, der auch von einem Fehler seines Teamkollegen Tasiadis profitierte: Der Olympia-Zweite berührte eine Torstange, kassierte zwei Strafsekunden und blieb dadurch hauchdünn hinter dem Sachsen. "Für Jan war es der Erfolg schlechthin. Er hat lange Jahre um einen Titelgewinn gekämpft", bilanzierte Trummer.

Schlecht lief es in der vierten olympischen Disziplin bei den Canadier-Zweiern der Männer. Kein deutsches Duos schaffte es ins Finale. "Im C2 wir wissen, dass wir Probleme haben. Da haben wir am meisten aufzuholen", erkannte Trummer. Auch die C1-Frauen brachten keine Starterin in den Endlauf. Dasselbe Schicksal ereilte im K1 dem Olympia-Dritten Hannes Aigner, der in seinem Halbfinale schlichtweg zu langsam fuhr - und obendrein zwei Strafsekunden einsackte.

Die EM in Polen hatte wegen der Folgen des Hochwassers erst mit Verspätung beginnen können. Nach mehr als einer halben Woche ohne reguläres Wildwassertraining sank der Pegelstand der Weichsel kurz vor dem Wochenende immerhin wieder deutlich - zuvor hatten die Slalom-Kanuten tagelang nur im Flachwasserbereich trainieren können.

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