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Formel 1 setzt Reifen-Hick-Hack auch in Silverstone fort

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Reifen-Hick-Hack: derselbe Gummi auch in Silverstone

10.06.2013, 21:36 Uhr | t-online.de, dpa

Formel 1 setzt Reifen-Hick-Hack auch in Silverstone fort. Die Reifen von Pirelli stehen immer wieder im Rampenlicht. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Über die Reifen von Pirelli wird in der Formel 1 immer wieder diskutiert. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Das Theater um die Formel-1-Reifen nimmt kein Ende. Pirelli gibt bekannt, dass es auch in Silverstone keine neuen Reifen geben wird. Unterdessen bestätigte der Automobil-Weltverband FIA den 20. Juni als Termin für die Verhandlung seines Internationalen Tribunals gegen Mercedes und Lieferant Pirelli. Die FIA-Richter urteilen dann in Paris über den umstrittenen Reifentest Mitte Mai in Barcelona, bei dem Nico Rosberg und Lewis Hamilton drei Tage lang im aktuellen Silberpfeil neue Gummimischungen ausprobiert hatten.

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Der Mercedes-Pilot analysiert sein Rennen in Montreal. Video

Red Bull und Ferrari legten gegen diese Probefahrten Protest ein, weil sie aus ihrer Sicht gegen das Verbot von Tests während der Saison verstoßen und einen Vorteil für Mercedes witterten. Das deutsche Team streitet einen Regelverstoß allerdings ab und will dies vor dem Internationalen Tribunal beweisen. Aber auch danach muss der heikle Fall nicht endgültig abgeschlossen sein. Gegen die Entscheidungen des Tribunals kann vor dem International Court of Appeal Berufung eingelegt werden.

Neue Reifen dürfen nur im Training verwendet werden

Nach den heftigen Diskussionen um die sensiblen Pneus und den Test auf dem Circuit de Catalunya verschob Pirelli inzwischen abermals den Einsatz einer überarbeiteten Reifenversion. Auch beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone werden die neuen Gummimischungen höchstens im Training gefahren. "Wir werden den neuen Reifen nicht im Rennen einsetzen, da wir hier nicht genug Gelegenheit zum Testen hatten", kündigte Pirelli-Motorsportdirektor Paul Hembery nach dem Grand Prix von Kanada in einem Interview des englischen Fachmagazins "Autosport" an.

Nach der vehementen Kritik an den sensiblen Mischungen wollte Pirelli ursprünglich zum Kanada-Grand-Prix mit neuen Reifen antreten - änderte aber diesen Plan. Stattdessen entschied der Reifenproduzent, dass die Teams lediglich zum Training am Freitag jeweils zwei Sätze der neuen Hinterreifen erhielten, die der Mercedes-Rennstall bei seinem umstrittenen Test auf Pirelli-Bitte ohne eigene Kenntnis ausprobiert hatte.

Di Resta fährt 56 Runden mit nur einem Satz

Die schwierigen Witterungsbedingungen in Kanada hätten Pirelli jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Außerdem offenbarte das Rennen die verschiedensten Taktiken. Ein- bis Dreistopp-Strategien waren zu sehen. Auch die häufig kritisierte mangelhafte Haltbarkeit des Pneus scheint nicht für alle zu gelten. Force-India-Pilot Paul di Resta fuhr 56 Runden lang mit dem gleichen Satz Reifen und zeigte, dass die Pirelli-Walzen durchaus dazu in der Lage sind.

Der italienische Exklusiv-Lieferant der Königsklasse will nun statt der neuen Hinterreifen das bestehende Modell noch einmal überarbeiten. Zum weiteren Plan mit den neuen Pneus machte der Pirelli-Motorsportdirektor keine Angaben. "Aus vielerlei Hinsicht ist das gut, da es bedeutet, dass die Teams mit demselben Reifentyp weiterarbeiten, mit dem sie auch in dieses Jahr gegangen sind", begründete Hembery die aktuelle Entscheidung. Zugleich räumte er ein: "Wahrscheinlich ist das aber nicht gut für einige Teams, die mit dem Vorderreifen zu kämpfen haben."

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