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Jörg Fiedler holt bei Fecht-EM in Zagreb den zweiten Titel

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Fechter Fiedler: die Angst vorm Siegen längst verloren

17.06.2013, 14:00 Uhr | dpa

Jörg Fiedler holt bei Fecht-EM in Zagreb den zweiten Titel. Jörg Fiedler feiert seinen Erfolg in Zagreb.

Jörg Fiedler feiert seinen Erfolg in Zagreb. (Quelle: dpa)

Zagreb (dpa) - Die Warterei nervte am meisten. Den ganzen Tag lang. "Zehn Minuten noch, dann ist es rum." Jörg Fiedler drängte es mächtig auf die Planche.

Da war der Zeitplan der Fecht-EM in Zagreb schon um fast zwei Stunden überzogen, der 35-jährige Leipziger und sein französischer Degen-Finalkonkurrent Daniel Jerent mussten sich in Geduld üben.

Nach einem Arbeitstag von elf Stunden und 40 Minuten war es dann soweit. Fiedler, der kühle Fecht-Analytiker mit Flugangst und dem lang anhaltenden Bammel vor finalen Siegen bei Welt- oder Europameisterschaften, setzte mit seiner linken Hand beim 15:5 den letzten Treffer des Individualwettbewerbs und war zum zweiten Mal nach seinem Erfolg in Sheffield 2011 Europas Champion.

Eigentlich ein kleines sportliches Wunder. Fiedler hat im Grunde längst die Seite gewechselt und ist mehr Trainer denn Trainierter. Beim FC Leipzig geht der stets bescheiden auftretende Sachse der fechterischen Lehrtätigkeit nach. Den B-Schein hat er schon, der A-Schein und das Zertifikat als Diplomtrainer sind geplant.

Wann? Keine Ahnung. Denn Fiedlers duale Karriere strengt an, macht aber auch viel Spaß. Sein Schützling Artur Fischer wurde Ende April in Reutlingen deutscher Meister der B-Jugend. Fiedler gilt als Trainer-Talent: "Er ist sehr begabt dafür, er ist fair, ein sehr guter Fecht-Pädagoge, er ist innerlich ein Profi und für das deutsche Fechten ein doppelter Topmann", sagte Degen-Chefcoach Didier Ollagnon über seinen Trainingspartner.

Und in den späten Jahren seiner langen Karriere "lässt er es einfach richtig krachen", beschrieb Ollagnon den "neuen" Fiedler. Bis 2011 hielt sich die Mär vom "ewigen" Talent, das nie einen bedeutenden Titel gewinnen würde. Sheffield war mit EM-Gold der erste Gegenbeweis, in Kroatiens Metropole gelang es dem Olympia-Achten von London zum zweiten Mal.

Fiedler nimmt gern Hilfe an, sei es fechterisch von Ollagnon oder für den manchmal nicht so willigen Geist von dem Leipziger Diplompsychologen Rolf Frester: "Fechten ist bei mir eine Kopfsache." In Zagreb, wo in der mehr als 15 000 Besucher fassenden Arena abends kurz vor Zehn nur eine Handvoll Experten Notiz von Fiedlers Coup nahm, überraschte er sich selbst: "Klar, weil ich zuletzt ja viel mehr als Trainer gearbeitet habe."

15 bis 20 Schützlinge hat er, B- oder A-Jugendliche. Zusammen mit seinem Mentor Hans-Wernfried Frommolt hat Jörg Fiedler nicht einfach nur Spaß an seinem neuen Tun: "Man lernt das Fechten noch einmal ganz anders kennen. Die Trainertätigkeit erweitert den Horizont". Und weil es dann auf und neben der Planche gleich doppelt Freude macht, kann der 35-Jährige auch nicht genau sagen, wie lange er selbst noch auf der Fechtbahn stehen möchte: "Mal schauen."

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