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Formel 1: Mercedes muss zittern - FIA vertagt Urteil zum Reifentest

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Noch kein Urteil: Mercedes muss zittern

21.06.2013, 08:39 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Formel 1: Mercedes muss zittern - FIA vertagt Urteil zum Reifentest. Mercedes' Geheimtest sorgt für mächtig Aufregung in der Formel 1. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Mercedes' Geheimtest sorgt für mächtig Aufregung in der Formel 1. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Ausschluss, Geldstrafe oder doch Freispruch? Der Formel-1-Rennstall Mercedes steht in der hochpolitischen Reifentest-Affäre gewaltig unter Druck - und muss auf ein Urteil warten. Nach einer rund siebenstündigen Verhandlung in Paris vertagte das Internationale Tribunal des Automobil-Weltverbandes FIA sein Urteil auf Freitag. "Wir werden uns noch den Rest des Tages und der Nacht mit den Akten beschäftigen müssen", zitierte das Fachmagazin "auto, motor und sport" Richter Edwin Glasgow.

Die Silberpfeile zittern. Nach Angaben von FIA-Anwalt Mark Howard wurde Mercedes und Hersteller Pirelli nie die offizielle Erlaubnis für Reifentests mit dem aktuellen Formel-1-Wagen erteilt. Die Silberpfeile wehren sich gegen den Vorwurf eines Regelverstoßes. Einzig Pirelli habe den Test durchgeführt, sagte der Vertreter des Werksteams, Paul Harris: "Das war kein von Mercedes durchgeführter Test. Es ist unumstößlich, dass der Test von Pirelli durchgeführt wurde."

Der Jurist berief sich auf Paragraph 22 des Sportlichen Regelwerks, wonach Fahrten verboten sind, die von einem Mitbewerber - im Klartext von einem Rennstall - durchgeführt werden. Pirelli habe die Übungsrunden Mitte Mai beaufsichtigt und auch bezahlt, meinte Harris weiter.

Widersprüchliche Ansichten über den Nutzen der Tests

Mercedes hat nach Ansicht von Teamchef Ross Brawn auch keinen grundlegenden Nutzen aus den erhobenen Daten ziehen können. "Ich erkenne nicht wie. Wir hatten keine Ahnung, welche Reifen eingesetzt wurden. Wir wussten nicht, was genau Pirelli testen will." FIA-Anwalt Howard sah dies anders: "Offenkundig gab es Daten, die für Mercedes zugänglich waren. Es ist schwierig zu sagen, dass Mercedes keinen Nutzen aus dem dreitägigen Test gezogen hat."

"Wir haben alles getan, um uns abzusichern, damit es kein Regelbruch ist", sagte Mercedes-Anwalt Harris in seinem Schlussplädoyer: "Wir haben FIA-Renndirektor Charlie Whiting zweimal angerufen und nach seiner Zustimmung gefragt, die hat er uns gegeben. Wir hätten sonst nicht weitergemacht." Die FIA stellte dagegen klar, dass jeder angebliche Hinweis von Whiting in Richtung einer Testerlaubnis unerheblich sei.

Lauda: wollten Prozess vermeiden

Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda hatte eingeräumt, dass er den Prozess bis zuletzt unbedingt vermeiden wollte. "Red Bull, das mit Ferrari gegen uns den Protest eingelegt hat, war wie Bernie Ecclestone mit einem außergerichtlichen Deal einverstanden. Dazu hätte es einen Brief von Mercedes an FIA-Boss Jean Todt gebraucht. Doch unsere Chefs Toto Wolff und Ross Brawn lehnten ihn ab, jetzt müssen sie eben damit leben", sagte Lauda dem Schweizer "Blick".

Pirelli selbst sah für eine Bestrafung keine Grundlage. Der Anwalt des Exklusiv-Ausstatters, Dominique Dumas, argumentierte, dass Pirelli als Hersteller nicht unter die entsprechende Rechtsprechung falle. "Es darf keine Sanktionierung ohne jede solide rechtliche Grundlage geben. Wir können diesen Vorgang nicht nachvollziehen."


Drei Tage in Barcelona

Die Silberpfeile hatten mit den Stammfahrern Nico Rosberg und Lewis Hamilton drei Tage lang auf der Formel-1-Strecke in Barcelona Reifen für Pirelli getestet. Red Bull und Ferrari legten Protest ein, weil sie aus ihrer Sicht gegen das Verbot von Tests während der Saison verstoßen.

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