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Miami huldigt "King" James: NBA-Titel verteidigt

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Miami huldigt "King" James: NBA-Titel verteidigt

15.07.2013, 10:02 Uhr | dpa

Miami huldigt "King" James: NBA-Titel verteidigt. Im Presseraum strahlt James mit seinen beiden Pokalen um die Wette.

Im Presseraum strahlt James mit seinen beiden Pokalen um die Wette. (Quelle: dpa)

Miami (dpa) - Wie ein Popstar wurde LeBron James gefeiert, die Lobeshymnen nahmen kein Ende. Mit 37 Punkten und zwölf Rebounds beim 95:88 im siebten und entscheidenden Finale in der NBA gegen die San Antonio Spurs führte der "King" seine Miami Heat zur Titelverteidigung.

"LeBron ist der beste Spieler des Planeten", twitterte Dirk Nowitzki aus Deutschland nach Florida.

"Er ist der Beste", jubilierte auch Miamis Headcoach Eric Spoelstra nach der Gala des 28-Jährigen vor 20 000 Zuschauern im American Airlines Center. "Er stellt sich jeder Herausforderung und wächst daran." Gerührt und bescheiden gab sich James. Direkt nach der Schlusssirene führte sein erster Weg zu Spurs-Center Tim Duncan, um dem mit 24 Punkten besten Werfer der Texaner Respekt zu zollen. "Die Spurs haben uns wirklich bis an die Grenze getrieben. Hier rauszukommen und so einen Kampf zu liefern. Das ist einfach großartig", sagte James.

Duncan verlegte in der letzten Minute einen Korbleger gegen Shane Battier. Auch den Tipversuch konnte der viermalige Champion nicht im Netz unterbringen. "Das wird mich mein Leben lang verfolgen", klagte Duncan völlig zerstört nach dem K.o. Doch auch die Teamkollegen zeigten Nerven. Mit drei Ballverlusten in der Schlussphase vergaben die Spurs ihren möglichen fünften Titel. Zweitbester Werfer der Texaner war Kawhi Leonard mit 19 Zählern. Der Rest der Spurs fand zu keiner Zeit einen guten Rhythmus.

Ganz anders die Heat. Battier (18), der sechs von acht Dreiern traf, und Mario Chalmers (14) hatten großen Momente. Auch Dwyane Wade, der zweite Superstar im Heat-Trikot, glänzte mit 23 Punkten und zehn Rebounds. Seinem Spitznamen "der Auserwählte" machte James nach schwachem Beginn schließlich alle Ehre. Von den Spurs zu vielen Distanzwürfen gezwungen, versenkte er phasenweise einen Ball nach dem anderen.

"Ich bin sprachlos. Wann immer ich mein Trikot anziehe, weiß ich, dass ich gesegnet bin. Meine Vision, die ich beim Wechsel nach Miami hatte, hat sich erfüllt. Den Titel zu verteidigen, ist ein unglaubliches Gefühl. Ich bin stolz, zu diesem großartigen Team zu gehören", sagte der Small Forward.

Das Talent des in Akron im US-Bundesstaat Ohio geborenen James war früh erkennbar. In seiner ersten Saison bei den Cleveland Cavaliers wurde er 2003 "Rookie des Jahres". Zwischen 2006 und 2010 stand er fünfmal in Serie mit den Cavaliers in den Playoffs. Höhepunkt war 2007 die Finalteilnahme gegen San Antonio. In nur vier Spielen war die Serie für Cleveland beendet. 2010 folgte der Wechsel nach Florida und die 2:4-Finalniederlage gegen Nowitzki und die Dallas Mavericks. Und James wurde verspottet.

Doch die Niederlagen motivierten ihn. "Ich arbeite ständig an meinem Spiel. Wenn es sich dann auf dem Platz in dieser Situation so auszahlt, ist das die ultimative Belohnung", erklärte der Basketball-Superstar. Schon als wertvollster Spieler (MVP) der Saison ausgezeichnet, wurde der 28-Jährige auch MVP der Finalserie. Nach den Basketball-Legenden Larry Bird und Michael Jordan ist James erst der dritte Spieler, der mindestens zweimal in einer Saison beide individuellen Trophäen gewonnen hat.

"Ich ziehe den Hut vor den Spurs. San Antonio ist ein erstklassiges Team mit einer erstklassigen Organisation. Sie haben uns die am härtesten umkämpfte Serie geliefert, in der wir jemals gespielt haben", erklärte Chefcoach Spoelstra. Sein Team war eigentlich schon erledigt, lag in Spiel sechs kurz vor Schluss mit drei Punkten im Rückstand, rettete sich in die Verlängerung und durfte nun jubeln.

"Wir hatten die große Chance in Spiel sechs", klagte denn auch der Franzose Tony Parker. Stolz war Spurs-Coach Gregg Popovic trotz des verpassten fünften NBA-Titels. "Ich liebe unser Team. Niemand hat uns diese Leistung zugetraut. Miami war einfach besser."

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