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Chance Globalisierung: Pferdesport in neuen Dimensionen

26.06.2013, 14:24 Uhr | dpa

Chance Globalisierung: Pferdesport in neuen Dimensionen. Michael Mronz regt beim Weltverband FEI die Schaffung eines Turnierkalenders an.

Michael Mronz regt beim Weltverband FEI die Schaffung eines Turnierkalenders an. (Quelle: dpa)

Aachen (dpa) - Der Pferdsport-Standort Deutschland droht durch die Globalisierung an Bedeutung zu verlieren. Die Traditionsturniere in der schwarz-rot-goldenen Reit-Nation müssen sich einem nie dagewesenen Verdrängungswettbewerb stellen.

Doch das schreckt kaum jemanden auf. Im Gegenteil: "Die Globalisierung ist überlebenswichtig für den Pferdesport", sagt Soenke Lauterbach, Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). "Ich glaube, dass sich unter den professionellen Sportarten der Reitsport am stärksten wandelt, was ich als große Chance für den Sport sehe", ist Michael Mronz, Vermarktungschef des CHIO in Aachen, überzeugt.

Tatsächlich stößt der Pferdesport - insbesondere der Springsport - in neue Dimensionen vor. Die Zahl der weltweit hochklassigen Turniere ist gestiegen. Längst wird in Rio, Peking oder Doha Spitzensport auf Pferden angeboten. Die Prämien sind in Bereiche vorgestoßen, wie man sie bislang im Tennis oder im Golf kannte.

Noch vor 15 Jahren habe es fünf Fünf-Sterne-Turniere im Jahr gegeben, heute fänden 50 dieser Veranstaltungen weltweit statt, erklärt Mronz. "Früher wurden 50 Prozent des Preisgeldes in Deutschland ausgeritten, heute sind es nur noch 10 Prozent. Der Rest wird in Europa und der Welt ausgeschüttet." Er glaubt, "dass die Turniere, die ehrlich zu ihrem Produkt sind, eine Chance haben, auch weiterhin mit ihrem Produkt eine Top-Veranstaltung zu organisieren".

Profiteure der Entwicklung ist vor allem die Springreiter-Elite. Beim CHIO in Aachen, dem wohl traditionsreichsten und weltweit größten Turnier, wurde die Dotierung des Großen Preises an diesem Sonntag von 350 000 Euro auf ein Million Euro erhöht. Im Nationenpreis werden am Donnerstag statt 265 000 nun 400 000 Euro ausgeschüttet. Zudem bildet der Große Preis in der Soers gemeinsam mit den Grand Prix beim Millionen-Turnier in Calgary und bei der Hallen-Veranstaltung in Genf den Grand Slam, der mit zusätzlich einer Million Euro lockt.

Doch so angenehm der weltweite Geldregen für die Reiter-Elite ist, hat die Inflation an Turnieren und Prämien auch seine negativen Folgen. Oft finden Top-Veranstaltungen parallel statt. Darunter leidet die Qualität der Starterfelder. Kleinere Turniere haben ohnehin kaum Chancen, die sehr gute Paare anzulocken.

Auch Aachen bekommt den Konkurrenzkampf zu spüren - auch wenn der CHIO um seinen Status kaum fürchten muss. Wer nicht in der Soers ist, dem winkt an diesem Wochenende im Fürstentum Monaco im Springen der Global Champions Tour ein Haufen Geld. "Das ist nicht gut für den Sport und für viele nicht nachvollziehbar", sagte Mronz.

Er fordert daher den Weltreiter-Verband FEI zum Handeln auf. "Ich glaube, dass es wichtig ist, dass der Weltverband eine klarere Kalenderstruktur aufbaut", sagte er der Nachrichtenagentur dpa und nannte ein Negativ-Beispiel. "Von der Sache her macht es keinen Sinn, dass es an einem Wochenende zwei Fünf-Sterne-Turniere gibt wie in Aachen und in Monaco." Viele Sportarten wie Tennis und Golf würden vorleben, wie das erfolgreich geht.

Aus seiner Sicht solle es nur zwölf bis 15 Top-Turniere pro Jahr mit entsprechendem Preisgeld geben. Dazu käme noch eine bestimmte Zahl von Turnieren eine Kategorie darunter. "Dann kommt die FEI auch in die Situation, dass man die Championate freiblocken kann. Da dürfen auch keine anderen Turniere stattfinden", schlug der CHIO-Manager vor.

Laut FN-Generalsekretär Lauterbach hat die FEI das Problem erkannt und schon Anfang 2012 eine Arbeitsgruppe einberufen. "Es wird sehr intensiv darüber beraten. Ich halte das auch für wichtig", meinte er. Doch eine komplette Exklusivität werde es für Top-Veranstaltungen nicht geben. "Dazu gibt es zu viele Turniere."

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