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Olympia-Held Brink sagt Start bei Beach-WM ab

30.06.2013, 17:01 Uhr | dpa

Olympia-Held Brink sagt Start bei Beach-WM ab. Julius Brink hat Probleme mit dem Oberschenkel.

Julius Brink hat Probleme mit dem Oberschenkel. (Quelle: dpa)

Stare Jablonki (dpa) - Der Olympiasieger muss passen. Ein knappes Jahr nach dem Sensations-Gold von London kann der deutsche Vorzeige-Beachvolleyballer Julius Brink bei der WM im polnischen Stare Jablonki wegen anhaltender Oberschenkelprobleme nicht in den Medaillenkampf eingreifen.

"Ich kann nicht voll ausspringen, und die Gefahr, dass die Verletzung ein zweites Mal aufbricht und mich für den Rest der Saison außer Gefecht setzt, ist zu groß", erklärte der 30-jährige Brink und sagte seinen WM-Start ab.

Die laufende Saison war für Brink, der 2009 schon einmal Weltmeister war und dazu noch zweimal WM-Bronze gewonnen hat, ohnehin schon schwierig verlaufen. Nach dem umjubelten Olympiasieg im vergangenen Sommer hatte sein langjähriger Partner Jonas Reckermann wegen einer Rückenverletzung seine aktive Laufbahn beenden müssen. Mit dem neuen, international unerfahrenen Partner Sebastian Fuchs gelangen dem Kölner erst einmal nur durchwachsen Resultate, was durchaus normal war. Wegen eines Muskelfaserrisses musste er jedoch schon die World-Tour-Turniere in Den Haag und Rom absagen.

Der ehemalige Hallen-Profi Fuchs konnte dort nur mit den Ersatzpartnern Thomas Kaczmarek und Mischa Urbatzka antreten und nicht in den Kampf um die Spitze eingreifen. Bei der WM wird Fuchs nun mit Kaczmarek vom TV Rottenburg einen neuen Versuch starten. Brink hatte 2005 in Berlin mit dem damaligen Partner Kjell Schneider die erste deutsche WM-Medaille im Beachvolleyball gewonnen.

Statt Brink/Fuchs wollen nun die amtierenden deutschen Meister Jonathan Erdmann/Kay Matysik (VC Olympia Berlin) und Katrin Holtwick/Ilka Semmler (Seaside Beach Club Essen) einen Platz auf dem WM-Podium erobern. "Wir haben uns in den Top Ten der Welt wieder festgespielt", erklärte der 33-jährige Matysik: "Wir wollen eine Medaille, sonst brauchten wir ja nicht hinfahren." Auf der Welttour kratzten Erdmann/Matysik als neue nationale Nummer eins in diesem Jahr mehrmals an den Medaillenrängen, zuletzt als Fünfte in Rom.

Die ebenfalls in Berlin lebenden und trainierenden Holtwick/Semmler haben in der laufenden Saison schon drei große internationale Turniere auf Rang drei beendet. "Das haben wir uns nicht erträumt. Aber dritte Plätze haben wir jetzt genug", sagte die Olympia-Neunte Katrin Holtwick kämpferisch. Noch nie haben deutsche Frauen bei Welttitelkämpfen eine Medaille gewonnen.

Auch die Olympia-Fünfte Laura Ludwig würde das bei der WM mit ihrer neuen Partnerin Kira Walkenhorst (Hamburg) gern ändern. Und die schwarz-rot-goldene Damen-Fraktion hat überraschend sogar noch ein drittes heißes Eisen im Feuer. Die Stuttgarterinnen Karla Borger/Britta Büthe verpassten zuletzt beim Grand Slam in Rom nur knapp das Finale.

Am kommenden Wochenende werden in Stare Jablonki, wo die Welttour schon seit Jahren Station macht, zum neunten Mal die Weltmeister ermittelt. Doch zunächst müssen sich die acht Teams des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) durch die Gruppenphase kämpfen. Neben den fünf offiziellen Nationalteams sind auch Sebastian Dollinger/Stefan Windscheif (Kiel/Iserlohn), Markus Böckermann/Mischa Urbatzka (Hamburg) und Victoria Bieneck/Julia Großner (Berlin) am Start. Olympiasieger Brink bleibt nur die Zuschauerrolle.

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