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Beach-Duo Erdmann/Matysik: Die WM-Million lockt

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Beach-Duo Erdmann/Matysik: Die WM-Million lockt

02.07.2013, 13:38 Uhr | dpa

Beach-Duo Erdmann/Matysik: Die WM-Million lockt. Kay Matysik (l) und Jonathan Erdmann in Aktion.

Kay Matysik (l) und Jonathan Erdmann in Aktion. (Quelle: dpa)

Stare Jablonki (dpa) - Jonathan Erdmann und Kay Matysik wollen raus aus dem Schatten der Olympiasieger und ran an die Medaillen - möglichst schon bei der laufenden WM in Polen.

Deutschlands derzeit beste Beachvolleyballer möchten im Masuren-Dörfchen Stare Jablonki einen weiteren Schritt vorankommen in den Spuren von Julius Brink und Jonas Reckermann. "Sie haben alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Von daher gebührt ihnen der absolute Respekt, ganz klar", sagte der Berliner Erdmann zum Erfolgsduo Brink/Reckermann, das nach EM-Gold, WM-Titel und dem großen Coup bei Olympia 2012 zum Leidwesen des deutschen Volleyballs gesprengt worden ist.

"Jetzt sind wir dran. Wir werden Stück für Stück in die Rolle schlüpfen", kündigte der 25 Jahre alte Erdmann selbstbewusst an. Reckermann hatte aufgrund einer Rückenverletzung seine Laufbahn nach den Londoner Spielen beenden müssen. Brink fehlt bei der neunten Beach-WM wegen einer Oberschenkel-Blessur. "Die Namen stehen in Deutschland für Beachvolleyball, das wird so bleiben", betonte der 1,94 Meter große Blockspieler. Aber nun wollen Erdmann/Matysik ihre Chance nutzen: "Wir sind jetzt die nationale Nummer eins."

Seit fünf Jahren baggern die Sportsoldaten schon gemeinsam im Sand. Vizeeuropameister 2011 waren sie schon. Zuletzt beim Grand Slam in Rom holten sie einen fünften Rang in der Weltelite, in der Weltrangliste sind sie Zehnter. In Stare Jablonki, wo am Dienstag für das Duo des VC Olympia Berlin das erste Gruppenspiel anstand, haben sich Erdmann und sein acht Jahre älterer Partner Matysik einen Platz auf dem Podium als Ziel gesetzt. "Wir sehen noch viel Potenzial, das wir ausschöpfen können", betonte Erdmann mit klarem Blick auf Rio de Janeiro 2016: "Wir haben noch nicht alles gewonnen."

Nach Rang neun bei Olympia vor einem Jahr hat sich "unser kleines Unternehmen" (Matysik) noch professioneller aufgestellt. In dem Spanier Danny Wood verpflichtet das deutsche Meisterduo von 2012 erstmals einen Vollzeittrainer. Zuvor hatte es sich nur für einige Turniere und Vorbereitungswochen einen Honorarcoach geleistet.

"Wir haben uns da weit aus dem Fester gelehnt", verwies der gebürtige Berliner Matysik auf den wichtigen finanziellen Aspekt. Dass die WM mit einem Preisgeld von einer Million Dollar (768 000 Euro) doppelt so hoch wie ein Grand Slam ausgestattet ist, lockt zwar, ist für Erdmann/Matysik aber eher zweitrangig. Das Siegerteam bekommt 60 000 Dollar (46 000 Euro). "Es reicht eh nicht", scherzte der diplomierte Betriebswirt Matysik mit eher ernstem Hintergrund.

Durch Sponsoren, Sporthilfe, Bundeswehr und Verband können Erdmann/Matysik die Saison mit einem Etat von 130 000 Euro bestreiten, erhoffte Preisgelder sind da schon eingerechnet. Im Vergleich mit der Konkurrenz etwa aus Brasilien, den USA und den Niederlanden ist das sehr bescheiden. "Wenn man es gut machen würde, und wir messen uns ja mit anderen, dann bräuchte man 250 000 Euro", meinte Matysik: "Aber wir wollen ja nicht klagen, es macht Spaß."

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