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NADA auf "Betteltour" - Kontakt zu Ullrich gesucht

03.07.2013, 14:47 Uhr | dpa

NADA auf "Betteltour" - Kontakt zu Ullrich gesucht. Andrea Gotzmann von der NADA will sich bald mit Jan Ullrich treffen.

Andrea Gotzmann von der NADA will sich bald mit Jan Ullrich treffen. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA will vom geständigen Blut-Doper Jan Ullrich nähere Informationen über die Dopingszene im internationalen Radsport erhalten. Daher haben die Verantwortlichen Kontakt zu Ullrichs Management aufgenommen.

"Alle Geständnisse bringen Erkenntnisgewinn für uns", begründete die Vorstands-Vorsitzende Andrea Gotzmann bei der Jahres-Pressekonferenz der NADA den Vorstoß. Ihr Vorstandskollege Lars Mortsiefer geht davon aus, dass es zeitnah in diesem Sommer zu einem Gespräch mit dem früheren Tour-de-France-Gewinner kommen wird.

Weiter ein Hauptthema für die NADA ist die Finanzierung. Der Etat von jährlich 4,5 Millionen Euro ist nur bis zum Ende dieses Jahres gesichert. "Es ist für alle Beteiligten unbefriedigend, dass sich die NADA immer nur von Jahr zu Jahr finanzieren kann. Wir brauchen mittelfristige Sicherheiten für drei bis fünf Jahre", forderte der NADA-Aufsichtsratschef Hans Georg Näder. "Wenn man das Modell will, müssen die Stakeholder aus Politik, Sport und Wirtschaft auch die Finanzierung sichern."

Vor allem aus der Wirtschaft fließt trotz der seit Jahren anhaltenden "Betteltour" der Verantwortlichen viel zu wenig Geld in die NADA, derzeit ist Sportartikel-Hersteller Adidas einziger Partner. Auch der Anteil der Bundesländer an der NADA-Finanzierung hat sich seit im Runden Tisch bei Innenminister Hans-Peter Friedrich im Februar 2012 nicht nennenswert erhöht.

Für dieses Jahr war der NADA-Etat nur durch einen kurzfristige Millionenspritze des Bundesinnenministeriums gerettet worden. 2012 hatte die NADA bei 8567 Trainings- und 1076 Wettkampfkontrollen insgesamt 97 Verstöße gegen die Anti-Doping-Bestimmungen registriert - elf mehr als im Jahr 2011. In 64 Fällen lagen positive Analyseergebnisse vor, 22 Mal wurde Athleten der Gebrauch oder der versuchte Gebrauch unerlaubter Substanzen oder Methoden zur Last gelegt. In acht Fällen wurde eine Probe verweigert, dreimal standen Sportler mindestens dreimal nicht für Kontrollen zur Verfügung.

Überraschend: In nur in 22 Fällen wurden Sanktionen ausgesprochen. 25 Verfahren wurden eingestellt, weil Athleten medizinische Gründe für die Einnahme der Mittel nachweisen konnten. Acht Fälle wurden an die Internationale Anti-Doping-Agentur WADA oder Fachverbände übergeben.

Ein großer Erfolg ist es für Andrea Gotzmann, dass der Anteil der Blutkontrollen auf rund 20 Prozent gesteigert werden konnte. Bei 4404 Tests, die Fachverbände in Eigenregie durchführten, läge der Anteil bei nur bei 3,5 Prozent. "Unser Ziel ist es, künftig für noch mehr Verbände die Wettkampfkontrollen durchzuführen, um mehr Einheitlichkeit zu erreichen", sagte sie. Auf dem Gebiet der Doping-Kontrollen bei Pferden sieht sich die NADA mit 158 Tests seit dem Vorjahr sogar international als Vorbild.

In der "Causa Erfurt", die die NADA vor den Internationalen Sportgerichtshof brachte, erwartet Justiziar Mortsiefer in den kommenden Wochen eine Entscheidung des CAS, "damit auch die Rechtslage in Sachen der in Erfurt praktizierten UV-Behandlung von Blut auch für den Zeitraum vor dem 1. Januar 2011 klargestellt wird." Ein CAS-Urteil im Fall des Radprofis Patrik Sinkewitz, bei dem die NADA gleichfalls mit der Entscheidung des Deutschen Schiedsgerichts nicht einverstanden war, sei gleichfalls anhängig.

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