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Punktsieg für Madrid im Dreikampf um Olympia 2020

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Punktsieg für Madrid im Dreikampf um Olympia 2020

03.07.2013, 18:48 Uhr | dpa

Punktsieg für Madrid im Dreikampf um Olympia 2020. Prinz Felipe unterstützte die Bewerbung Madrids.

Prinz Felipe unterstützte die Bewerbung Madrids. (Quelle: dpa)

Lausanne (dpa) - Mit verhaltenem Jubel verließen Madrids Olympia-Planer das Kongresszentrum Beaulieu in Lausanne. Hochzufrieden feierten die Spanier ihren Punktsieg im Dreikampf um die Olympischen Spiele 2020.

Kronprinz Felipe wurde von den IOC-Mitgliedern sogar als "Star des Tages" bezeichnet. 66 Tage vor der Vergabe des Ringe-Spektakels waren auch Istanbul und Tokio "sehr glücklich" über ihre 45 Minuten langen Präsentationen, aber Madrid machte im Rennen um den Milliardenpreis zweifellos Boden gut. "Wenn man die Auftritte bewertet, war Madrid am besten in puncto Präsentation und Botschaft", kommentierte IOC-Spitzenfunktionär Richard Pound, "der Prinz war der Star des Tages."

Die drei Metropolen versuchten vor den 86 anwesenden IOC-Mitgliedern mit unterschiedlichen Konzepten zu punkten. Am 7. September wird die 125. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Buenos Aires entscheiden müssen, in welche Richtung die Spiele gehen sollen. Istanbul wirbt als Schmelztiegel zwischen Orient und Okzident mit einer Olympia-Premiere auf zwei Kontinenten und einer boomenden Wirtschaft. Tokio, bereits 1964 Olympia-Gastgeber, stellt die Kompaktheit der Sportstätten in den Vordergrund und positioniert sich als finanziell "sichere Wahl" mit einem fest angelegten Reserve-Fonds in Höhe von 4,5 Milliarden Dollar.

Madrid sieht sich eher als Gegenmodell zum olympischen Gigantismus. Von den 35 geplanten Sportstätten existierten bereits 28, warben die Spanier. Zudem belaufe sich das Gesamtbudget auf lediglich 1,9 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Tokio kalkuliert mit einem Etat von 4,9 Milliarden Dollar, Istanbul hat sogar 19,2 Milliarden Dollar veranschlagt. "Alle drei Bewerbungen waren beeindruckend mit sehr unterschiedlichen Konzepten. Es wird ein sehr spannendes Rennen", analysierte IOC-Vize Thomas Bach. "Es sind alle Herausforderungen proaktiv angesprochen worden, und das hat den IOC-Mitgliedern sehr gut gefallen."

Ali Babacan, stellvertretender Premierminister der Türkei, wollte die stimmberechtigten Olympier überzeugen, dass sein Land trotz der gewalttätigen Demonstrationen gegen die Regierung ein lukrativer Gastgeber sei. "Die Türkei ist ein Land, das seine Demokratie verbessert", referierte der Politiker nach dem Auftritt. Die Proteste seien von illegalen, gut organisierten Gruppen ausgegangen, aber natürlich könne Gewalt nicht toleriert werden. Die immensen 19,2 Milliarden Olympia-Kosten verteidigte er mit der Finanzstärke der Türkei: "Wir investieren ohnehin 400 Milliarden Dollar in die Infrastruktur unseres Landes."

Auch Madrid ging seine vermeintliche Schwachstelle offensiv an. Nach der Rezession gehe es Spanien wieder deutlich besser, meinte Wirtschaftsminister Luis De Guindos. Die Iberer wurden für ihre leidenschaftliche Vorstellung von zahlreichen IOC-Mitgliedern ausdrücklich gelobt. Kronprinz Felipe, bei den Barcelona-Spielen 1992 als Segler im spanischen Olympia-Team, bezauberte mit seinem Charme sogar die hartgesottenen Olympier. "Wir sind sehr glücklich. Heute war ein sehr wichtiger Tag für uns", erklärte Madrids Bewerbungschef Alejandro Blanco. Tokios Vertreter sehen sich "als der richtige Partner des IOC zum richtigen Zeitpunkt" ebenfalls auf einem guten Weg.

Vor acht Tagen hatte die IOC-Evaluierungskommission in ihrem 110-seitigen Prüfbericht über die technischen Voraussetzungen der Kandidaten allen drei Städten bescheinigt, "erfolgreiche Spiele" veranstalten zu können. Im emotionalen Endspurt des Bewerbungsmarathons kann bei noch unentschlossenen IOC-Mitgliedern jedes Detail den Ausschlag geben. Am Mittwoch sickerte durch, dass Istanbuls Delegation in Buenos Aires von Premierminister Recep Tayyip Erdogan angeführt werden soll. Nach den jüngsten Unruhen in der Türkei ist seine Rolle als Stimmenfänger zumindest umstritten.

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