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Ruderer Hacker plant 5. Olympiateilnahme

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Ruderer Hacker plant 5. Olympiateilnahme

15.07.2013, 09:56 Uhr | dpa

Ruderer Hacker plant 5. Olympiateilnahme. Marcel Hacker hat noch nicht genug von den Olympischen Spielen.

Marcel Hacker hat noch nicht genug von den Olympischen Spielen. (Quelle: dpa)

Luzern (dpa) - Marcel Hacker ist die Ruhe selbst. Auch das hektische Treiben auf dem Bootsplatz in Luzern kann daran nichts ändern. Beim Rotsee-Veteran, der zum 18. Mal zum Starterfeld der Traditionsregatta gehört, hält sich die Aufregung in Grenzen.

Die Einheit auf dem Fahrradergometer nur wenige Minuten nach dem Rennen bringt den Puls kaum in die Höhe. "Ich setzte mich nicht mehr unter Druck wie früher", sagt Hacker im lockeren Plauderton. Und doch verfolgt er ambitionierte Ziele - mit 36 Jahren: "Ich habe das Gefühl, noch mal ganz, ganz oben angreifen zu können. Deshalb habe ich einen Neustart gewagt."

Eigentlich sollte längst Schluss sein mit dem Leistungssport. Das olympische Finale im vorigen Sommer auf dem Dorney Lake war als letzter Auftritt auf großer Bühne gedacht. Doch der Abschied aus der Sportart, die seit Mitte der 90er Jahre seinen Lebensrhythmus bestimmt, fiel schwer. Ermutigt durch den Zuspruch seiner Frau, die ihn als Mentaltrainerin betreut, entschloss sich Hacker zur Fortsetzung seiner Karriere. Nicht nur für ein Jahr, sondern gleich bis Rio 2016.

Ähnlich entspannt wie Hacker geht Roland Oesemann das ungewöhnliche Projekt an. Den Hinweis auf das fortgeschrittene Alter seines Schützlings, der bei seiner fünften Olympia-Teilnahme stattliche 39 wäre, pariert der Trainer mit einem Verweis auf vergangene olympische Regatten: "Wir haben oft genug erlebt, dass man auch in höherem Alter Rennen gewinnen kann." Wo andere ein Problem sehen, verweist Oesemann auf Vorteile: "Marcel ist reifer geworden - und das erleichtert die Zusammenarbeit. So stelle ich mir Profisport vor."

Noch immer ist auf nationaler Ebene kein Jüngerer in Sicht, der es mit dem Routinier aufnehmen könnte. Nicht zuletzt deshalb verschwendet DRV-Chefcoach Marcus Schwarzrock noch keinen Gedanken daran, dem ewigen deutschen Skiff-Fahrer von seinem Vorhaben abzubringen: "Bleibt er gesund und weist seine Leistung nach, spricht wenig dagegen."

Die neue Zusammenarbeit mit Coach Oesemann und die Rückkehr nach Magdeburg scheinen Hacker zu beflügeln. "Ich bin nicht mehr soviel unterwegs und habe deshalb mehr Zeit, mich um meine Familie zu kümmern." Vorbei sind die Zeiten, in denen sich Hacker und sein damaliger Coach Andreas Maul jenseits der Heimat als Autodidakten versuchten und sich in nahezu allen Bereichen vom Verband lossagten. Mit wachsender Freude beobachtet Oesemann, wie sein Schützling auflebt - nicht nur im Ruderboot: "Sich abzuschotten und sein eigenes Ding zu machen, war ein Fehler. Marcel braucht die Gemeinschaft einer Trainingsgruppe."

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