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Bundesliga: Mit 1899 Hoffenheim ist wieder zu rechnen

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Mit 1899 Hoffenheim ist wieder zu rechnen

22.07.2013, 06:44 Uhr | t-online.de

Bundesliga: Mit 1899 Hoffenheim ist wieder zu rechnen. Kevin Volland und Roberto Firmino sind die Hoffnungsträger der TSG.  (Quelle: imago/Hartenfelser)

Kevin Volland und Roberto Firmino sind die Hoffnungsträger der TSG. (Quelle: Hartenfelser/imago)

Von Jörg Runde

Beim Blick auf die vergangene Saison reiben sich die Fans von 1899 Hoffenheim noch immer verwundert die Augen. Obwohl die vergangene Saison unter dem Motto Pleiten, Pech und Pannen stand, reichte es am Ende doch noch zum Klassenerhalt. Mit einem sensationellen Sieg am letzten Spieltag bei Borussia Dortmund rettete sich der ungeliebte Retortenklub in die Relegation, um dort gegen Kaiserslautern souverän die Bundesliga-Zugehörigkeit zu sichern. Vor allem der eingeschlagene Kurs lässt die Anhänger zurecht hoffen, dass in der kommenden Spielzeit das Abstiegsgespenst am Kraichgau vorbei flattert.

1. Personelle Situation

Hoffenheim geht als einziger Verein neben Stuttgart mit einem geringeren Etat als in der Vorsaison in die neue Spielzeit. Die Personal-Ausgaben wurden um gut zehn Prozent auf 30 Millionen Euro gekürzt. Überteuerte Fehleinkäufe wie Eren Derdiyok, Tim Wiese und Matthieu Delpierre wurden genauso aussortiert wie Großverdiener Tobias Weis. Letztgenannter ist im Team unerwünscht, weil er bei der Klassenerhaltsparty eine Rangelei mit Teamkollege Daniel Williams anzettelte. Williams gehört auch nicht mehr zum Kader, er schloss sich dem englischen Zweitligisten FC Reading an.

Mit Anthony Modeste und Tarik Elyounoussi hat der Klub nur zwei Spieler verpflichtet, denen der Sprung in die erste Elf zuzutrauen ist. Für die beiden Angreifer ist die Konkurrenz aber groß, auf ihren Positionen tummeln sich mit Kevin Volland und Roberto Firmino die hochwertigsten Profis des aktuellen TSG-Jahrgangs.

2. Stärken und Schwächen

Das Offensivpotenzial von 1899 Hoffenheim ist enorm. Nicht nur Volland und Firmino stehen für gefährliche Aktionen vor dem gegnerischen Tor, auch Sejad Salihovic ist einmal mehr eine gute Scorer-Bilanz zuzutrauen. Probleme bereitet wie im Vorjahr eher die Defensive. 67 Mal zappelte der Ball in der Saison 2012/2013 im Netz - kein Bundesliga-Team kassierte mehr Gegentore.

Hoffnung auf Besserung macht vor allem die taktische Ausrichtung. 1899 setzt unter Trainer Markus Gisdol konsequent auf das Verteidigen gegen den Ball, eine Taktik, die den Hoffenheimer Profis am besten liegt. Vor allem Abwehrchef Jannik Vestergaard und Rechtsverteidiger Andreas Beck fanden im vertrauten System zu alter Stärke zurück.

Zudem drängen gut ausgebildete Defensivtalente wie Niklas Süle (17), Patrick Schorr (18) und Kevin Akpoguma (18) ins Team. "Sie haben unsere Spielphilosophie verinnerlicht und werden uns schon bald weiterhelfen", prophezeit Gisdol.

3. Der Trainer

Mit Markus Gisdol kam die Wende. Am 2. April übernahm der 43-Jährige das Traineramt, da war Hoffenheim Tabellenletzter. Gisdol, von 2009 bis 2011 Trainer der zweiten Mannschaft der TSG, krempelte das Team komplett um und sorgte vor allem für taktische Klarheit. Wie sein Lehrmeister Ralf Rangnick, dessen Co-Trainer bei Schalke 04 er war, setzt Gisdol konsequent auf ein offensives Gegenpressing, das von den Spielern eine hohe Laufbereitschaft abverlangt. Vorne wie hinten sollen die Gegenspieler gejagt und ständig unter Druck gesetzt werden. Die Grundordnung spielt da eine Nebenrolle.

Alle Spieler müssen verteidigen und angreifen - mal im 4-2-3-1, mal im 4-3-3 oder auch im 4-4-2. Flexibilität erwartet der Trainer von seinen Spielern. Ob mit drei Stürmern, einer Doppelspitze oder nur einem Keilstürmer - der Ball soll möglichst schnell, durch vertikale Pässe in Richtung Strafraum gespielt werden.

4. Die Prognose

Markus Gisdols eingeschlagener Kurs erinnert stark an die Saison 2008/2009, als Aufsteiger Hoffenheim mit Tempofußball begeisterte und sensationell Herbstmeister wurde. Damals wie heute herrschte im Kader ein sehr guter Teamgeist, der für Egoisten und Quertreiber keinen Raum bot. Zudem wird die Mannschaft von einem Trainer geführt, der deutliche Ansagen macht und eine klare Philosophie verfolgt. Stellvertretend sagt Offensivspieler Firmino: "Es passt endlich wieder alles zusammen und das stimmt mich sehr positiv für die Zukunft."

Viel wird darauf ankommen, wie das extrem kritische Umfeld und vor allem der allmächtige Mäzen Dietmar Hopp auf mögliche Krisen reagiert. Verliert Hopp in diesem Fall die Nerven oder steht er auch in schweren Zeiten zu Markus Gisdol und Manager Alexander Rosen? Am Ende der Aufstiegssaison sprang für 1899 übrigens Tabellenplatz sieben heraus. Wenn alles optimal läuft, ist diese Platzierung auch dieses Jahr drin. Realistisch ist allerdings ein Rang zwischen 9 und 12.

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