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Zurück auf der Matte: Comeback für Thiele und Peters

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Zurück auf der Matte: Comeback für Thiele und Peters

19.07.2013, 11:55 Uhr | dpa

Zurück auf der Matte: Comeback für Thiele und Peters. Kerstin Thiele meldet sich auf der Wettkampfmatte zurück.

Kerstin Thiele meldet sich auf der Wettkampfmatte zurück. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Heimkehr auf die internationale Judo-Bühne: Ein Jahr nach ihren erfolgreichen Sommerspielen melden sich erstmals alle mit Olympia-Medaillen dekorierten deutschen Mattenkämpfer zurück.

Nach ihrer monatelangen Zwangspause gibt die Olympia-Zweite Kerstin Thiele beim Europacup in Sindelfingen ihr internationales Comeback. Bronze-Mann Dimitri Peters will sich wie Schwergewichtler Andreas Tölzer beim Grand Slam in Moskau einem echten WM-Härtetest unterziehen.

Lange hatten die Verantwortlichen des Deutschen Judo-Bundes (DJB) im nacholympischen Jahr auf ihre Top-Athleten verzichten müssen, bei der EM etwa im vergangenen April musste das Trio noch passen. Doch im Endspurt auf den Saisonhöhepunkt der Weltmeisterschaften Ende August in Rio de Janeiro können sich Tölzer (Schulter-Operation) und Peters (Meniskus-Einriss) wohl noch rechtzeitig zurückmelden. "Andreas Tölzer ist gut vorbereitet. Moskau ist ein guter Test für ihn vor der WM", sagt DJB-Präsident Peter Frese über den Olympia-Dritten.

In der Vorbereitung auf die EM erwischte es Peters, nun will der Rotenburger aber wieder voll angreifen. "Nach meiner Verletzungspause wird es mein erster Wettkampf auf internationalem Parkett", erklärt der 29-Jährige. "Ich bin gespannt und richtig gut motiviert." Für die WM in Brasilien hat Peters große Ziele. "Ich weiß, was es heißt, bei einem Großereignis auf dem Siegerpodest zu stehen. Ich möchte auch unbedingt mal eine Medaille bei Weltmeisterschaften gewinnen."

Ob es für Thiele, die mit ihrem Olympia-Silber bei den Sommerspielen in London für die größte Überraschung im deutschen Judo-Lager gesorgt hatte, noch für die WM reichen wird, ist fraglich. Eine langwierige Oberkörperprellung hatte die Leipzigerin, nun Starterin in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm, seit Januar außer Gefecht gesetzt. Nun meldet sie sich in Sindelfingen zurück. "Wir müssen jetzt erst einmal sehen, wie sie im Wettkampf reagiert. Da ist Sindelfingen Härtetest genug", betont DJB-Präsident Frese.

Thiele meldet sich beim zweitgrößten internationalen Judo-Event in Deutschland zurück, die anderen deutschen Top-Athleten geben derweil am Wochenende dem lukrativen Grand Slam in der russischen Metropole Moskau den Vorzug. "Das ist schade für unser Publikum in Sindelfingen", räumt DJB-Präsident Frese ein. "Aber es ist wichtig, dass wir uns im Vorfeld der WM in Moskau mit der Weltspitze messen."

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