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Hertha BSC Berlin im Check: Darum steigt die Alte Dame nicht ab

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Hertha BSC will raus aus dem Fahrstuhl

21.07.2013, 09:54 Uhr | t-online.de

Hertha BSC Berlin im Check: Darum steigt die Alte Dame nicht ab. Herthas Ronny in Aktion (Quelle: imago/Eibner)

Herthas Ronny in Aktion (Quelle: Eibner/imago)

Von Sebastian Schlichting

Abstieg, Aufstieg, Abstieg, Aufstieg – Hertha BSC war in den letzten Jahren unfreiwilliger Dauergast im Fahrstuhl zwischen erster und zweiter Liga. Nun treten die Berliner wieder im Obergeschoss aus dem Aufzug und wollen ihn nicht mehr von innen sehen. In der Hauptstadt kann man es sich auf Dauer nicht erlauben, nur temporärer Gast in der Bundesliga zu sein. Trainer Jos Luhukay hat jedenfalls im Laufe der Vorbereitung schon ein großes Ziel formuliert: "Wir wollen zu Hause ungeschlagen bleiben." Das gelang in der 2. Liga, dürfte nun aber ungleich schwieriger werden, da Bayern und Dortmund statt Aalen und Sandhausen kommen.

1. Personelle Situation

Alle Stammspieler sind geblieben. Ronny, Schlüsselfigur im Aufstiegsjahr, hatte bereits während der Saison bis 2017 verlängert. Hertha hat ein Quartett dazu geholt, das eines gemeinsam hat: Luhukay kennt die Spieler aus früheren gemeinsamen Zeiten beim FC Augsburg oder Borussia Mönchengladbach. "Die neuen Spieler müssen sitzen", sagt der Coach, in Sachen Charakter dürfe kein Risiko eingegangen werden. Auch wegen der angespannten Finanzen kann sich Hertha keine Fehlgriffe leisten. Hajime Hosogai kommt von Bayer Leverkusen, Alexander Baumjohann vom 1. FC Kaiserslautern (beide Mittelfeld), Sebastian Langkamp aus Augsburg und Johannes van den Bergh (beide Abwehr) von Fortuna Düsseldorf. Einzig für Hosogai musste Hertha eine Ablöse in Höhe von einer Million Euro zahlen.

2. Stärken und Schwächen

Hertha BSC hat eine eingespielte Mannschaft, die von der Qualität her für die 2. Liga Extraklasse war. Nun ist sie punktuell verstärkt worden, was einen größeren Konkurrenzkampf mit sich bringt. Vor allem im defensiven Mittelfeld hat Luhukay nach Hosogais Verpflichtung sehr große Auswahl. Skeptiker fragen sich aber, ob die Qualität tatsächlich reicht. Davon ist Trainer Luhukay überzeugt: "Wir haben eine gute Mischung im Kader und viele Spieler, die die Liga kennen. Wir haben keine Angst vor dem, was kommt."

Von den Neuen kennen zumindest Langkamp und van den Bergh auch den Abstiegskampf. Generell ist abzuwarten, wie das Team – und vor allem letztjährige Shooting-Stars wie der 20-jährige Verteidiger John Anthony Books – reagiert, wenn es Gegenwind in Form von Niederlagen gibt. Denn Geduld ist eine Eigenschaft, die in Berlin noch nie sonderlich ausgeprägt war. 

In der Aufstiegssaison war Ronny der Dreh- und Angelpunkt, kam auf 18 Tore und 14 Vorlagen. Spielt er eine Liga höher ebenso brillant auf, war die große Frage. Nun lautet sie: Spielt er überhaupt? Sein Einstand nach dem Urlaub war nicht formidabel, der Brasilianer hatte konditionelle Mängel. Und Baumjohann hat sich bislang mit guten Leistungen für das offensive Mittelfeld empfohlen. Es gibt aber auch noch eine weitere Variante: Ronny spielt, und Baumjohann auch.

3. Trainer

Jos Luhukay hat den Auftrag Wiederaufstieg nicht nur erfüllt, sondern in exzellenter Form erledigt. Hertha verlor lediglich zwei Spiele und hatte am Ende 18 Punkte Vorsprung auf Rang drei. Luhukay baute in kürzester Zeit aus den Trümmern des Abstiegs in Düsseldorf mit all seinen Nachwirkungen eine neue Mannschaft auf und schaffte es, diejenigen bei Laune zu halten, die wenig Einsatzzeiten hatten. Dass er auch ein Mann für die Bundesliga ist, hat der Niederländer vor allem in Augsburg bewiesen, als er den FCA 2012 zur Überraschung vieler in der Liga hielt.

Luhukay kennt sich also aus, wenn es darum geht, gegen den Abstieg zu spielen. Der in Berlin hoch angesehene Trainer könnte in einer möglichen Krise zu Herthas Trumpf werden, wenn man ihn auch dann in Ruhe arbeiten lässt.

4. Die Prognose

Luhukays Ziel, im Olympiastadion ungeschlagen zu bleiben, wird sich aller Voraussicht nach nicht erfüllen. Doch damit könnte der Trainer sicher gut leben, wenn am Ende der Klassenerhalt steht. Leicht wird es nicht, aber wenn bei der einen oder anderen punktemäßigen Durststrecke nicht wieder wie beim letzten Abstieg im Verein das Chaos ausbricht, ist ein längerer Verbleib in der Liga als zuletzt drin.

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