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FSV Mainz 05 reift zum Überraschungsteam der neuen Bundesliga-Saison

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Mainz 05 wird das Überraschungsteam

26.07.2013, 10:14 Uhr | t-online.de

FSV Mainz 05 reift zum Überraschungsteam der neuen Bundesliga-Saison. Thomas Tuchel (li,) und der Kolumbianer Elkin Soto. (Quelle: imago/Martin Hoffmann)

Thomas Tuchel (li,) und der Kolumbianer Elkin Soto. (Quelle: Martin Hoffmann/imago)

von Christian Lüttecke

Nach einer durchwachsenen Saison mit schwachem Finale will der FSV Mainz 05 wieder angreifen. Erklärtes Ziel des selbsternannten Karnevalsvereins ist zwar immer der Klassenerhalt. Doch so eine Spielzeit, als der FSV, aussichtsreich auf Europa-League-Kurs liegend, noch bis Platz 13 durchgereicht wurde, soll sich nicht wiederholen. Dass das nicht einfach wird, ist den Beteiligten um Trainer Thomas Tuchel und Manager Christian Heidel bewusst. "Wir haben ehrgeizige Ziele", so Tuchel, die er aber nicht präzisiert.

1. Personelle Situation

Jedem Gegner das Spiel so unangenehm wie möglich machen zu wollen – das ist die Marschroute, die Mainz seit Jahren praktiziert. Dazu hat sich Mainz zu einem personellen Umbruch entschieden. Gewollt, nicht erzwungen. So trennte man sich von Pfeilern des Teams wie Andreas Ivanschitz und Adam Szalai, die in der abgelaufenen Saison für die Hälfte aller Mainzer Tore verantwortlich waren. Stützen wie Jan Kirchhoff, Radoslav Zabavnik und Marco Caligiuri verließen den Klub.

Stattdessen erhöhte Heidel mit erfahrenen und jungen, hungrigen Spielern die Kaderdichte auf fast allen Positionen. Mit dem Südkoreanischer Joo-Ho Park kam vom FC Basel ein international erfahrener Linksverteidiger, auch der Japaner Shinji Okazaki vom VfB Stuttgart bringt viel Erfahrung mit. Für die Offensive holte der FSV mit Sebastian Polter (Wolfsburg) und Dani Schahin (Düsseldorf) zwei Spieler, die ihre Bundesliga-Tauglichkeit bereits bewiesen haben. Dazu kommen im Defensivbereich Christoph Moritz (Schalke), Julian Koch (BVB) und Johannes Geis (Fürth). Sie gelten als große Talente.

"Die Mannschaft hat sich nach und nach wie ein Mosaik zusammengesetzt, sodass wir jede Position doppelt besetzen können“, so der Manager in der Mainzer "AZ".

2.  Stärken und Schwächen

Individuelle Fehler, fehlendes "Matchglück" (Tuchel) und umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen führten dazu, dass der FSV in vielen knappen Partien den Platz als Verlierer verließ. Doch die Stärke der Rheinhessen wird auch in Zukunft darin liegen, jeden Gegner individuell "zu beackern". Hohe Laufbereitschaft und mannschaftliche Geschlossenheit sind die Trümpfe. Bei den bisherigen Testspielen wurde das bereits gezeigt, vor allem die Siege gegen Groningen (4:0) und West Ham United (4:1) waren beeindruckend.

War in der letzten Saison von einer "Rentnertruppe" im 05-Defensivbereich die Rede, strafte die Abwehr um die Routiniers Nicolce Noveski und Bo Svensson die Kritiker Lügen. Lediglich 42 Gegentore kassierte Mainz, viertbester Wert der Liga. Mit dem von seinem Kreuzbandriss erholten Niko Bungert und Stefan Bell erhöht sich die Leistungsdichte in der Innenverteidigung. Auf der rechten Abwehrseite ist mit Zdenek Pospech ein weiterer Routinier gesetzt, links muss sich Park erst bewähren. Moritz ist vielfältig einsetzbar und wird den Arrivierten Druck machen.

Das defensive wie offensive Mittelfeld ist stark besetzt. Elkin Soto, Julian Baumgartlinger und Niki Zimling sind feste Größen in Tuchels Personalplanungen und immer Startelf-Kandidaten. Offensiv führt kein Weg an Nationalspieler Nicolai Müller vorbei, Okazaki könnte schnell zum Stammspieler avancieren. "Shinji ist ein Gegenpart zu Nicolai, sehr ähnlich in seiner Art, hat aber mehr Erfahrung und eine höhere Reife", so Tuchel im "kicker".

Wer nach dem Weggang von Szalai Tore schießen soll, ist offen. Es bleibt abzuwarten, mit welchem System Tuchel spielen lassen wird. So könnten sowohl Polter als auch Schahin, aber auch der lange verletzte Eric-Maxim Choupo-Moting oder Shawn Parker den Sturm ankurbeln. Hinzu kommt Chinedu Ede, der bislang sein Potenzial zu selten hat aufblitzen lassen.

3. Der Trainer

Längst hat sich Tuchel in der Liga als Fachmann etabliert. Klubs wie der FC Schalke 04 buhlten bereits um die Dienste des Fußballlehrers mit dem Matchplan – ohne Erfolg. Tuchel bekennt sich zu Mainz 05 und will seinen bis 2015 laufenden Vertrag erfüllen.

Wie kann er Spieler besser und dem nächsten Gegner das Leben so schwer wie möglich machen,  welche Trainingsinhalte stehen auf der Agenda – das sind Tuchels Gedanken. Und er agiert mit aller Konsequenz: Wer nicht mitzieht, ist raus. Auch wenn er dabei unpopuläre Maßnahmen treffen muss.

Unpopuläre Maßnahmen, die ihm nicht immer Sympathien einbringen, trifft er auch außerhalb des Klubs. Tuchel polarisiert. So sorgte er mit öffentlicher Kritik an den Schiedsrichtern und dem Anprangern einer vermeintlichen Benachteiligung seiner Spieler aufgrund seiner Person für mächtig Wind.

4. Die Prognose

Mainz 05 hat ganz bewusst einen Umbruch vollzogen. Leistungsträger wurden abgegeben, Wunschspieler verpflichtet. Jetzt kommt es darauf an, wie schnell sich die Neuen in Tuchels kompliziertem und laufintensivem Spiel zurechtfinden, sie Taktik-Vorgaben verinnerlichen und den Matchplan erfüllen. Wird das Potenzial abgerufen, wird Mainz 05 die Überraschung der Saison. Heidel ist sich sicher: "Es werden sich noch einige Leute mächtig wundern."

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