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Eintracht Frankfurt im Teamcheck: Armin Veh und der Plan B

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Der schwere Tanz auf drei Hochzeiten

01.08.2013, 15:58 Uhr | t-online.de

Eintracht Frankfurt im Teamcheck: Armin Veh und der Plan B. Sebastian Rode hofft auf einen guten Start in die neue Saison. (Quelle: dpa)

Sebastian Rode hofft auf einen guten Start in die neue Saison. (Quelle: dpa)

Von Mark Weidenfeller

Der große Traum der Eintracht-Fans ist wahr geworden. Frankfurt spielt in dieser Saison im internationalen Wettbewerb. Als Aufsteiger stürmten die Hessen im letzten Jahr mit teilweise berauschendem Offensiv-Fußball auf Rang sechs und damit in die Europa League. Die Euphorie am Main ist riesig, endlich steht auf dem Rasen wieder ein Team, das das begeisterungsfähige Publikum verzücken und ein wenig Glanz alter Tage in die Banken-Metropole holen kann. Doch aufgepasst: Die Eintracht profitierte in der vergangenen Spielzeit von einem perfekten Start mit vier Siegen in Serie – das wird allerdings in dieser Spielzeit schwierig. Denn auf die SGE wartet der August der Wahrheit.

1. Personelle Situation

Das Erfolgsteam der letzten Saison konnte komplett gehalten werden. Leistungsträger wie Pirmin Schwegler, Sebastian Jung oder Carlos Zambrano haben sich gegen Geld und für die Eintracht entschieden. Vor allem der Verbleib Schweglers, der bei Wolfsburg wohl das Doppelte verdient hätte, kann schon jetzt als Meisterstück von Sportchef Bruno Hübner gesehen werden. Zudem ist es ein Zeichen an die Mannschaft: Hier entsteht etwas! Die Neuzugänge Johannes Flum, Jan Rosenthal (beide SC Freiburg), Joselu, Stephan Schröck (beide TSG Hoffenheim) und Marco Russ (VfL Wolfsburg - endgültig verpflichtet) verleihen der Mannschaft zusätzliche Qualität.

Armin Veh hat jede Position doppelt besetzt und kann so auch mal einen Spieler schonen – das war in der letzten Spielzeit nicht möglich, deswegen ging den Hessen zum Ende hin ein wenig die Puste aus. "Wir sind schon jetzt besser aufgestellt als im Vorjahr", sagt Trainer Armin Veh. Trotzdem soll noch ein weiterer Stürmer, vermutlich der Tscheche Vaclav Kadlec, kommen. Sollte der Transfer, der sich schon seit Wochen hinzieht, klappen, hätte die Eintracht endgültig einen Kader zusammen, der sich sehen lassen kann.

 

2. Stärken und Schwächen

Die Stärke der Eintracht ist, dass sich die Spieler bestens kennen. Die Mannschaft ist eingespielt, jeder weiß, was der andere macht. Gut möglich, dass am ersten Spieltag zehn Stammspieler des Vorjahres auflaufen. Einzig im Sturm wird mit Srdjan Lakic oder Joselu sicher ein Spieler stehen, der vor zwölf Monaten noch nicht im Kader war.

Doch die große Stärke ist auch gleichzeitig die große Schwäche. Denn auch die anderen Vereine kennen mittlerweile die Spieler der Eintracht bestens. Der Überraschungseffekt mit ehemals unbekannten Namen wie Stefan Aigner, Takashi Inui oder Bastian Oczipka ist dahin. Unterschätzen wird die Hessen niemand mehr - und auch der überfallartige Konterfußball wird wohl auch nicht mehr für die ganz große Verblüffung bei den Gegnern sorgen.

3. Trainer

Veh wird sich in seinem dritten Jahr als Eintracht-Cheftrainer einen Plan B überlegen müssen. Der 52-Jährige war bislang ein absoluter Glücksgriff für die einstige Diva vom Main. Er hat es mit seiner markigen und manchmal aufbrausenden Art geschafft, den Betriebsunfall Abstieg umgehend vergessen zu machen. Er hat ein am Boden liegendes Team in gerade einmal zwei Spielzeiten von der 2. Bundesliga in die Europa League geführt.

Die größte Herausforderung wartet allerdings erst jetzt: Die Eintracht tanzt auf drei Hochzeiten, die Erwartungshaltung ist hoch, die Fallhöhe noch höher. In der Vorbereitung wurde deshalb viel experimentiert. Während in der letzten Saison bis auf wenige Ausnahmen immer im 4-5-1-System gespielt wurde, hat Veh in den Testspielen auch mal auf 4-4-2 mit zwei echten Stürmern umgestellt. Veh hat sich flexible Spieler gewünscht - diese hat er mit Rosenthal, Flum und Schröck bekommen. Jetzt muss er liefern.

4. Prognose

Frankfurt hat das Ziel, sich im oberen Tabellendrittel zu etablieren. "Die Hoffnung ist da, dass wir das schaffen", sagte Heribert Bruchhagen. Der Vorstandsvorsitzende weiß, dass die Eintracht auf Dauer mit den ganz großen Teams nicht mithalten kann. Sie muss sich mit Mannschaften wie dem Hamburger SV, Hannover 96, dem VfB Stuttgart oder Borussia Mönchengladbach messen.

Ganz entscheidend wird dabei sein, wie die Hessen aus den Startlöchern kommen. Vier der ersten sechs Spiele finden auswärts statt - unter anderem bei den beiden hochmotivierten Aufsteigern Hertha und Braunschweig. Am zweiten Spieltag kommt zudem der FC Bayern ins ehemalige Waldstadion, zwei Wochen später ist der BVB zu Gast. "Wenn ich mir hätte ausdenken können, wie der schwerste Terminplan aussehen könnte, dann wäre ich auf diese Lösung gekommen", so Bruchhagen.

In diesen sechs Partien wird der Grundstein für die ganze Saison gelegt. Sollte Frankfurt auswärts punkten und gegen die Bayern oder Dortmund für eine Überraschung sorgen, könnte sich eine ähnliche Euphorie wie im vergangenen Jahr entfalten. Dann ist sogar Platz fünf drin. Sollte der Start allerdings in die Hose gehen - und das ist trotz der insgesamt sehr guten Vorbereitung alles andere als unrealistisch - können die Adler froh sein, wenn sie nicht ganz hinten reinrutschen.

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