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Schwimm-WM 2013: Thomas Lurz erkämpft Silber und Bronze in Barcelona

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Schläge, Tritte, Silber - Lurz kämpft für WM-Medaille

23.07.2013, 11:26 Uhr | dpa

Schwimm-WM 2013: Thomas Lurz erkämpft Silber und Bronze in Barcelona. Thomas Lurz wurde über zehn Kilometer WM-Zweiter.

Thomas Lurz wurde über zehn Kilometer WM-Zweiter. (Quelle: dpa)

Barcelona (dpa) - Routinier Thomas Lurz kassierte auf dem Weg zur nächsten Medaille Schläge und Tritte, WM-Debütant Oliver Homuth nach dem verpassten Coup einen lieb gemeinten Klaps vom Bundestrainer. Nach Bronze über die fünf Kilometer holte Rekordweltmeister Lurz über die doppelte Distanz Silber.

Als Lurz im Hafen von Barcelona gerade als Zweiter angeschlagen hatte, schickte sich der 21-jährige Homuth an, die Wassersprung-Welt bei der Schwimm-WM zu überraschen. Einen Tag nach dem Goldcoup von Sascha Klein und Patrick Hausding im Synchronspringen vom Turm führte der EM-Dritte die Konkurrenz zur Halbzeit an. Am Ende versagten die Nerven: Platz zehn - aber auch ein tröstender Kuss von Freundin Tina Punzel.

Nervenversagen kennt Lurz nicht. Der Routinier war nach dem Rennen von Striemen, Kratzern und blauen Flecken gezeichnet. Zu Beginn des nervenzehrenden Wettkamps war er buchstäblich untergangen und fand sich nach Keilereien im Mammutfeld der 66 Teilnehmer im wie kochendes Wasser aussehenden Hafenbecken auf Platz 31 wieder. Mit großem Kämpferherz arbeitete sich der Olympia-Zweite fast noch ganz nach vorn und schnappte sich sein 28. Edelmetall bei internationalen Großereignissen. Fünf bis acht Medaillen sind das Ziel des Deutschen Schwimm-Verbandes bei den Titelkämpfen in Spanien - nach drei Wettkampftagen sind es schon drei.

"Es war ein harter Kampf. Es war ein sehr, sehr hartes Rennen, sicherlich eines der härtesten überhaupt", sagte Lurz. Stefan Lurz, Bundestrainer der Freiwasserschwimmer, lobte den Bruder in den höchsten Tönen. "Es war an der absoluten Grenze, was sein Körper hergegeben hat. Ich ziehe meinen Hut vor meinem Bruder, ich bin wirklich stolz", sagte Stefan Lurz: "Es war eines der besten und interessantesten Rennen, die der Thomas bisher geschwommen hat. Wie er gekämpft hat, das war vorbildlich." Christian Reichert belegte einen guten neunten Platz.

Lob gab es auch von Wassersprung-Bundestrainer Lutz Buschkow und zwar für die "jungen Burschen" Homuth (Platz 10) und Martin Wolfram (8.). Nachdem seine beiden Springer den Wettkampf auf einem TV hinter den Kulissen zu Ende verfolgt hatten, wuschelte Buschkow Homuth väterlich tröstend durch die Haare. "Hast du Schiss vor 'ner Medaille gehabt?", meinte Buschkow mit gedämpfter Stimme, wohlwissend, welch vielversprechende Perspektive der 21-Jährige hat. "Solche Fehler passieren. Er hat mit ein paar anderen Sprüngen auf sich aufmerksam gemacht, wer nach drei Durchgängen als Erster auf der Tabelle steht, zeigt, welches Potenzial er hat." Der Sieg im nicht-olympischen Wettbewerb ging an Chinas Titelverteidiger Li Shixin vor Europameister Illja Kwascha aus der Ukraine.

Homuth, der lange auf Medaillenkurs gelegen hatte, versuchte den missglückten letzten Sprung ("Ich bin mehr abgerutscht als abgesprungen") schnell abzuhaken. "Es ist so ein großer Ärger, dass ich ihn direkt runtergeschluckt habe. Mich kotzt es in Anführungsstrichen an, dass ich damit mein Finale so versaut hab", sagte der Berliner. "Aber ich kann es ja jetzt nicht mehr ändern und muss ja jetzt nicht schlechte Laune verbreiten."

Extra motiviert hatte ihn und Wolfram der Goldcoup des Turm-Duos Hausding/Klein. "Das hat euphorisiert", gestand Homuth. "Es ist schon toll, wenn man einen Goldmedaillengewinner im Zimmer hat", ergänzte der etatmäßige Turmspringer Wolfram, der zusammen mit Sascha Klein wohnt. "Da möchte man auch einmal hinkommen."

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