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1. FC Nürnberg im Teamcheck: Probleme im defensiven Mittelfeld

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Wer wird der neue Simons beim Club?

29.07.2013, 13:41 Uhr | t-online.de

1. FC Nürnberg im Teamcheck: Probleme im defensiven Mittelfeld. Nürnberger Schlüsselspieler: Hanno Balitsch (li.) und Markus Feulner sollen Timmy Simons ersetzen, Hiroshi Kiyotake ist der Hoffnungsträger in der Kreativabteilung. (Quelle: imago/Zink)

Nürnberger Schlüsselspieler: Hanno Balitsch (li.) und Markus Feulner sollen Timmy Simons ersetzen, Hiroshi Kiyotake ist der Hoffnungsträger in der Kreativabteilung. (Quelle: Zink/imago)

Von Andreas Leiser

Eigentlich erlebten die Club-Fans im letzten Jahr eine entspannte Saison. Die Franken verabschiedeten sich früh vom Abstiegskampf,  für das internationale Geschäft langte es noch nicht – der 1. FC Nürnberg landete im Niemandsland der Tabelle. Dennoch gab es beim Club Aufregung: der überraschende Abgang von Trainer Dieter Hecking in der Winterpause in Richtung Wolfsburg sorgte für mächtig Wirbel. Sportvorstand Martin Bader präsentierte mit Michael Wiesinger eine interne Lösung für die Rückrunde. Seine Vertragsverlängerung für die neue Spielzeit zögerte jedoch sich bis Ende Mai hinaus – kein Zeichen von großem Vertrauen. Ob sich Wiesinger in der Bundesliga durchsetzten kann, lesen Sie im Teamcheck.

1. Personelle Situation

Die größte Veränderung bei den Nürnbergern gibt es im defensiven Mittelfeld. Routinier Timmy Simons verließ überraschend den Club Richtung belgische Heimat und spielt wieder für den FC Brügge. Die Lücke, die durch den Simons-Abgang entsteht, soll intern durch das Duo Hanno Balitsch und Markus Feulner kompensiert werden – eine riskante Entscheidung. Zumal Simons in den letzten drei Jahren in jedem Bundesliga-Pflichtspiel für den Club am Ball war, und seine Einsatzzeit, außer bei zwei Ausnahmen, immer über die vollen 90 Minuten ging.

Mit Innenverteidiger Timm Klose verließ ein weiterer Leistungsträger den Verein – hier wurde jedoch mit Emanuel Pogatetz in einem Tauschgeschäft mit Wolfsburg sofort ein adäquater Ersatz präsentiert. Besonders die Offensiv-Abteilung wurde von Bader und Wiesinger verstärkt: Daniel Ginczek (St. Pauli), Josip Drmic (FC Zürich) und Mariusz Stepinski (Widzew Lodz) heißen die neuen Hoffnungsträger.

2. Stärken und Schwächen

Die Nürnberger Stärke hat einen Namen: Hiroshi Kiyotake. Der Japaner war die Entdeckung der letzten Spielzeit. Kiyotake ist Dreh und Angelpunkt im Nürnberger Offensivspiel, mit elf Assists war er der beste Vorlagengeber. Trotz Angeboten in Höhe von bis zu zehn Millionen Euro wurde der Japaner im Sommer nicht verkauft. Wie wichtig Kiyotake für die Franken ist, das weiß auch Coach Wiesinger: "Er kann Spiele entscheiden, er kann offensiv alle Positionen spielen, er ist clever im Spiel gegen den Ball, hat außerdem auch schlaue Laufwege drauf."

Die Nürnberger Schwachstelle ist der Angriff. So war ausgerechnet Innenverteidiger Per Nilsson in der abgelaufenen Saison mit sechs Treffern der erfolgreichste Torschütze im gesamten Kader. Die eigentlichen Stürmer Pekhardt, Esswein und Co. konnten hier nicht überzeugen. Ob die getätigten Neuverpflichtungen im Sturm - kein Spieler verfügt über Bundesliga-Erfahrung - einschlagen werden, ist durchaus fraglich. Auch die Entscheidung, den Abgang von Simons nur durch eine interne Lösung zu schließen, könnte zum Problem werden.

3. Der Trainer

Michael Wiesinger kennt den Club wie seine Westentasche. Als Spieler erlebte er von 1993 bis 1999 viele Höhen und Tiefen - blieb dem Verein sogar bis in die Regionalliga treu. Als Trainer kam er 2011 zur zweiten Mannschaft des Clubs. Durch seine Vereinstreue hat er sich bei den Fans viel Kredit erspielt.

Die Bilanz von Wiesinger in der Bundesliga ist durchaus positiv. In 17 Spielen holte er mit Nürnberg 24 Punkte. Sein Vorgänger Hecking erspielte sich in der Hinrunde nur 20 Zähler. Dennoch dürfte der unerfahrene Wiesinger bei einem schlechten Saisonstart schnell in die Schusslinie geraten. Ob Wiesinger dann auch bei Bader über genügend Kredit verfügt, wird sich erst noch zeigen.

4. Die Prognose

Gelingt es Trainer Wiesinger den Simons-Weggang zu kompensieren, dann steht der Coach mit dem 1. FC Nürnberg vor einer sorgenfreien Saison. Für das internationale Geschäft langt es aber noch nicht. Der Club belegt in der Tabelle einen Platz zwischen neun und elf.

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