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Bernie Ecclestone droht der Prozess - Frau als Nachfolgerin denkbar

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Ecclestone über Nachfolge: "Warum keine Frau?"

23.07.2013, 13:47 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Bernie Ecclestone droht der Prozess - Frau als Nachfolgerin denkbar. Bernie Ecclestone macht sich Gedanken um seine Nachfolge in der Formel 1. (Quelle: xpb)

Bernie Ecclestone macht sich Gedanken um seine Nachfolge in der Formel 1. (Quelle: xpb)

Bernie Ecclestone hält eine Frau als seine Nachfolgerin an der Spitze der Formel 1 für denkbar. Dem 82 Jahre alten Boss der Königsklasse droht im Zusammenhang mit der Schmiergeld-Affäre um den ehemaligen Bank-Vorstand Gerhard Gribkowsky ein Prozess wegen Bestechung. Sollte er verurteilt werden, könnte er auch seinen Posten als Geschäftsführer des Rechteinhabers CVC abgeben müssen.

"Warum keine Frau? Ich kann mir das absolut vorstellen. Ich glaube, dass Frauen im Allgemeinen nicht ein so ausgeprägtes Ego haben. Männer denken mehr ans Geldverdienen", sagte Ecclestone der "Sport Bild". Frauen müssten nicht auf den Golfplatz gehen, um Geschäfte abzuschließen. Sie müssten einfach härter arbeiten, um die gleiche Anerkennung zu bekommen wie Männer. "Und genau das tun sie dann auch. Da ihr Ego keine Rolle spielt, entscheiden sie weniger emotional. Und am Ende dient das mehr der Sache", urteilte er.

Kaltenborn als mögliche Nachfolgerin

Die CVC arbeitet angeblich bereits an einer Nachfolgelösung für Ecclestone. Dabei soll die Investmentfirma aber eine Führungskraft außerhalb der Grand-Prix-Szene bevorzugen. In der Formel 1 ist die Juristin Monisha Kaltenborn als Teamchefin bei Sauber die einzige Frau in einer absoluten Spitzenposition.

Schon vor geraumer Zeit soll ein Headhunter beauftragt worden sein, einen potenziellen Erben für Ecclestone zu finden. Dabei fiel in den Spekulationen auch immer wieder der Name Kaltenborn. Befeuert werden die Gerüchte noch durch die Rettung des Sauber-Rennstalls durch russische Investoren. In der kommenden Saison wird ein russischer Pay-Driver ein Cockpit des Schweizer Rennstalls besetzen. Möglicherweise ist das den Investoren jedoch nicht genug und sie schielen auch auf den Posten des Teamchefs.

Kaltenborn sagt aber stets, dass sie keine Ambitionen hege, Ecclestone zu beerben - ebenso wie Justin King, Chef einer britischen Supermarktkette. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Nachfolge Ecclestone auf verschiedene Köpfe verteilt wird, auch, um die Macht zu dezentralisieren.

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